Hier finden Sie meine Vorstösse zum Passivrauchschutz, die vom Bernischen Grossen Rat gutgeheissen wurden:
- Gastgewerbe (13.9.06)
- öffentlich zugängliche Innenräume (21.6.05)
Im Juli 2009 ist das entsprechende kantonale Gesetz endlich in Kraft gesetzt worden.

Hier ein paar Fragen, die ich im März 2016 der Regierung zum Passivrauchschutz gestellt habe.

Hier finden Sie Medienberichte zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (bis Ende 2009).
Hier
finden Sie Medienberichte zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab 2006).
Hier finden Sie Medienberichte zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab Mai 2004).
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sda 14.02.2017

Tschechien verbietet Zigaretten in Lokalen

Als eine der letzten Raucherbastionen Europas verbannt nun auch Tschechien die Glimmstängel aus Kneipen und Restaurants. Präsident Milos Zeman, selbst bekennender Kettenraucher, habe das Anti-Tabak-Gesetz unterzeichnet, teilte sein Sprecher am Dienstag mit.Ab dem 31. Mai, dem Weltnichtrauchertag, müssen Zigaretten demnach am Eingang von Cafés, Kneipen und Restaurants ausgedrückt werden. (…)
Zeman hatte im Vorfeld angekündigt, auf sein präsidentielles Vetorecht zu verzichten. "Als Raucher, ja sogar als Kettenraucher, wäre ich dann in einem Interessenkonflikt", sagte der 72-Jährige. (…)
Erhöht wurden zudem die Strafen für den Verkauf von Tabak und Alkohol an Minderjährige. (…)
In Tschechien greift rund jeder vierte Erwachsene regelmässig zu Zigarette, Pfeife oder Zigarre. Schätzungen gehen davon aus, dass jedes Jahr rund 18'000 Menschen aus dem EU-Staat im Zusammenhang mit dem Tabakkonsum sterben.

 

Le Quotidien Jurassien 29.03.2016 / SANTE PUBLIQUE

Fumer en toute liberté en prison?

C’est un fait notoire: les détenus fument dans presque toutes les prisons du canton de Berne. Récemment, la presse alémanique indiquait que la tabagie était tolérée parce que cela calmait les détenus. On apprenait même que les cigarettes étaient distribuées gratuitement aux détenus sans ressources.
Cette réalité n'a pas échappé au député évangélique de Münchenbuchsee Ruedi Löffel-Wenger qui a questionné le Conseil-exécutif bernois au sujet, notamment, du tabagisme passif dans les prisons.

Fumeuses précisions
Dans sa réponse, le Gouvernement rappelle que, dans les prisons bernoises, il est permis aux détenus de fumer uniquement dans les cellules et la cour de promenade. «Les nonfumeurs sont généralement placés dans des cellules individuelles, ce qui permet de respecter les dispositions légales. Et de préciser: «Il peut néanmoins arriver gué des émanations parviennent dans les couloirs à partir d'une cellule trop enfumée ou trop peu aérée.
Le Gouvernement précise en outre que la distribution gratuite de cigarettes est réservée à une catégorie bien définie de personnes. Il conteste de ce fait l'affirmation selon laquelle des détenus pourraient devenir dépendants à la nicotine en prison. PCE

 

Radio Energy Bern 14.03.2016 / News 12 Uhr

Schutz vor Passivrauchen in Berner Gefängnissen

Häftlinge haben sich über die Medien beschwert, dass in Berner Gefängnissen rund 90% der Insassen rauchen, auch in den Zellen. Nun hat Gesundheitspolitiker Ruedi Löffel eine Anfrage eingereicht. Er will vom Regierungsrat wissen, wie der Schutz vor Passivrauchen in Berner Gefängnissen umgesetzt wird.

 

TagesAnzeiger 02.02.2016

Für Nichtraucher sind Gefängnisse «die Hölle»

Im Kanton Bern herrscht überall Rauchverbot – ausser im Gefängnis. Die Nichtraucher leiden. (...)
Weiterlesen

 

Neue Zürcher Zeitung 09.07.2015

Gastro-Rauchverbot in Wien beschlossen

(dpa) Das Ende eines der letzten «Raucherparadiese» Europas ist besiegelt. In Österreichs Gaststätten darf ab Mai 2018 nicht mehr geraucht werden.
Das am Mittwoch vom Parlament in Wien mit klarer Mehrheit beschlossene Rauchverbot gilt dann auch für Wasserpfeifen und E-Zigaretten. (...)

 

Zuger Presse 25.02.2015 / Rauchverbot

Zuger Wirte ziehen positive Bilanz

Fünf Jahre nach der Einführung des Rauchverbots in Gaststätten sind die Zuger Wirte mehrheitlich zufrieden.
«Die Gäste essen mehr - und das ist gut für den Umsatz. Die Raucher gehen zwischendurch auf die Terrasse», zieht beispielsweise Otto Zenger, Wirt im «Rütli» in Zug eine durchaus positive Bilanz. Das hat eine Umfrage unter Zuger Gastwirten ergeben. (...)
Das Ergebnis der Umfrage freut Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann (FDP): «Die liberale Zuger Regelung hat eine Win-win-Situation für Raucher und Nichtraucher geschaffen.
Das freut mich als Gesundheitsdirektor.»

Kommentar: Ein eher überraschendes Ergebnis
Die Meinungen waren vor mehr als fünf Jahren noch recht geteilt, als das Gesetz zum Eindämmen des Zigarettenqualms in Gaststätten eingeführt wurde. Nicht wenige Wirte fürchteten einen massiven Gästeschwund und den damit einhergehenden Ruin. Rauchgegnern hingegen ging die Zuger Regelung mit den Fumoirs und den kleinen Raucherlokalen
nicht weit genug.
Von Widerstand gegen das Gesetz ist jetzt kaum noch etwas zu hören. Es scheint, als hätten sich Wirte, Gäste und Rauchkritiker mit der Regelung arrangiert. Angesichts der damals doch massiven Kritik von beiden Seiten ist das ein eher überraschendes Ergebnis. So hat sich die liberale Zuger Haltung - die damals ein gewisses Durchhaltevermögen der Regierung erforderte - doch gelohnt. fionan.hofermugerpresse.ch

 

Der Bund 14.01.2015

Totales Rauchverbot

Wien - Österreich will ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie einführen. Bis zum Sommer solle es dazu einen Parlamentsbeschluss geben, teilte die rot-schwarze Regierung gestern in Wien mit. Bisher durfte in separaten Raucherräumen gequalmt werden. (dpa)

 

sda 01.06.2014

Russland: Rauchverbot wird ausgeweitet

In Russland ist am Sonntag eine weitreichende Anti-Tabak-Gesetzgebung in Kraft getreten. Jede Form der Werbung für Zigaretten und andere Tabakprodukte ist dann verboten. In Geschäften dürfen Zigarettenpäckchen nicht mehr zu sehen sein - wer eins kaufen will, kann zur Auswahl nur einen Katalog ohne Abbildungen und Logos zur Hand nehmen.
Das Rauchverbot, das bereits für öffentliche Gebäude wie Schulen und Spitäler sowie den öffentlichen Nahverkehr gilt, wird auf Restaurants, Cafés und Hotels ausgeweitet. Offiziellen Angaben zufolge rauchen in Russland etwa 40 Millionen der 143 Millionen Einwohner. Jedes Jahr sterben rund 400'000 Russen an Krankheiten, die mit dem Rauchen zusammenhängen. (sda)

 

Berner Zeitung 11.02.14 (Front)

Keine rauchenden Köpfe mehr wegen Rauchverbot

BERN Seit fünf Jahren ist im Kanton Bern das Rauchen in Restaurants verboten. Von 6517 Gastrobetrieben bieten heute 826 ein Fumoir an.
Gross war der Aufschrei bei Rauchern, als im Kanton Bern am 1. Juli 2009 das Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen in Kraft trat. Heute, bald fünf Jahre später, ist das Rauchverbot akzeptiert.
Marc Heeb, Leiter Orts- und Gewerbepolizei der Stadt Bern, sieht kaum mehr Konfliktpotenzial. «Im Grossen und Ganzen verhalten sich Raucher heute kooperativ», sagt Heeb. Beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland tönt es ähnlich. Es habe in den letzten Jahren kaum mehr Strafbefehle gegeben, weil jemand verbotenerweise drinnen geraucht hätte.
Auch laut dem Verband Gastro Stadt Bern und Umgebung haben sich die Gäste an das Rauchverbot gewöhnt. Nur auf dem Land sei die Aufregung auch heute noch etwas grösser. Man wolle dort zu seinem Feierabendbier eine Zigarette rauchen dürfen.
Raucher im ländlichen Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen haben die besten Chancen, ein Restaurant mit Fumoir zu finden. Von insgesamt 192 Castrolokalen haben 57 ein Fumoir. Das entspricht einer Quote von fast 30 Prozent. Im ganzen Kanton gibt es 6517 Gastrobetriebe. In 12,7 Prozent aller Lokale oder jedem achten ist ein Fumoir eingebaut. ehi

 

Berner Zeitung 25.09.12

Bern fordert im Gegensatz zu anderen keine Lockerungen

RAUCHVERBOTE Nach dem deutlichen Nein zur Raucherinitiative wird in verschiedenen Kantonen der Ruf nach weniger restriktiven Regelungen laut. (...)

