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Engländer zielen unter die Gürtellinie: Sie wollen Europa mit
Viagra-Pops sexuell stimulieren – und Kohle machen. Der Alcopops-Konsum
in der Schweiz ist explodiert: Wurden im Jahr 2000 rund zwei Millionen
Fläschchen Alcopops verbraucht, waren es 2001 bereits 28 Millionen
und im letzten Jahr 39 Millionen. Dabei wird der grösste Teil von
Kids und Jugendlichen konsumiert.
Und jetzt starten Engländer einen neuen Angriff: Roxxoff heisst das
Getränk, das nach Aussage der Erfinder eine «Generation von
geilen Superwesen» erschaffen soll. Denn Roxxoff enthält nebst
Wodka und Passionsfrucht auch ein chinesisches Aphrodisiakum. Dieser Mix
verspricht eine Stärkung der Libido und soll zudem schmecken.
Dieses Versprechen geriet vielen Briten in den falschen Hals - mehrere
Politiker machen sich für ein Verbot von Roxxoff stark. Auch Ruedi
Löffel von der Fachstelle Suchtprävention beim Blauen Kreuz
in Bern ärgert sich. «Der Alkoholindustrie ist kein Mittel
zu geschmacklos, um Jugendliche zum Saufen zu animieren», so Löffel.
«Jetzt muss die Alcopops-Sondersteuer her!» Nach Angaben der
Alkoholverwaltung lag bis gestern allerdings noch kein Importgesuch für
Roxxoff vor.
20 Minuten, 11. Juni 2003
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