Stellungnahme zur Revision Betäubungsmittelgesetz
Gastgewerbe sorgt sich um den Ruf
Der Bundesrat möchte Alkohol und Tabak dem Betäubungsmittelgesetz
unterstellen. Ich finde dies den besten Vorschlag seit es das Betäubungsmittelgesetz
gibt!
Eine Studie des französischen Gesundheitsministeriums, die mitte
1998 veröffentlicht wurde, reiht Alkohol neben Heroin und Kokain
in die Gruppe der gefährlichsten Drogen ein. Tabak zusammen mit Ecstasy
und Amphetaminen in die zweite Gruppe.
Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet Alkohol und Tabak
unmissverständlich als Drogen.
Zu guter Letzt sprechen die Todesfallstatistiken eine sehr klare Sprache
zugunsten des bundesrätlichen Vorschlages: In der Schweiz sterben
jährlich etwa 9000 Personen an den Folgen des Rauchens, rund 3000
aufgrund ihres Alkoholmissbrauchs und "nur" etwa 300 wegen illegalen
Drogen.
Wenn der Gewerbeverband nun eine Referendumsdrohung in die Luft setzt,
bestätigt er damit nur, was Alkoholtestkäufe von Jugendlichen
schon mehrfach angedeutet haben: Vielen Gewerbetreibenden ist kurzfristiger
Gewinn wichtiger als die Volksgesundheit.
Rudolf Löffel, BZ vom Januar 2000
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