Wichtige Rechtssicherheit
Im Kanton Bern ist man in Gastrokreisen hingegen der Ansicht, dass man es bei der bestehenden Regelung belassen sollte. «Wir haben vor der Abstimmung betont, dass wir bei den heutigen Vorschriften bleiben wollen. Daran hat sich nichts geändert», betont Eveline Neeracher, Präsidentin von Gastrobern auf Anfrage. Der Kanton Bern verfügt seit zwei Jahren über eine leicht restriktivere Lösung im Vergleich zu den vom eidgenössischen Parlament abgesegneten Mindeststandards. So sind bediente Fumoirs erlaubt, aber keine Raucherbeizen. Bisher habe kein Mitglied sie dazu aufgefordert, nun Lockerungen anzustreben, betont Neeracher: «Der Vorstand wird von sich aus auch keine Schritte in diese Richtung unternehmen», betont die Gastrobern-Präsidentin, «schliesslich geht es auch um die Rechtssicherheit der Wirte.» Zudem habe man sich mit den heutigen Regelungen arrangiert und sei zufrieden damit. (...) Gregor Poletti

 

TeleBärn News 23.09.12 ab 18.00 Uhr im Stundentakt


Link
(Beitrag ab 15:00)

 

Schweizer Fernsehen Abstimmungsstudio 23.09.12, 13.30 Uhr

 

Bieler Tagblatt Leserbriefe 13.09.12

«Ich würde gerne wieder im Rauch arbeiten»

In Bern sind die Restaurants seit gut drei Jahren rauchfrei. Noch nie habe ich seither Angestellte sagen hören «ich vermisse den Gestank» oder «ich würde gerne wieder im Rauch arbeiten». Die Initiative «Schutz vor Passivrauch» sorgt dafür, dass die Angestellten in der ganzen Schweiz vor dem giftigen Passivrauch geschützt werden.
Ein Ja zur Initiative schafft zudem gleich lange Spiesse für alle Gastrounternehmen, beseitigt Ungleichbehandlung und definiert klare Regeln. Ruedi Löffel, Grossrat EVP, Münchenbuchsee

 

ARENA Schweizer Fernsehen 07.09.2012

Abstimmungs-Arena: Initiative «Schutz vor Passivrauchen»

Schweizweit keine Raucherbeizen mehr und ein generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz. Die Initiative «Schutz vor Passivrauchen» der Lungenliga erhitzt die Gemüter: Schützt sie Nichtraucher vor dem schädlichen Qualm oder schiesst sie über das Ziel hinaus? Mit einem Ja könnten viele Krankheiten verhindert werden, sagen die Befürworter. Für die Gegner ist das heutige Rauchergesetz ausreichend und der Staat solle die Freiheit der Bürger nicht noch mehr einschränken.
Link
>>> die "wichtigste" Szene von 14:55 bis 19:55

 

Deutsches Krebsforschungszentrums (DKFZ) 02.07.12

Rauchfreie Gaststätten in Deutschland 2012:
Erstmals Mehrheit der Raucher für Rauchverbot

Die Zustimmung der Bevölkerung zur rauchfreien Gastronomie steigt weiter an. Laut einer Umfrage im Auftrag des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg sprechen sich aktuell mehr als drei Viertel der Deutschen (77,5%) für ein Rauchverbot in Gaststätten aus. Im Jahr 2005 – also vor Inkrafttreten der Nichtraucherschutzgesetze – lag die Zustimmung nur bei 53%.
"Besonders freut uns, dass im Jahr 2012 mit 51% erstmals auch die Mehrheit der Raucher positiv gegenüber der rauchfreien Gastronomie eingestellt sind", sagt Dr. Martina Pötschke-Langer vom DKFZ in Heidelberg. Dies zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage unter 2000 Deutschen über 16 Jahren, die das DKFZ in Auftrag gegeben hatte und die von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführt wurde. Besonders hoch ist der Umfrage zufolge die Zustimmung zu einem Rauchverbot in Gaststätten unter Nichtrauchern (93%), Exrauchern (87%) und Gelegenheitsrauchern (71%).
Auffällig ist auch, dass die Befürworter von rauchfreien Gaststätten quer durch alle politischen Parteien klar in der Mehrheit sind. Am höchsten ist die Zustimmung mit über 80% bei den Wählern von CDU/CSU und Grünen. Auch zwei von drei Wählern der Piratenpartei sprechen sich für rauchfreie Gaststätten aus. (...)

 

web.de 13.03.12

Studie: Weniger Herzinfarkte durch Rauchverbote

(...) Die Rauchverbote in Gaststätten haben laut einer Studie die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland deutlich verringert. Nach Einführung der Nichtraucherschutzgesetze 2007 und 2008 gingen die Klinik-Behandlungen wegen eines Herzinfarktes um 8% zurück, wie aus einer am 13. März in Berlin veröffentlichten Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit hervorgeht.
Die Zahl der stationären Behandlungen wegen Angina pectoris, einer Vorstufe des Herzinfarkts, sanken sogar um 13%. Es handelt sich um die erste umfangreiche Untersuchung in Deutschland zu diesem Thema. Krankenhausdaten von mehr als drei Millionen Versicherten wurden über fünf Jahre ausgewertet. (...). Rauchverbote hätten sich als sinnvoll erwiesen. Denn: "Die schädliche Wirkung trifft nicht nur den aktiven Raucher, sondern auch den Passivraucher", sagt der Mediziner. Das bestätigten diverse Studien. Durch die Aufnahme von Schadstoffen aus dem Zigarettenrauch verkrampfen die Gefäße, wie der Kardiologe erläutert.
Auch die Durchblutung und die Fließeigenschaften des Blutes verschlechtere sich. Der gesamte Körper werde so weniger gut durchblutet, die Haut schlechter versorgt. Im schlechtesten Fall verklumpt das Blut, es kann zu Ablagerung oder gar Gefäßverschlüssen kommen. Betrifft das ein Herzkranzgefäß, ist der Herzinfarkt da. (...)

 

focus.de 06.03.12

Rauchverbot verhindert Frühgeburten

Schottische Forscher haben nachgewiesen, dass die Zahl der Frühchen seit Einführung des Rauchverbots um 10% gesunken ist. Außerdem kamen weniger Babys zu klein und mit zu geringem Gewicht zur Welt.
Seit Einführung der Anti-Rauch-Gesetze sei die Zahl der Frühgeburten und die der Neugeborenen, die für ihr Alter viel zu klein seien, deutlich zurückgegangen, heißt es in einer Untersuchung der Universität Glasgow, die im Fachjournal „PLoS Medicine“ erscheint.
Ein Zusammenhang zeigte sich sowohl bei rauchenden als auch nichtrauchenden Müttern – was erneut beweise, wie gefährlich Passivrauchen sei. „Die Beweise, dass die Tabak-Kontrolle durch Gesetze positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat, nehmen weiter zu“, heißt es in der Studie. Weitere Länder sollten mit eigenen Regelungen nachziehen, empfehlen die Forscher.

Acht Prozent weniger extrem kleine Babys
Als Grundlage nutzten die Wissenschaftler Daten zu allen Neugeborenen in Schottland, die zwischen Januar 1996 und Dezember 2009 das Licht der Welt erblickten. Schottland hatte seine Anti-Raucher-Gesetze im März 2006 eingeführt. Seither sei die Zahl der Frühchen um zehn Prozent zurückgegangen, schreiben die Forscher.
Außerdem seien 5% weniger Babys zu klein geboren worden, unter den extrem kleinen Kindern betrug der Rückgang sogar 8%. Die Zahl rauchender Mütter sei von 24,5% vor dem Rauchverbot auf 18,8% danach gesunken, schreiben die Autoren der Studie.
In Schottland ist das Rauchen in öffentlichen Räumen komplett untersagt, in der Folge brachen auch die Herzinfarkt-Zahlen in dem britischen Land ein. Deutschlandweit gibt es die strengsten Nichtraucher-Schutzgesetze in Bayern, wo sich 2010 in einem Volksentscheid 61% der Bürger für die Neuregelung aussprachen. saw/dpa

 

Berner Zeitung / Bieler Tagblatt 30.12.11

Rauchen an der Front nur bei Durchzug legal

Wenn den Gästen die Zugluft zu kalt ist, werden die Wintergärten an der Front oder das Zelt vor dem SBB-Restaurant auf der Grossen Schanze in Bern schnell einmal zum illegalen Fumoir. Erlaubt wäre das Rauchen nur in Räumen, die mindestens auf zwei Seiten offen sind.
(...) Seit letzten April haben die Restaurantbetreiber am Bärenplatz eine detaillierte, allerdings recht komplizierte Vereinbarung mit dem Regierungsstatthalter. In den Wintergärten darf geraucht werden, wenn es in der ganzen Reihe keine Zwischenwand hat und wenn die beiden äussersten Restaurants gleichzeitig ihre Seitenwände, ihr Dach oder eine Front offen halten.

«Gibt keinen Spielraum»
«Bei uns ist das immer der Fall», versicherten die Betreiber der beiden betroffenen Restaurants, Fédéral und Way to India, auf Nachfrage. Allerdings stimmt dies zumindest in Einzelfällen nicht. Lukas Uehlinger vom Fédéral räumte denn auch ein, dass es Ausnahmen geben könne, etwa dann, wenn es stark winde. Die Gewerbepolizei hat wegen solcher Ausnahmen bisher noch keine Reklamationen erhalten. Toleriert würden sie aber nicht.
Nicht nur für den EVP-Grossrat Ruedi Löffel, der während Jahren die treibende Kraft für den Passivrauchschutz im Kanton Bern war, wäre die stillschweigende Duldung von illegalen Raucherzonen inakzeptabel. Auch Evelyne Neeracher, die Präsidentin des Wirteverbands Gastro-Stadt-Bern, findet, dass sich die Wirte bei den Rauchervorschriften strikt ans Gesetz halten müssten: «Es ist klar geregelt, was erlaubt ist. Da gibt es keinen Spielraum», erklärt sie.
Diese strenge Haltung hat gute Gründe: Jene Restaurants, die es den rauchenden Gästen etwas gemütlicher machen, indem sie die offenen Seitenwände schliessen, verschaffen sich einen Vorteil. Die Dummen sind jene Wirte, die sich ans Gesetz halten und die Raucher gesetzeskonform hinaus in die Kälte schicken.
Esther Diener-Morscher

 

NZZ online 22.12.11

Rauchverbot soll nicht verschärft werden

Die Bundesregelung zum Nichtraucherschutz soll nicht weiter verschärft werden. Der Nationalrat sprach sich mit klarem Mehr gegen die Volksinitiative der Lungenliga aus. Das Volksbegehren will unter anderem auch das Rauchen in Einzelbüros verbieten.
(...) Die Befürworter der Initiative argumentierten mit wissenschaftlichen Befunden, appellierten an die Solidarität mit Gastronomie-Angestellten und forderten ein Ende des «Regel-Wirrwarrs» in den Kantonen. Vergeblich.. (...)
Maja Ingold (evp., Zürich) versuchte, die alarmierten Raucher zu beruhigen: In ihrem Heimatkanton Zürich hätten die Raucher nach der Gesetzesverschärfung schnell dazugelernt. «Selbst Hardcore-Raucher müssen heute zugeben: Man raucht weniger im Winter», sagte sie. Eine Regelung, die sich bereits heute in acht Kantonen und den Nachbarländern bewähre, könne nicht so unsinnig sein.
Raucherbetriebe sind zurzeit nur noch in 11 Kantonen erlaubt. Diese weniger strengen Kantone liegen mit Ausnahme des Aargau und Jura alle in der Ost- und Innerschweiz. Pionierkanton des Rauchverbots ist das Tessin.

