BZ + Bieler Tagblatt 23.11.2004, Kanton Bern
Sparanträge gescheitert?
Der Grosse Rat begann die Beratung des Budgetes 2005. Die SVP
scheint keine Unterstützung für ihre Sparanträge zu finden,
auch nicht bei der FDP. (...)
Kaum Chancen für SVP
Unrealistische Forderungen führten nicht zum Ziel,
sagte Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee). Die finanzpolitischen
Rahmenbedingeungen hätten sich drastisch verschlechtert und die "hinterhältige
Steuersenkungsinitiative" drohe am Horizont.
(...).
GESAGT:
«Was heisst Effizienzsteigerung bei der Erziehungsdirektion? Sollen
die Kinder nur noch alle zwei Jahre zur Schule?»
Ruedi Löffel, EVP, Münchenbuchsee, reagierte auf die
Absichtserklärung der SVP, vor allem bei der Erziehungsdirektion
Einsparungen in Millionenhöhe erzielen zu wollen.
Der Bund 23.11.2004, Kanton Bern
Eine Routine-Budget-Debatte
Der Grosse Rat beriet gestern das Budget 2005 – die Diskussion
war weit weniger hitzig als in vergangenen Jahren. (...) Die
Bürgerlichen kritisierten, dass der viel beschworene Schuldenabbau
nicht vom Fleck komme, und drängten, die für nächstes Jahr
geplante Neuverschuldung zu reduzieren. STEFAN WYLER
(...) Die Fiko reichte eine Motion ein, die dem Regierungsrat auftragen
will, im Vollzug des Budgets weitere 40 Millionen einzusparen. Und die
SVP möchte gar mit einer Planungserklärung die «effektive
Neuverschuldung» (also die Neuverschuldung unter Berücksichtigung
der erwähnten Zusatzkosten) «halbieren» – und dies
durch «Aufwandreduktion exklusive Investitionen». Die 44 Millionen
Mehrkosten aufgrund des BLVK-Debakels sollen laut SVP bei der Erziehungsdirektion
eingespart werden. Und zwar, wie Hans Grunder (Rüegsau) ausführte,
«nicht durch Leistungsabbau, sondern durch Effizienzsteigerung».
«50 Rappen auf 100 Franken»
Der Regierungsrat empfiehlt die Fiko-Motion zur Ablehnung, er sieht «keinen
Handlungsspielraum für zusätzliche kurzfristige Haushaltsentlastungen
in der laufenden Rechnung». Fiko-Präsidentin Therese Bernhard
(svp, Worb) ist mit dieser Antwort nicht zufrieden, wie sie gestern darlegte:
«Uns dünkt, es sollte möglich sein, auf 100 Franken jeweils
50 Rappen zu sparen.» Unterstützung erhielt die Fiko durch
die bürgerlichen Parteien SVP und FDP. Die SP und die Grünen
lehnen die Motion ab, die EVP hat Stimmenthaltung angekündigt.
Die Planungserklärung der SVP dagegen will keine andere Partei unterstützen.
(...)
Berner Rundschau 23.11.2004, Kanton Bern
Fiko wird sich mit Sparrunde durchsetzen
Das Kantonsparlament hat am Montag mit der Beratung des Voranschlags
2005 begonnen. Es zeichnet sich ab, dass sich die Finanzkommission mit
dem Vorschlag durchsetzen wird, wonach der Schuldenanstieg von 81 auf
41 Millionen Franken reduziert werden muss. (...)
Kaum Chance für SVP-Forderung
Unrealistische Forderungen führten nicht zum Ziel, sagte
dagegen Ruedi Löffel (EVP/Münchenbuchsee). Die Rahmenbedingungen
hätten sich drastisch verschlechtert und die «hinterhältige
Steuersenkungsinitative» drohe am Horizont.
Die Fraktion GBJA wolle den Staat nicht zu Tode hungern, sagte Blaise
Kropf (Bern). Sparen werde im Kanton Bern zum unrühmlichen Dauerzustand
und verhindere damit alle wachstumsfördernden Massnahmen.
Ähnlich sah dies die SP. Die GFL ortet gemäss Bernhard Pulver
(Bern) «blaue Streifen am düsteren Finanzhimmel». Es
mache keinen Sinn jetzt in den Voranschlag in einer Art einzugreifen,
die zu linearen Kürzungen führen werde. (...) .
Journal du Jura 23.11.2004, Grand Conseil
BUDGET SOUS LA LOUPE | Une affaire de gros sous, forcément
(...) Le parlement a ensuite attaqué l'examen du budget 2005,
qui présente une solde positif de 40 millions au compte de fonctionnement.
Ce qui ne plaît pas à la Commission des finances. Par voie
de motion urgente, elle propose, contre l'avis du gouvernement, d'économiser
40 millions supplémentaires. (...)
UDC catégorique
Hier, l'UDC s'est montrée plus dure encore. Dans une déclaration
de planification, elle demande qu'outre les consignes définies
dans la motion précitée, le nouvel endettement effectif
soit réduit de moitié par rapport aux prévisions
dans la mise en œuvre du budget 2005 par une réduction des
charges n'affectant pas les investissements. Selon l'UDC, la Direction
de l'instruction publique devrait économiser un montant équivalent
aux dépenses supplémentaires induites par la CACEB. Arguments
du parti? Au niveau européen, la Suisse régresse en matière
d'éducation. Mais elle est toujours en tête en matière
de coûts scolaires.
Bien évidemment, ces propositions n'ont pas fait l'unanimité.
A gauche, on ne veut pas entendre parler de nouvelles économies.
Et comme l'a déclaré le porte-parole du Parti évangélique,
«il ne faut pas demander quelque chose que le Conseil exécutif
ne pourra pas respecter. Quoi qu'il arrive, nous nous situons face à
un dilemme de crédibilité.» S'adressant à la
Commission des finances, il l'a accusée de s'en prendre aux ressources
de l'Etat: «Vous mettrez votre crédibilité en jeu
si vous proposez de renoncer à de nouvelles recettes étatiques
dans la modification de la loi fiscale.»
Quant au PS, il s'est montré catégorique: le budget doit
être adopté sans modification aucune. Il a de surcroît
demandé à la droite de cesser de mettre en évidence
uniquement les points négatifs de ce document.
Ce matin, c'est le grand argentier Urs Gasche qui présentera ses
arguments. P.-A. Br.
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