Zur Revision des Strassenverkehrsgesetzes

Am 24.3.00 lese ich in verschiedenen Zeitungen, dass sich der Ständerat dafür einsetzt, Trunkenheit am Steuer mit 0,5 bis 0,8 Promille lediglich als „leichtes Vergehen“ zu taxieren.
In den gleichen Zeitungen lese ich, dass die Frau, die mit 1,7 Promille am Steuer einen Menschen getötet hat, mit 5 Monaten bedingt und 1000 Franken Busse davonkommt. Wie wird wohl künftig die „Belohnung“ für „leichte Vergehen“ aussehen?
Ich hoffe, dass viele NationalrätInnen vor ihrer Verkehrssicherheitsdebatte die TCS-Broschüre „Kein Alkohol - keine Problem“ lesen werden. Hier gibts schlagende Argumente für eine generelle Senkung auf 0,5 Promille!
Mit Ausnahme von Italien, Grossbritannien, Irland und Luxemburg haben alle europäischen Länder die Konsequenzen gezogen und die Grenze auf maximal 0,5 Promille festgelegt. In Deutschland hat dies zur Halbierung der alkoholbedingten Verkehrsunfälle geführt.
Sachliche Gründe gegen eine Senkung existieren schlicht keine!
Übrigens: Bereits in den 70er-Jahren hat sich EVP-Nationalrat Otto Zwygart sen. für die 0,5-Promille-Grenze eingesetzt...

Rudolf Löffel, 27.3.00

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