 

NZZ online 27.11.11

Basler Nichtraucherschutz bleibt streng

Der Nichtraucherschutz bleibt in Basel-Stadt streng: Eine Wirte-Initiative für eine Lockerung wurde mit 23'591 gegen 23'379 Stimmen sehr knapp abgelehnt, dies bei 44,23 Prozent Stimmbeteiligung. So darf in Fumoirs weiter nicht bedient werden.
Die Initiative «Ja zum Nichtraucherschutz ohne kantonale Sonderregelung» wollte, dass im Stadtkanton das weniger strenge Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen gilt. Dieses lässt indes den Kantonen offen, strengere Regeln zu erlassen, was 14 grosse Kantone auch tun. So sind in Basel in öffentlichen Gaststätten nur unbediente Fumoirs zugelassen. (...)

 

Blick am Abend 10.11.11

Rauchverbot tut den Kellnern gut

STUDIE. Rauchfreie Zonen beugen Herzinfarkten vor.
Wie gefährlich ist Passivrauchen wirklich? Prof. Martin Röösli vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Insitut in Basel untersucht seit einem Jahr in einer nationalen Studie Serviceangestellte und Mitarbeiter von Bars, die in rauchfreien Betrieben tätig sind. Allesamt Nichtraucher. «Vor der Einführung rauchfreier Gastrobetriebe zeigte sich, dass das Risiko für Herzinfarkte für Mitarbeitende zunimmt», sagte Röösli heute am Tabakpräventionskongress.
Dank der Einführung rauchfreier Gastrobetriebe verbesserte sich der Gesundheitszustand massiv. (...)

 

20 Minuten 29.08.11

Erwischt: Tschäppät paffte am YB Kids Day Zigarre

BERN. Obwohl der Stadionspeaker am YB Kids Day die Zuschauer aufforderte, nicht zu rauchen, griff einer zur Zigarre: Stapi Alexander Tschäppät.
Wenn YB gegen den FC Thun im Derby antritt, ist dies immer ein sportliches Highlight. So auch am Sonntag vor einer Woche. Nicht sonderlich sportlich verhielt sich aber Alexander Tschäppät: Der Stapi soll nämlich am Kids-Day pausenlos Zigarren gepafft haben. Dies, obwohl der Speaker die Besucher vor dem Match dazu aufgefordert hatte, das Rauchen zu unterlassen, wie eine Leserin der «Berner Zeitung» schreibt.
«Unpassend», findet auch EVP-Grossrat Ruedi Löffel Tschäppäts Griff zur Zigarre. «Insbesondere am Kids Day sollte der Stadtpräsident ein Vorbild sein und Rücksicht nehmen.» (...)

 

Basler Zeitung online 18.08.11

Raucher werden nicht vermisst

Seit eineinhalb Jahren müssen Basels Gastronomen nun mit dem Rauchverbot leben. Baz.ch fragte nach, wie es Nichtraucherbars und Clubs in der Basler Innenstadt ergeht - mit teilweise erstaunlichem Ergebnis.
(...) Überraschend klingt es in der «Cargo Bar». Geschäftsleiter Nikhil Bigler rühmt das Rauchverbot und sagt, dass die Bar entgegen der allgemeinen Befürchtungen trotz Rauchverbot keinen Gästerückgang zu verzeichnen habe. «Sicherlich haben ein paar Raucher dem Lokal den Rücken zugekehrt, doch durfte die «Cargo Bar» auch ein paar nichtrauchende Neulinge willkommen heissen», so Bigler. Diese hätten die Bar zuvor gemieden, weil ihnen der Raum zu verraucht gewesen wäre. Für den Geschäftsleiter steht fest, dass die «Cargo Bar» auf jeden Fall eine Nichtraucherbar bleiben wird. Die positiven Aspekte würden bei Weitem überwiegen. Der Raum würde nicht mehr unter der starken Rauchbelastung leiden und das Barpersonal fände es angenehmer, während der Arbeit nicht ständig zugequalmt zu werden, sagte Bigler. (...)
Wie unsere kleine Umfrage zeigt, überwiegen die positiven Erfahrungen der Nichtraucherlokale. Dies ist überraschend, hat der Wirteverband Basel-Stadt doch im Vorfeld mit «verheerenden Folgen» und grossen Gäste- und Umsatzeinbussen gerechnet. Bei der Mehrzahl der befragten Lokale scheinen aber die befürchteten negativen wirtschaftlichen Effekte nicht eingetroffen zu sein. Das Rauchverbot scheint für sie kein Problem darzustellen. Im Gegenteil, einzelne Besitzer und Geschäftsführer sind überaus froh, rauchfrei zu sein.

 

Welt online 14.08.11

Putin schockt Russen mit radikalem Rauchverbot

In Russland gibt es die Packung Zigaretten schon für 50 Cent, 40 Prozent der Bevölkerung rauchen. Doch nun will Wladimir Putin durchgreifen.
Russland sagt Millionen Rauchern den Kampf an und will schon bald das schärfste Tabakgesetz seiner Geschichte verabschieden. Künftig werde im größten Land der Erde das Rauchen nur noch zu Hause und auf der Straße erlaubt sein, berichteten russische Medien.
Im einzelnen sieht das Gesetz vor, Werbung und Verkauf deutlich einzuschränken und die Preise für Zigaretten zu erhöhen. Von 2014 soll das Rauchen in Fernzügen sowie auf Flughäfen und Schiffen verboten werden. Von 2015 an soll das Verbot auch für Restaurants, Cafés und Nachtclubs gelten.
(...) Das russische Gesundheitsministerium stellte auf seiner Internetseite bereits einen Stufenplan vor, der die Zahl der rund 44 Millionen Raucher landesweit reduzieren soll. Nach Angaben des Ministeriums nimmt Russland mit einem Raucher-Anteil von 40% an der Bevölkerung international eine Spitzenposition ein. Jährlich würden 400. 000 Menschen an ihrer Nikotinsucht sterben.

 

Radio Basel 30.06.11

Verbot für Verein "Fümoar" - alle Lokale rauchfrei

Basel. Die Fümoar-Vereine sind in Basel nicht mehr zulässig. Das haben die Basler Behörden entschieden. Das bedeutet, dass sämtliche Basler Restaurants und Diskotheken rauchfrei werden müssen. Sie dürfen das Fümoar-Modell nicht mehr anwenden. Das Vereinsmodell würde das Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen umgehen, teilten die Basler Behörden mit. Für kleine Raucherlokale gilt die Umstellung vor erst noch nicht: sie werden bis zu einer Raucher-Abstimmung im November toleriert. Das Basler Bau- und Verkehrsdepartement folgt damit einem Urteil des Bezirksgerichts Arbon im Thurgau. Dieses hatte vergangene Woche erstmals ein Raucher-Restaurant verboten.

 

Tagesanzeiger online 22.06.2011

Rauchen verboten – auch im Verein

Ein Wirt, der einen Verein betreibt, damit seine Gäste rauchen dürfen, verstösst gegen das Rauchverbot. Dies hat das Bezirksgericht im thurgauischen Arbon heute entschieden – zum ersten Mal in der Schweiz.
«In mein Lokal kommt nur rein, wer rauchen will. Deshalb verstosse ich nicht gegen das kantonale Rauchverbot», sagte der angeklagte Wirt und Betreiber einer Raucher-Bar vor dem Bezirksgericht Arbon. Die Bar sei nicht öffentlich zugänglich, deshalb müsse der Wirt freigesprochen werden und die per Strafbefehl ausgesprochene Busse von 300 Franken nicht bezahlen, forderte sein Verteidiger.

Präzedenzfall aus den 70er-Jahren
Ein als Restaurant geführter Verein habe den selben Zweck wie ein normales Restaurant, sagte hingegen die vorsitzende Richterin bei der Urteilseröffnung. Dies hätten Schweizer Gerichte bereits in den 70er-Jahren entschieden, als Wirte mit Vereinsgründungen rigorose Vorschriften zu den Öffnungszeiten umgehen wollten.
Laut den Vereinsstatuten habe auch der vom Angeklagten gegründete Verein das Ziel, Einnahmen aus dem Verkauf von Getränken zu erwirtschaften. Der Angeklagte habe das kantonale Rauchverbot umgehen wollen. Deshalb sei er schuldig und die Busse von 300 Franken gerechtfertigt. Das Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen ist im Thurgau seit dem 1. Mai 2010 in Kraft.

 

Bieler Tagblatt 24.06.11 Leserbriefe «Biel kennt das Raucherproblem im Gaskessel» - BT, 17. Juni

Prioritäten anders setzen

Mit Erstaunen habe ich zur Kenntnis genommen, dass Ruedi Löffel einen Vorstoss gemacht hat zum Rauchen im Gaskessel. Währenddem vor dem Gaskessel gedealt und Drogen konsumiert werden. Aber auf dieses Thema ist im Moment nicht näher einzugehen. Nichtraucherschutz mag ja gut und recht sein. Aber in Anbetracht dessen, dass es in der Schweiz erlaubt ist, ab 16 Jahren in der Prostitution zu arbeiten, finde ich diesen Vorstoss einen Verhältnisblödsinn.
Damit möchte ich nicht sagen, dass der EVP-Grossrat nicht schon aktiv geworden ist, wegen dieser Gesetzeslücke im Sexualstrafrecht. Offen lassen möchte ich auch, wie verschiedene Äusserungen von ihm von der Presse gewichtet werden. Fest steht, dass er schon mehrmals durch Antiraucherleserbriefe negativ aufgefallen ist. Ohne ihn jetzt beleidigen zu wollen, möchte ich ihm wünschen, dass er in Zukunft die Prioritäten anders setzt. Der immer weiter zunehmende Öko- und Gesundheits-fanatismus nervt mit der Zeit gewaltig.
Bruno Tiersbier, Schafis

 

Bieler Tagblatt 17.06.11

«Biel kennt das Raucherproblem im Gaskessel»

bal. Grossrat Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee) wollte gestern in der Fragestunde im bernischen Grossen Rat Auskunft zur Durchsetzung des Rauchverbots im Gaskessel Biel. Seit bald zwei Jahren ist im Kanton Bern das Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft. «Trotzdem», so Ruedi Löffel, gebe es noch einzelne Betriebe, die mit der Umsetzung Mühe bekunden. «Dazu gehört offenbar auch der Gaskessel in Biel.» (Das BT berichtete). Welche Massnahmen hier möglich seien, wollte Löffel von Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher wissen. Dessen Antwort lautete: «Der Gaskessel ist ein öffentlich zugänglicher Innenraum - Vorschriften zum Schutz vor Passivrauchen gelten auch da.»
Laut Rickenbacher habe Regierungsstatthalter Werner Könitzer bereits 2010 mit der Stadt Biel das Gespräch aufgenommen und auf das Problem aufmerksam gemacht. «Biel sucht derzeit mit den Betreibern des Gaskessels eine Lösung», so Rickenbacher.
Bisher habe es aber noch keine Strafurteile wegen Widerhandlung gegen dieses Gesetz für öffentlich zugängliche Innenräume gegeben. Es seien von der Regierung deshalb auch keine weiteren Massnahmen vorgesehen, um Gemeinden bei den Kontrollaufgaben zu unterstützen.

 

Journal du Jura 16.06.2011 / HEURE DES CONTROVERSES AU GRAND CONSEIL

Horreur, on fume au Gaskessel!

Ruedi Lôffel (PEV), grand pourfendeur des fumeurs devant l'Etemel, a appris avec horreur qu'on continue de fumer au Gaskessel de Bienne, la fameuse Coupole. Eh bien, le canton n'enverra pas les chars pour remettre à l'ordre les récalcitrants, ainsi que l'a promis le conseiller d'Etat Andreas Rickenbacher. Selon lui, les infractions à la législation en la matière ne sont pas légion et des sanctions pénales ne sont pas prévues. La Direction de l'économie publique conseille certes les communes en la matière, mais n'a cependant pas envisagé de mesures contraignantes supplémentaires. En ce qui concerne le temple biennois de la contre-culture, le préfet a attiré l'attention des gestionnaires du lieu en 2010 déjà. (...)

 

Lungenliga online 01.06.11

Abschlussevent Rauchfreie Lehre im Bierhübeli


Die Lungenliga Bern organisiert am 1. Juni 2011 ein Fest für alle erfolgreichen Lernenden im Bierhübeli!

Nach einem üppigen und feinen Apéro fand der offizielle Teil mit der Preisverlosung statt. Mit einer Ansprache von Herrn Ruedi Löffel, Grossrat EVP eröffneten wir die Verlosung. Frau Hug, Miss Amitié Bern, zog die Lose und überreichte die Preise den GewinnerInnen. Sandro Meli vom Radio Capital moderierte den Anlass.
(ganzer Beitrag)

 

SF Tagesschau 01.06.11

Rauchverbot wirkt sich positiv aus

Seit rund einem Jahr gilt schweizweit das Rachverbot in öffentlichen Räumen und Restaurants. Nun kommen verschiedene Studien zum Schluss, dass beispielsweise die Atemwegserkrankungen zurückgegangen sind.
(Beitrag Tagesschau)

 

Berner Zeitung online 30.05.11

Wie sich das Rauchverbot positiv auf unsere Gesundheit auswirkt

Der Kanton Genf präsentierte pünktlich zum Weltnichtrauchertag eine Studie zur Wirkung des Rauchverbots auf die Gesundheit. (...) Die Studie (...) zeigt auf, dass seit Einführung des Gesetztes die Anzahl Spitaleinweisungen wegen Atemwegserkrankungen um 19% gesunken ist. Ausserdem sank die Zahl der Herzinfarktspatienten um 7%. (...)
Im Tessin, der als erster Kanton der Schweiz das Rauchverbot schon vor vier Jahren eingeführt hat, liegen ebenfalls Studien vor, die die positive Wirkung des Verbots auf die Gesundheit aufzeichnen. (...) seit Einführung des Rauchverbotes ist die Anzahl der Herzinfarktsfälle (Myokardinfarkt) um circa 21% gesunken . Und eine breit angelegte Studie aus Schottland zeigt, dass seither 18% weniger Asthma-Anfälle bei Kindern registriert wurden. (...)

 

drugcom.de 13.05.2011

Nikotinabhängig durch Passivrauchen

Dass Passivrauchen nicht nur belästigen, sondern auch die Gesundheit belasten kann, ist bereits seit Jahren zweifelsfrei nachgewiesen. Passivrauchen erhöht aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass betroffene Personen selbst eine Nikotinabhängigkeit entwickeln oder ehemalige Raucherinnen und Raucher es deutlich schwerer haben, abstinent zu bleiben. Eine mögliche biochemische Erklärung für diese Beobachtungen liefert eine aktuelle Studie.
Die beim Rauchen aufgenommenen Nikotinmoleküle docken im Gehirn an Nikotinrezeptoren an und bewirken damit die Freisetzung bestimmter Neurotransmitter, die wiederum bestimmte physiologische und psychologische Auswirkungen haben. In einem Experiment wies ein US-amerikanisches Forschungsteam um Studienleiter Arthur Brody erstmals nach, dass die Nikotinrezeptoren im Gehirn auch durch moderates Passivrauchen besetzt werden - und Passivrauchen somit eine Nikotinabhängigkeit fördern oder aufrechterhalten kann. (…)
Einige der Versuchspersonen waren Raucherinnen und Rauchern. Bei ihnen führte das Passivrauchen zu signifikant erhöhtem Rauchverlangen (Craving). Das Verlangen zu Rauchen war dabei umso stärker ausgeprägt, je mehr Nikotin durch das Passivrauchen ins Gehirn gelangt war.
Insbesondere Kinder würden beim Passivrauchen, aufgrund einer vergleichsweise höheren Atemfrequenz bei geringerem Gewicht, vermutlich nochmals deutlich mehr Nikotin aufnehmen als Erwachsene, betonen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrem Fachartikel. Nach Angaben des Forschungsteam wurde das Rauchverbot in den USA bereits in vier Bundesstaaten auf private PKWs ausgeweitet, wenn Kinder an Bord sind. Aufgrund ihrer Ergebnisse fordert das Forschungsteam eine noch stärkere Ausweitung des Nichtraucherschutzes.
Quelle: Brody et al. (2011). Effect of Secondhand Smoke on Occupancy of Nicotinic Acetylcholine Receptors in Brain. Arch Gen Psychiatry. Published online May 2, 2011.

 

20 Minuten 20.04.11

Für 3 Mia Franken mehr in Restaurants konsumiert

26 Milliarden Franken setzten Restaurants und Kantinen im vergangenen Jahr um. Das sind 3,3 Milliarden Franken oder 12,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Für diese massive Steigerung sind gemäss dem Verband Gastrosuisse eine Reihe von Faktoren verantwortlich: die höhere Zahl der Bewohner und Beschäftigten in der Schweiz, das sehr gute Konsumklima sowie die Erholung im Tourismus-Sektor. (...)

 

sda 03.02.11

New York macht Rauchern das Leben schwer

Für Raucher wird das Leben in New York immer komplizierter: Künftig sind für sie auch Parks, Strände und Fussgängerzonen tabu.
Das New Yorker Stadtparlament hat am Mittwoch ein Gesetz zur Ausweitung des Rauchverbots in der Millionenmetropole beschlossen. Künftig darf auch in den 1700 Parks der Stadt, an Stränden und in Fussgängerzonen nicht geraucht werden. Die Abgeordneten votierten mit 36 zu 12 Stimmen für das strikte Rauchverbot. Nach der Unterschrift von Bürgermeister Michael Bloomberg soll das Gesetz in drei Monaten in Kraft treten. Verstösse werde mit einer Geldbusse von 50 Dollar bestraft. «In diesem Sommer werden die New Yorker auf der Suche nach frischer Luft und Erholung frei atmen können und sich an die Strände legen, die nicht mehr mit Zigarettenkippen bedeckt sind», erklärte Bloomberg, der als strikter Befürworter des Rauchverbots gilt.
Bereits seit neun Jahren gilt in New York ein Rauchverbot in Bars und Restaurants. Bloomberg erklärte, seit 2002 lebten die Einwohner der Stadt im Schnitt 19 Monate länger. (...)

 

Berner Zeitung 01.02.11 / GROSSER RAT

Eine halbe Stunde für Hess

Wegen SVP-Grossrat Erich Hess musste das Berner Kantonsparlament gestern wieder eine halbe Stunde für das Rauchverbot aufwenden.
Als SVP-Grossrat Erich Hess (Bern) gestern eine Motion vorstellte, die den Titel trug «Das kantonale Rauchverbot ist überflüssig », stieg der Lärmpegel im Grossen Rat. Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee) erstaunte das Desinteresse nicht: «Wenn etwas überflüssig ist, dann sicher nicht das Rauchergesetz, sondern dieser Vorstoss.» (...) Kurz: Gestern mochte im Grossen Rat niemand ernsthaft die Berner Regelung in Frage stellen. Mit 143 zu 4 Stimmen lehnte der Rat die Motion ab – nachdem er Hess eine halbe Stunde Aufmerksamkeit gewidmet hatte.

 

Langenthaler Tagblatt 01.02.2011 / Grosser Rat

Ohrfeige für "Raucher"-Hess

Das kantonale Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen bleibt in Kraft: Ein Vorstoss zur Abschaffung scheiterte gestern im Grossen Rat kläglich.
Das seit dem 1. Mai 2010 geltende nationale Rauchverbot genüge vollauf, sagte Grossrat Erich Hess (JSVP/Bern): «Das viel radikalere kantonale Rauchverbot ist deshalb überflüssig und abzuschaffen.» Besonders auf dem Land könnten viele kleine «Beizli» kein Fumoir einrichten. Hess verwies auf das nationale Gesetz, das es den Besitzern von Lokalen mit einer Fläche von unter 80 Quadratmetern überlässt, ob ihr Lokal rauchfrei sein soll oder nicht: «Das ermöglicht diesen Betrieben das Überleben.» Mit seiner Forderung biss Hess im Parlament jedoch auf Granit. Selbst seine SVP-Fraktion ging auf Distanz. (...)
Keinen guten Faden am Hess-Vorstoss liess Ruedi Löffel ( EVP/Münchenbuchsee): «Die Argumente und Begründungen sind nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben sind. Wenn etwas überflüssig ist, dann ist es diese Motion», so der politische Vater der «Berner Lösung». (...)
Hess liess sich nicht beeindrucken und hielt an seiner Motion fest. Doch das Parlament erteilte ihm eine schallende Ohrfeige – und schickte den Vorstoss mit 4 zu 143 Stimmen bei 3 Enthaltungen bachab. (...)

 

Journal du Jura 01.02.2011 / GRAND CONSEIL

Halte à la fumée

Il rêvait par ailleurs les yeux ouverts, Erich Hess. Estimant que la loi cantonale pour la protection contre le tabagisme passif est bien plus sévère que le texte fédéral, il proposait par voie de motion d'y renoncer au profit de la grande soeur. (...) Eh bien, il ne s'est trouvé que quatre parlementaires sur 143 - trois se sont abstenus - pour soutenir la motion. Grand pourfendeur de l'alcool et de la fumée, l'Evangélique Ruedi Lôffel, à l'origine de la loi cantonale, a parlé d'arguments loufoques et à côté de la plaque. Personnellement, il s'est réjoui que l'initiative de la Ligue pulmonaire aboutisse: «A ce moment, nous pourrons abolir la loi cantonale», a-t-il prédit. Utile précision, la ligue précitée juge que la législation actuelle est encore bien trop tolérante pour les fumeurs. A chaque pays ses talibans. (...)

 

sda 02.01.2011

Spanien hat ausgepafft

In Spanien gilt seit Sonntag eines der strengsten Rauchverbote in Europa. Nicht mal auf Spielplätzen darf geraucht werden.
Die Zigarette wird mit dem überarbeiteten Anti-Tabak-Gesetz nicht nur aus Bars und Restaurants, sondern auch von Spielplätzen, geschlossenen öffentlichen Räumen und schulischen Einrichtungen verbannt.
Bislang waren kleinere Bars sowie Restaurants mit abgetrennten Bereichen in Spanien vom Rauchverbot in Arbeitsräumen ausgenommen. Weil in der Praxis in fast allen Lokalen gequalmt wurde, waren Forderungen nach einer Neuregelung immer lauter geworden.
Die spanische Gesundheitsministerin Leire Pajin wertet das heftig umstrittene Gesetz als «wichtige Etappe beim Gesundheitsschutz der spanischen Bevölkerung». In Spanien sterben nach offiziellen Angaben jährlich 53.000 Raucher an den Folgen des Tabakkonsums.

 

Bund 31.12.10 von Simon Jäggi

"Tschäppät ist doch nur eine Löffel" - Mischa und Mascha blicken zurück

(...) Die zwei Bären Mischa und Mascha im Tierpark Dählhölzli lassen das bernische 2010 noch einmal Revue passieren.
(...)
Mascha:
Im Grossen Rat, aber fang jetzt nicht wieder damit an! Schon im letzten Jahr hast du ständig unsere ehrenwerte Politiker beleidigt. Das gehört sich nicht. Wir Ausländer müssen uns anpassen an die hiesigen Gepflogenheiten.
Mischa (murmelt): Blocher Motherfucker, Blocher Motherfucker . . .
Mascha: Ich warne dich! Das war ein Aussetzer unseres Stadtpräsidenten. Er hat sich entschuldigt. Die Sache ist gegessen.
Mischa: Getrunken wäre bessere Wort.
Mascha: Mischa!
Mischa: Ist doch kein Problem. Bei uns in Ussurien Tschäppät wäre nur eine Löffel.
Mascha: Ein Löffel?
Mischa: Eine Ruedi Löffel, Putin von Puritaner.
Mascha: Ach, Mischa, du Gastrobär. Auch im Jahr danach hast du das Rauchverbot noch immer nicht überwunden.
Mischa: Warum, kein Problem für mich. (...)
Mascha: Na toll . . .
Mischa: Doch, in Bern ist so: Wer nicht singen können, wird Popstar. Und wer können singen, wird Kellnerin.
Mascha: Du meinst Edita Abdieski. Aber dass sie Bümpliz beleidigt hat, das war nicht schön.
Mischa: Das ist wie bei Löffel von Ussurien. Wenn jemand mal sagen Wahrheit, es gibt Riesentheater. (...)

 

Ärzte Zeitung online 26.11.10

Passivrauchen: 600'000 Menschen sterben jährlich an den Folgen

(...) Weltweit gibt es etwa eine Milliarde Raucher. Erstmals hat nun die WHO in Zusammenarbeit mit skandinavischen Wissenschaftlern die Auswirkungen von Passivrauchen auf Kinder und erwachsene Nichtraucher in mehr als 190 Ländern untersucht. Die aktuellsten Daten, die ihnen für die Analyse zur Verfügung standen, stammen aus dem Jahr 2004. Den Schätzungen der WHO zufolge beruht weltweit 1% der Todesfälle pro Jahr auf Erkrankungen als Folge des Passivrauchens (...).
Von den mehr als 600'000 Menschen, die an den Folgen von Passivrauchen gestorben sind, war bei 380'000 eine koronare Herzkrankheit die Ursache, bei 165'000 Menschen waren es Infektionen der unteren Atemwege, bei 36'000 war es Asthma und bei 41'000 Lungenkrebs.
Am stärksten betroffen von den tödlichen Folgen des Passivrauchens sind erwachsene Frauen, die nie geraucht haben. Denn etwa 47% der Todesfälle sind Frauen, 28% Kinder und 26% männliche Nichtraucher. (...)
"Eltern wollen eigentlich nur das Beste für ihre Kinder", sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Krebshilfe. "Leider muss aber in Deutschland fast die Hälfte aller Kinder zu Hause passiv mitrauchen. Sie werden damit einem erheblichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt." Eltern hätten zudem eine große Vorbildfunktion: Wenn beide Elternteile rauchten, fingen die Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit später selbst an zu rauchen, so Nettekoven.
Ein Drittel aller Krebserkrankungen ist der Krebshilfe zufolge auf das Rauchen zurückzuführen. Die Deutsche Krebshilfe rät daher, dass Raucher auf keinen Fall in der Nähe von Kindern rauchen sollten, auch nicht am offenen Fenster in der Wohnung oder im Auto. Denn die Schadstoffe des Tabakrauchs setzten sich an Wänden, Möbeln oder Textilien ab. Lüften oder Lüftungsanlagen seien nicht geeignet, um die Belastung mit krebserregenden und anderen giftigen Stoffen aus dem Tabakrauch angemessen zu beseitigen.

 

Ärzte Zeitung online, 15.11.2010

Auch Polen geht mit Rauchern jetzt strenger um

WARSCHAU (dpa). Schluss mit einer der letzten Raucheroasen in der EU: Vom Montag an gilt auch in Polen an allen öffentlichen Orten ein Rauchverbot. In Krankenhäusern, Schulen sowie Kultur- und Sporteinrichtungen müssen die Raucher auf den Tabakgenuss ganz verzichten.
Auch in Musikclubs und Kneipen, die nur aus einem Raum bestehen, darf nicht mehr geraucht werden. In größeren Gaststätten können die Besitzer den Rauchern einen separaten, von anderen Räumlichkeiten strikt getrennten Saal zur Verfügung stellen. Auch in Betrieben, Hotels, an Hochschulen und auf Bahnhöfen können Raucherzonen eingerichtet werden.

 

Berner Zeitung 28.10.10 / Leserbrief zum Rauchverbot

Tiefere Prämien

Laut Lungenliga wurden bereits Umsatzrückgänge beim Tabakkonsum um 20% festgestellt. Dies sei sehr positiv! Nun gehen sicher auch alle Erkrankungen, welche auf das Rauchen zurückzuführen sind, zurück. Dies muss sich nun direkt auf unsere Krankenkassenprämien auswirken. Nun sind die Herren Löffel, Rickenbacher und die Lungenliga gefordert! Ich bin gespannt, ob diese sich nun für tiefere Prämien einsetzen. Roland Iseli, Bern

 

Tagesanzeiger 05.10.10

Tabakkonsum bricht in der Schweiz massiv ein

Das landesweite Rauchverbot in öffentlichen Räumen wirkt. In der Schweiz wird deutlich weniger geraucht. Die Tabakimporte schrumpfen.
Seit der Einführung des landesweiten Rauchverbots in öffentlichen Räumen auf den 1. Mai dieses Jahres gingen die Tabakumsätze im Detailhandel monatlich um bis 9% zurück. Eine parallele Entwicklung beobachtet die eidgenössische Zollverwaltung bei den Importen, wie der wissenschaftliche Mitarbeiter Matthias Pfammatter auf Anfrage von «Radio 1» bestätigt.
Von Mai bis August 2010 seien die Importe von Tabakwaren um 12,8% zurückgegangen. Auch Vertreter der Tabakindustrie bestätigten die Entwicklung auf Anfrage von «Radio 1». (...)

 

Bund 12.07.10 / Das Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen ist seit einem Jahr in Kraft

Die Polizei hat etwas über 30 Vergehen von Wirten geahndet

Jeder achte Betrieb hat ein Fumoir eingerichtet. Das Rauchverbot ist akzeptiert.
Die Einführung des Rauchverbots scheint reibungslos über die Bühne gegangen zu sein. In der Stadt Bern kam es zu einer Handvoll Anzeigen gegen Wirte und Gäste. Im übrigen Kantonsgebiet registrierte die Polizei 32 Vergehen von Wirten, 2 von Gästen sowie 2 von Personen, die in anderen öffentlich zugänglichen Räumen rauchten, wie bei der Kantonspolizei zu erfahren war.
Vor der Einführung des Verbots schätzten Fachleute, dass fünf bis zehn Prozent der Gastbetriebe ein Fumoir einrichten werden. Nun steht fest, dass es mehr sind. Aufgrund der Zahlen aus Bern und dem Emmental ergibt sich ein Anteil von gut zwölf Prozent. In Bern haben laut Marc Heeb, Leiter Gewerbepolizei, bisher 72 von gut 600 Betrieben ein Fumoir eingerichtet. Gleich ist das Verhältnis im Emmental (75 von rund 600). Gemäss Markus Grossenbacher, Regierungsstatthalter im Emmental, ist die Einführung des Gesetzes und die Bewilligung von Fumoirs «bisher gut gelaufen». Die Stimmung unter den Wirten reiche von «nicht begeistert» bis «zufrieden». Die Aufregung habe sich gelegt.
Ob wegen des Rauchverbots bereits Stellen verloren gingen, wie dies Gastrobern, der Verband der Wirte, Ende letzten Jahres befürchtete, ist unklar. (...) Generell lasse sich Folgendes sagen: Während Speiserestaurants kaum etwas spürten, seien es vor allem Kleinbetriebe wie Bars, Pubs oder die klassische Quartierbeiz, die Umsatzeinbussen hinzunehmen hätten. Vorgesehen sei, beim Kanton «auszuloten», ob sich einige Punkte in der Verordnung nicht etwas «branchenfreundlicher» ausgestalten liessen.
Von «offensichtlich positiven Effekten» spricht dagegen EVP-Grossrat Ruedi Löffel. Er hatte entscheidenden Anteil daran, dass im Kanton Bern vor Jahresfrist ein Rauchverbot eingeführt wurde. Seine Bilanz sei «durchwegs positiv». Dies zeigten ihm zahlreiche Rückmeldungen. Gerade für Menschen mit Atemwegsproblemen habe das Verbot einen grossen Einfluss auf ihr Wohlbefinden. Der Kanton Bern sei dem Ziel, dass Nichtrauchen im öffentlichen Raum zur Normalität wird, einen grossen Schritt nähergekommen, hält er fest. (...)

 

Berner Zeitung online 04.07.2010

Ausgeraucht am Oktoberfest

In einer viel beachteten Abstimmung haben die Bayern das schärfste Rauchergesetz Deutschlands beschlossen. Das Votum könnte Folgen für das ganze Land haben.
Die bayerischen Wähler haben bei einem Volksentscheid am Sonntag mit grosser Mehrheit das schärfste Rauchverbot in Deutschland beschlossen. Ab 1. August ist das Rauchen in der Gastronomie vollständig verboten. Die bisherigen Ausnahmen für abgetrennte Gasträumen, kleine Kneipen und Bierzelte wurden gestrichen. (...)
Damit darf künftig in Bayern auch nicht mehr auch nicht mehr auf dem Oktoberfest geraucht werden. Betroffen von dem Verbot sind auch Nebenzimmer in grösseren Gaststätten oder Vereinsgaststätten. Nur ganz wenige Ausnahmen gibt es noch: Zum Beispiel dürfen psychisch Kranke weiter in speziellen Räumen in Kliniken rauchen.
(...)
Wie die Behörden mitteilten, stimmten 61% der Wahler für den Gesetzentwurf der Bürgerinitiative «Für echten Nichtraucherschutz», die von SPD, Grünen, dem Landessportbund und Ärztegruppen unterstützt wurde. Die anderen 39% stimmten für die Beibehaltung des gelockerten Gesetzes. Die Stimmbeteiligung war mit 37,7% sehr niedrig. (...)

 

20 Minuten 01.07.2010

Umstrittene Bilanz zum Rauchverbot

Heute ist das Rauchverbot in den Berner Beizen seit genau einem Jahr in Kraft. Der «Vater» des Passivrauchschutzes, Grossrat Ruedi Löffel (EVP), zieht eine positive Bilanz: «Die Belästigung durch Rauch im öffentlichen Raum hat massiv abgenommen und die meisten Leute sind glücklich darüber.» Es liege aber am Kanton und den Gemeinden, das Gesetz noch konsequenter anzuwenden. Laut Heinz Pfeuti von der Kapo Bern bereitet die Umsetzung des Verbots kaum Probleme. Auch wenn die Gäste nun draussen rauchten, liessen sich Nachtruhestörungen nicht ausschliesslich auf das Rauchverbot zurückführen. (...)

 

PRESSEMITTEILUNG CIPRET WALLIS 23.06.2010

Rauchfreie Gastronomie: 81% der WalliserInnen sind zufrieden

Knapp ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Gesundheitsgesetzes kann aufgrund einer vom M.I.S Trend Marktforschungsinstitut bei der Walliser Bevölkerung durchgeführten Umfrage eine mehr als positive Bilanz hinsichtlich des Rauchverbots in öffentlichen Einrichtungen gezogen werden. 81% der WalliserInnen sind mit der rauchfreien Gastronomie zufrieden (58% sehr zufrieden). Die Zustimmung ist somit seit der Volksabstimmung im November 2008 (75% Ja-Stimmen) sogar noch gestiegen. Auch 53% der RaucherInnen heissen das Rauchverbot gut. Die Walliser Bevölkerung lehnt eine Lockerung des Gesetzes ab, sondern wünscht sich einen wirksamen Schutz. (…)

 

Hotelrevue 03.06.2010

Einziger Hotelier im Rat

Erstmals seit den Wahlen tagt das bernische Kantonsparlament. Hotelier Hans Kipfer (EVP) ist mittlerweile der einzige Branchenvertreter im 160-köpfigen Rat. Theres Lagler
Seit Anfang dieser Woche läuft nicht nur die Session des eidgenössischen Parlaments sondern auch die Session des bernischen Grossen Rats. Das Kantonsparlament tagt erstmals seit den Wahlen im März in der neuen Zusammensetzung. Die Vertretung der Branche ist geschrumpft: Während sich in den vorangegangenen Jahren Klaus Künzli, Präsident von Gastrosuisse, Marianne Staub, ehemalige Präsidentin von Thun Tourismus, Matthias Kurt, Lenker Touristiker, und Hans Kipfer, Thuner Hotelier, für die Anliegen des Tourismus einsetzten, kämpft Hans Kipfer nun allein auf weiter Flur. (…)

Unvollständige Wahlplattform und Nachwehen zum Rauchverbot
Interessant ist, dass mit Hans Kipfer ein Hotelier gewählt wurde, der nicht auf der Wahlplattform von Gastrobern zu finden war. Der EVP-Politiker erklärt sich diesen Umstand damit, dass er kurz vor dem Wahlkampf, Ende 2009, die Geschäftsführung des Gwatt-Zentrums am Thunersee, das Mitglied von Gastrobern und hotelleriesuisse ist, abgegeben hat. Aber auch seine Parteizugehörigkeit könnte eine Rolle gespielt haben. So war kürzlich im Bund zu lesen, dass Gastrobern-Präsident Casimir Platzer am 6. Tag des bernischen Gastgewerbes kritisierte, dass der EVP-Mann gar kein echter Gastro-Interessenvertreter sei. Der Hintergrund: Kipfers Parteikollege Ruedi Löffel gilt als Vater des bernischen Rauchverbots und ist bei der Verbandsspitze entsprechend unbeliebt. Grossrat Kipfer vertritt eine klare Haltung: «Die Gesellschaft hat sich gewandelt. Der Passivrauchschutz entspricht einem Bedürfnis. Wenn wir das ignorieren, stehen wir im Abseits.» Kipfer befürwortet deshalb die bernische Lösung mit bedienten Fumoirs. (…).

 

Oltner Tagblatt / MLZ 14.06.2010

Kein Zurück zu Raucherbeizen im Kanton Solothurn

(…) Bei einer bescheidenen Stimmbeteiligung von 30,4% (…) lehnten fast zwei Drittel die Volksinitiative für die Wiederzulassung von Raucherbeizen bis 80 m 2 Fläche ab.
(…) Die Raucherbeizen-Initiative der in Olten gegründeten «IG für Freiheit in Kultur und Wirtschaft» war von Gastro Solothurn, FDP und SVP unterstützt worden. Das Solothurnervolk bekräftigte aber deutlich seinen Grundsatzentscheid von 2006 für rauchfreie Gastwirtschaften. Rauchen bleibt damit weiterhin nur in separaten Fumoirs erlaubt. (cva)

 

Bund 26.05.10

Dütschlers Deutungen: Wirtschaftsgeografie und Paragrafenreiter

Vor kurzem war ich bei Gastrobern zu Gast, bei den bernischen Beizern. Sie tagten auf dem Gurten, dem Könizer Hausberg, wie man in Köniz betont, und die Wirte beklagten die Einbrüche in der Branche seit der Einführung des Rauchverbots.
Natürlich fiel der Name des Grossrats und Präventionsspezialisten Ruedi Löffel (EVP), Vater des kantonalen Rauchgesetzes. Meine Bemerkung im Bericht über diesen Tag des Gastgewerbes («Bund» vom Freitag), es habe sich bei der Nennung seines Namens beinahe Pogromstimmung ausgebreitet, war weit übertrieben. Wahr ist, dass Löffel in Gastrokreisen nicht sehr beliebt ist.
Wahr ist weiter, dass die aufgeblähte Beizenszene in der Schweiz ein Strukturproblem hat, sodass auch ohne Rauchverbot viele Beizer finanziell den Salto mortale machen würden. Dennoch: Der (nicht rauchende) Beobachter empfindet es als Schildbürgerstreich, wenn ein Gesetz dazu führt, dass eine nikotinsüchtige Serviertochter das Tablett vor dem Fumoir abstellen muss, weil ihr der Rauch im Raucherstübli nicht zugemutet werden darf. Wahr ist aber auch, dass es die Branche verpasst hat, eigene Lösungen zu entwickeln, was auch Gastredner und Regierungspräsident Hans-Jürg Käser (FDP) monierte, laut Eigendeklaration ein «liberaler Mensch». (...)

 

Leserbrief zum Beitrag «Unwirtliche» Bedingungen in Gastrobranche im Bund vom 21.5.10

Wer stört wen?, das ist hier die Frage

Wir sind ein pensioniertes Ehepaar, und seit eh und jeh unfreiwillige Passivraucher.
Alles begann, als ich mit meinem ersten Kind schwanger war und mich mein kettenrauchender Chef in einem Grossraumbüro Monate lang einnebelte. Es war die Hölle für uns!
Alle von unserer Generation beschlossenen Natur- und Menschenschutz Massnahmen beabsichtigen die künftigen Bürger unseres Landes zu schützen. Dazu gehört auch das Recht nichtverrauchte, frische Luft frei atmen zu dürfen. Nun steht die Badesaison vor der Türe und damit der jährliche Kampf um erholsame Stunden im Marzili. Raucher und Raucherinnen setzen sich neben mich, packen ihre Zigis aus und ich muss - ungefragt natürlich - die penetranten Rauchwolken einatmen. Sogar die Haare beginnen nachhaltig nach Rauch zu stinken und ich suche mir ein anderes Plätzchen. Ein Ritual, das sich wegen meiner Allergie gegen das Passivrauchen mehrmals täglich wiederholt. Ist das Freiheit?
Fahren Sie nur fort Hr. Löffel! Wir waren von ihrem Auftritt in der Arena angetan, wie sie unser Anliegen mit klaren Argumenten vertreten haben. Es sind viele – und es werden immer mehr – die hinter ihnen stehen und für eine unbelastete Luft mitkämpfen! Magdalena Sasdi, Bern

 

Bund 21.05.10

«Unwirtliche» Bedingungen in Gastrobranche

Regulierungswut macht dem Gastgewerbe zu schaffen, doch müsse der «lethargische Haufen» selbst kämpferischer werden, sagte der Präsident von Gastrobern.
Mit «unwirtlichen Rahmenbedingungen» sehen sich die Wirte im Kanton konfrontiert. Am 6. Tag des bernischen Gastgewerbes auf dem Gurten legte die Verbandsspitze von Gastrobern gestern dar, wo der Schuh drückt: tiefe Promillegrenzen, die Gäste von entfernten Landbeizen fernhalten, oder das «schikanös umgesetzte» Rauchverbot, so Präsident Casimir Platzer. Er erschaudere bei Auftritten der Antiraucher-Lobby im Fernsehen, beim «freud- und trostlosen» Fanatismus des EVP-Grossrats Ruedi Löffel. Fällt in Wirtekreisen der Name des «Vaters» des bernischen Rauchverbots, kommt fast Pogromstimmung auf.

Initiative nach Wahlschlappe
Platzer kritisierte auch die eigenen Reihen: Die Wirte seien ein «lethargischer Haufen». Politische Kandidaturen aus der Branche für den Grossrat und andere Ämter scheiterten an mangelnder Unterstützung der Wirte. Im Grossen Rat sitze ein einziger Hotelier, der als EVP-Mann aber kein echter Gastro-Interessenvertreter sei. Platzer rief dazu auf, die Mehrwertsteuer-Initiative des Schweizer Gastgewerbes aktiv zu unterstützen.
Regierungsrat Hans-Jürg Käser (FDP), der als Student einst in England als Aushilfskellner tätig war, rauchte gestern im Festzelt nicht Pfeife, sondern beklagte «als liberaler Mensch» ebenfalls die Regelungsdichte. Nach jedem Einzelereignis rufe man nach scharfen Gesetzen. Er bedauerte aber auch, dass es die Gastrobranche nicht selbst geschafft habe, einen vernünftigen Nichtraucherschutz auf freiwilliger Basis einzuführen.
Die Regelungsdichte war auch der Kerngedanke des Gastredners, des Publizisten Beat Kappeler. Der einstige Gewerkschaftssekretär des SGB sagte, sobald sich Parlamente und Verwaltung über ein Problem beugten, komme immer eine komplizierte und teure Lösung heraus – und die aufwendigen Kontrollen müsse erst noch der Kontrollierte bezahlen. Es müsse wieder mehr Augenmass und Ermessen möglich sein. (mdü)

 

Bieler Tagblatt 04.05.10 / PARZIVAL MEISTER

Öldämpfe, aber kein Zigarettenrauch

Seit dem 1. Mai gilt auch in Produktionshallen und Büros ein Rauchverbot. Das bedeutet für viele: Wer trotzdem paffenwill, muss dazu ausstempeln.
(...) Wenn Mitarbeiter ausserhalb der Pause eine Zigarette rauchen wollen, zählt dies nicht mehr zur Arbeitszeit. Dieselbe Regelung hat auch die L. Kellenberger & Co. AG in Biel eingeführt. «Wer rauchen will, muss ausstempeln», erklärt Angela Selb von der Personalkommission. In der Produktionshalle des Betriebes im Längfeld trat das Rauchverbot einen Monat vor dem Bundesgesetz, also am 1. April 2010, in Kraft. Selb sagt, dass das Verbot von den 111 Mitarbeitern «akzeptiert» werde: «Ich habe jedenfalls nichts Schlechtes gehört.» Fumoirs hat die Firma keine eingerichtet. (...) «Es gibt sicher solche, die nun den Tag hindurch weniger rauchen als früher.»

Mehr Nichtraucherbetriebe
Betriebe, in denen noch in der gesamten Produktionshalle geraucht werden durfte, waren schon vor dem offiziellen Rauchverbot eher spärlich gesät. «Bei praktisch allen unseren Mitgliedern war das Rauchen im Betrieb schon vorher nur eingeschränkt möglich», sagt etwa Christof Burkard, Sekretär Politik und Arbeitsrecht bei Swissmechanic, dem Schweizer Verband mechanischtechnischer Betriebe. In vielen Grossbetrieben, so Burkard weiter, habe sich das Rauchverbot schon vor über zehn Jahren durchgesetzt. (...) Burkard meint, dass mittelgrosse Unternehmen in den letzten vier Jahren ihre Raucherkultur geändert «Meistens im Einklang mit den kantonalen Gesetzgebungen», so der Sekretär. Diese Aussage passt zur Firma Muller Machines SA in Brügg. Hier wurde das Rauchverbot per August 2009 eingeführt, also kurz nachdem im Kanton Bern das Verbot in Bars und Restaurants galt. «Das war ein guter Zeitpunkt. Das Rauchverbot wurde sozusagen salonfähig, wir haben nichts Neues vom Zaun gerissen», sagt Personalchefin Monica Meyer. Das Reglement habe man aber nicht nur wegen der Gesetzesänderung eingeführt. Die Geschäftsleitung habe von sich aus beschlossen, die Nichtraucher zu schützen. Zudem mache ein rauchfreier Betrieb auch gegenüber der Kundschaft einen besseren Eindruck. «Ein Widerstand von der Belegschaft kam nicht explizit rüber.

 

Tagesschau Schweizer Fernsehen 01.05.2010

Aschenbecher weg - jetzt sind wir rauchfrei

Das Rauchverbot in den Gaststätten ist nun in der ganzen Schweiz in Kraft. Um Mitternacht wurden die Aschenbecher eingesammelt und die Raucher nach Draussen geschickt. In unseren Nachbarländern gilt das Rauchverbot schon länger.
Link >>> die Nachbarländer ab 02:14 (Deutschland) / 02:49 (Frankreich) / 03:29 (Italien)

 

Aargauer Zeitung 01.05.2010

Verbot spaltet die Wirte in der Schweiz

Ab heute gilt in der ganzen Schweiz ein Rauchverbot in Restaurants. Viele Kantone verfügen bereits über teilweise strengere Vorschriften. So auch der Kanton Bern, der das Verbot am 1. Juli 2009 einführte. Was für die einen Wirte ein Segen ist, ist für andere Beizer ein unverhältnismässiger Eingriff in ihre Wirtschaftsfreiheit und Privatsphäre. Beim Zytglogge in der Berner Altstadt finden sich – nur einen Steinwurf voneinander entfernt – zwei solche gegensätzliche Beispiele.
(...) Gar nicht sonnig zumute ist es Silvia Chautems, der Wirtin des Restaurant des Pyrénées, gleich bei der Kornhausbrücke. Mit besorgtem Blick richtet sie die Mittagsteller für die Gäste an, die alle im Freien Platz genommen haben. «Jetzt, im Sommer, geht es. Doch der lange und harte Winter hat uns mächtig zugesetzt», sagt Chautems. Schuld daran sei das Rauchverbot , das dazu geführt habe, dass deutlich weniger Gäste den Weg ins «Pyrénées» gefunden hätten. «An die 20% weniger Umsatz habe ich diesen Winter gemacht; eine Katastrophe.» (...)
Adrian Iten, Teilinhaber des Adrianos’s Bar&Café, ist den Gesetzeshütern vor vier Jahren mit einem freiwilligen Rauchverbot zuvorgekommen. Der Grund dazu war ganz simpel: «In unserem kleinen Lokal liegt der Food relativ offen in der Vitrine. Es gab Gäste, die nach 16Uhr bemängelten, die Sandwichs würden nach Rauch stinken», erklärt der 43-jährige Wirt. Sei noch dazu gekommen, dass selbst er als Raucher volle Aschenbecher wie die Pest hasse. (...)
Als Sternstunde bezeichnet Adrian Iten den 1.Juli 2009, als Bern das Rauchverbot in öffentlichen Räumen einführte. Dieses habe dem Lokal seither mehr Gäste und 20% mehr Umsatz beschert. «Viele Gäste haben sich wohl gesagt, wenn ich schon nirgends mehr rauchen kann, dann gehe ich doch zum ‹Adrianos’s›.» Dass es Wirte gibt, die sich mit Händen und Füssen gegen das Rauchverbot stemmen, kann Iten nicht nachvollziehen. Wer sich diesem gesellschaftlichen Wandel entgegenstelle, werde in diesem Geschäft nicht lange überleben. «Wenn wir in zehn Jahren an geschlossene Räume zurückdenken, in denen geraucht werden durfte, dann werden wir ungläubig den Kopf schütteln», ist Iten überzeugt.

 

ARENA Schweizer Fernsehen 30.04.2010

Ausgeraucht

Am 1. Mai tritt das Rauchverbot in Restaurants und öffentlichen Räumen in der ganzen Schweiz in Kraft. Das umstrittene Gesetz sorgt für rote Köpfe auf allen Seiten. Eine Initiative will das Rauchverbot rückgängig machen und Wirte umgehen die Regelungen mit halblegalen Tricks. Die Lungenliga will noch weiter gehen und auch bediente Fumoirs und Ausnahmen verbieten. Link >>> die "wichtigsten" Szenen ab 11:30 / 41:20 / 59:25 / 1:10:26

 

Pressemitteilung rheinisch-westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung 27.04.2010

Rauchverbote führten nur zu geringen Umsatzeinbussen

Die in den deutschen Bundesländern eingeführten Rauchverbote haben kurzfristig zu Umsatzeinbußen im Gastgewerbe geführt. Diese fielen jedoch schwächer aus als von vielen Gastwirten befürchtet. An Zigarettenautomaten sorgte neben den Rauchverboten vor allem die seit 2007 vorgeschriebene elektronische Alterskennung für sinkende Umsätze. Zu diesen Ergebnissen kommen drei RWI-Untersuchungen rund um das Thema Rauchen auf Grundlage unterschiedlicher Daten. (...)

 

Bund 13.04.2010

20 Anzeigen wegen Rauchverbots

Die Umsetzung des Rauchverbots in Berner Restaurants klappt «erstaunlich gut», sagt der Leiter der Berner Gewerbepolizei, Marc Heeb. Christian Brönnimann
(...) Im Grossen und Ganzen sei die Umsetzung des Rauchverbots seit dem 1. Juli 2009 gut gelaufen – sogar «erstaunlich gut, angesichts der Polemik im Vorfeld», so Heeb. (...) Im Kanton Bern kam es bislang zu knapp 20 Anzeigen gegen Wirte wegen Verstössen gegen das Rauchverbot. Vier bis sechs hat die Stadtberner Gewerbepolizei laut Marc Heeb eingereicht, bei der Gewerbepolizei Biel waren es zwei Anzeigen. Die übrigen Regionen liegen im Zuständigkeitsbereich der Kantonspolizei. Laut Sprecherin Ursula Stauffer gab es hier elf Anzeigen, mehr als die Hälfte davon im Oberaargau. Zudem hat die Polizei vier Bussen à 40 Franken gegen Raucher ausgesprochen. (...)
In ländlichen Gebieten scheint das Rauchverbot ebenfalls eine breitere Akzeptanz gefunden zu haben als ursprünglich befürchtet. Im letzten Sommer prophezeite Urs Mäder, Präsident von Gastro Emmental, gegenüber «10 vor 10», dass sich rund ein Viertel der Emmentaler Wirte nicht an das Verbot halten werden. Heute sagt er: «Ich gehe davon aus, dass die meisten Wirte das Verbot einhalten.» Es gebe gewiss einige, die das ganze etwas «legerer handhaben». Dies sei jedoch die Ausnahme. Gestützt wird diese Einschätzung vom Emmentaler Regierungsstatthalter Markus Grossenbacher, der von Berufes wegen oft Restaurants besichtigt. Dabei sei ihm «nie aufgefallen, dass noch geraucht würde». (...)

 

Langenthaler Tagblatt / MLZ 01.04.2010

Rauchen in Festzelten bleibt verboten

(...) Bezüglich der Definition, was als Aussenraum gilt, bestehe beim bernischen Rauchverbot ein Vollzugsproblem, moniert die FDP in einer Motion. Die Verordnung oder nötigenfalls das Gesetz seien so anzupassen, dass das Rauchen «in unbeheizten öffentlichen Terrassen und Lauben, die seitlich oder gegen oben geöffnet sind», nicht mehr verboten sei. Erlaubt werden soll das Rauchen auch in Wintergärten mit Aussenraum-Charakter sowie in Zelten. «Mindestens dann, wenn sie auf einer Seite offen sind», schreiben die Motionäre.

Luftaustausch gewährleistet?
Der Regierungsrat hat kein Verständnis für das Anliegen. «Massgebendes Kriterium, ob ein Raum als Innenraum oder als Aussenraum gilt, ist die Frage, ob der Luftaustausch gleich wie im Freien möglich ist», schreibt er in seiner jetzt veröffentlichten Antwort. Dem Anliegen der Motionäre habe er zudem in der Verordnung teilweise Rechnung getragen: «Das Rauchen in Aussenräumen ist zulässig», so der Regierungsrat. Die im Vorstoss vorgeschlagenen Ergänzungen böten zudem Probleme. So sei das Kriterium Heizung nicht sachgerecht für die Unterscheidung zwischen Innenraum und Aussenraum. Ein auf einer Seite offener Raum könne durchaus als Aussenraum gelten, wie eine Laube bei einem Bauernhaus, die auf einer Längsseite offen ist. Sei jedoch nur eine Schmalseite offen, wäre der Luftaustausch nicht mehr gewährleistet.

Festwirte nicht bevorzugen
«Insbesondere wäre es abzulehnen, das Rauchen in Festzelten generell wieder freizugeben», betont der Regierungsrat. Einerseits würde so der Schutz vor Passivrauchen unnötig geschwächt und andererseits würden die Betreiber von Festwirtschaften gegenüber dem traditionellen Gastgewerbe ohne zureichenden Grund bevorzugt.
Gewisse Umsetzungsschwierigkeiten überraschten ihn aber nicht, denn mit dem Schutz von Passivrauchern sei eine neue Regelung eingeführt worden. Die Verwaltung werde sich weiterhin für Lösungen mit Augenmass einsetzen. Ergebe sich aufgrund von Erfahrungen Handlungsbedarf, würde er sich Präzisierungen in der Verordnung nicht verschliessen. Der Grosse Rat behandelt den Vorstoss in der Juni-Session. (uz)

 

Basellandschaftliche Zeitung / MLZ 01.04.2010

Basel hat ab heute ausgeraucht

Eine lange und von vielen als lästig empfundene Tradition ist um Mitternacht in Basel zu Ende gegangen: Das Rauchen in Restaurants und Beizen. Heute tritt das Rauchverbot im Stadtkanton in Kraft – einen Monat früher als im Baselbiet und in der übrigen Schweiz. (...)

 

NZZ online 30.03.2010

Genügend Unterschriften für Volksinitiative der Lungenliga

(sda) Die Volksinitiative der Lungenliga für ein national einheitliches Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden kommt nach Angaben der Initianten zustande. In 10 Monaten kamen über 120'000 Unterschriften zusammen, wie die Lungenliga am Dienstag mitteilte. (...)
Die Initiative der Lungenliga und über 50 weiterer Organisationen fordert ein generelles Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Innenräumen, die als Arbeitsplätze dienen - etwa in Restaurants oder Hotels. Diese Forderung geht über die ab dem 1. Mai geltende Bundesregelung hinaus.

 

Berner Zeitung 26.03.2010 / Leserbriefe

Gejammer

Wann hört das Gejammer endlich auf? Die Wirte sollten einmal überlegen, warum die Leute nicht mehr kommen. Wenn eine Tasse Kaffee zwischen Fr. 4.80 und 5.20 oder ein Mineralwasser, 3 Deziliter, Fr. 4.80 kostet, ist es ja auch möglich, dass die Gäste deswegen ausbleiben. Ich kenne Gaststätten, die sind immer voll – trotz oder gerade wegen des Rauchverbots.
Hans Jürg Graf, Sumiswald

 

Berner Zeitung 25.03.2010

Bund setzt rauchende Beamte an die Luft

Ab 1.Mai tritt das neue Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen in Kraft. In 100 Verwaltungsgebäuden sollten Fumoirs eingerichtet werden. Doch daraus wird nun nichts. Der Bund gibt die nötigen Mittel nicht frei.
Seit letztem Sommer gilt im Kanton Bern in allen öffentlichen Gebäuden ein striktes Rauchverbot. Nur in den Amtsstuben der Bundesverwaltung wird weiterhin munter Tabak abgebrannt. Schliesslich, so argumentierte der Amtsschimmel, sei nur der kleinste Teil der Gebäude öffentlich zugänglich und falle somit unter die kantonalen Bestimmungen. Es gebe darum keinen Grund, die Aschenbecher aus Büros und Kantinen zu entfernen.
Doch ab dem 1.Mai gibt es den Grund. Dann nämlich tritt das neue Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft, das beim Nichtraucherschutz einen schweizweit einheitlichen Mindeststandard vorgibt. Wie das kantonale Regelwerk sieht es ein Rauchverbot vor für geschlossene Räume, die öffentlich zugänglich sind: Kinos, Schulen, Museen, Einkaufszentren oder Verwaltungsgebäude. In Artikel 1a geht es jedoch noch einen kleinen, aber entscheidenden Schritt weiter: Das nationale Verbot gilt auch in Räumen, «die mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen», steht da. «Im Klartext bedeutet das, dass im besten Fall nur noch in Einzelbüros weiterhin geraucht werden darf», sagt Martin Frösch vom Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL). «Und da solche Büros die Ausnahme sind, ist die Bundesverwaltung generell vom neuen Gesetz betroffen.»
(...) das BBL wird durch das totale Rauchverbot in seinen Liegenschaften erhebliche Einsparungen tätigen können. Das Reinigungspersonal wird keine Aschenbecher mehr leeren müssen, geteerte Büros müssen nicht mehr so fleissig gestrichen werden, und das Mobiliar bleibt dank weniger Brandlöchern länger im Einsatz. Zum Vergleich: Der Schweizer Verband öffentlicher Verkehr (VöV) meldete ein Jahr nach der Einführung eines Rauchverbots in allen Zügen, dass dank massiv gesunkenen Reinigungskosten jährlich gegen 2 Millionen Franken eingespart werden könnten. (...)

 

Thuner Tagblatt 19.03.2010 / Grossrats-Wahlserie

Nachgefragt bei Patric Bhend (SP, Thun)

Welchem Berner würden Sie gerne die Rote Karte zeigen?
Allen unverbesserlichen Wirten, die Grossrat Ruedi Löffel nicht mehr bedienen, weil dieser sich über Jahre für ein Rauchverbot in Berner Beizen eingesetzt hat. (...)

 

Berner Zeitung Oberaargau 12.03.2010

Erst ein einziger Verstoss gegen das Rauchverbot

Das Rauchverbot wird in Herzogenbuchsee gut eingehalten. (...)
Dass das Rauchverbot in Herzogenbuchsee bislang keine grösseren Probleme verursachte, hat eine Nachkontrolle im Auftrag des Statthalters ergeben. Sämtliche Buchser Lokale mit Gastgewerbebewilligung wurden im Rahmen dieser Kontrolle überprüft. (...) Gemeindeschreiber Rolf Habegger zieht ein positives Fazit: «Bis auf einen Fall wurde das Rauchverbot überall eingehalten.» (...) Aber nicht nur in den Beizen, sondern auch in allen anderen öffentlichen Gebäuden darf nur noch in dafür bewilligten Räumen geraucht werden: Das gilt für Einkaufszentren ebenso wie für Konzertlokale, Kinos oder Spitäler. Auch in diesem Bereich sei es bisher weder zu Reklamationen noch zu Klagen gekommen, sagt Rolf Habegger.(...)

 

Bund 04.03.2010 / Leserbrief

Bedauerlich

Mein erster Vorstoss für rauchfreie Beizen wurde vor 5 Jahren "dank" dem Stichentscheid des SP-Grossratspräsidenten abgelehnt . Dass nun erneut aus SP-Kreisen Widerstand kommt, finde ich sehr bedauerlich. Das Problem mit dem Nachtlärm zeigt einmal mehr, dass ein Teil der Rauchenden offenbar nicht in der Lage ist, Rücksicht zu nehmen.
Ruedi Löffel, Grossrat EVP, Münchenbuchsee

 

Bund 02.03.2010

SP-Präsident lehnt sich gegen kantonales Rauchverbot auf

Franz Schori, Präsident der SP Thun, findet, das kantonale Rauchverbot gehe zu weit. Nun will er seine Genossen zum Kampf fiir eine Lockerung gewinnen. (...) (alles lesen)

 

Berner Zeitung online 25.02.2010

Bloss drei Kandidierende sind gegen das Rauchverbot

Für die Raucher bleibt die Luft auch nach den Regierungsratswahlen im Kanton Bern dünn: In der neuen Regierung wird es keine Mehrheit geben, die das geltende Rauchverbot in Frage stellt.
Die Gegner des seit dem 1. Juli 2009 geltenden Rauchverbots im Kanton Bern werden es nach den Wahlen am 28. März nicht einfacher haben. Das zeigt eine Auswertung der Profile von 14 Kandidatinnen und Kandidaten bei der Online-Wahlhilfe Smartvote. «Begrüssen Sie das seit 1. Juli 2009 geltende Rauchverbot in öffentlichen Räumen im Kanton Bern? (öffentliche Gebäude, Kinos, Theater, Restaurants, Bars, etc.)», lautete die Frage. Und nur gerade drei Kandidierende haben sie mit Nein beantwortet. (...)
Gar nichts erhoffen können sich die Kritiker des Rauchverbots von Patrick Gsteiger (EVP), Marc Jost (EVP), Alexandra Perina-Werz (CVP) und Josef Rothenfluh (parteilos), die sich mit klarem Ja hinter das geltende Verbot stellen. (...) (alles lesen)

 

sda / Berner Zeitung online 25.02.2010

Mehr Beizen als vor dem Rauchverbot

Wegen dem Rauchverbot befürchten Wirte das Ende ihrer Beizen. Eine neue Umfrage weist jedoch ein robustes Wachstum der Gastronomie-Branche aus.
Zu einem Beizensterben hat das angebliche Ausbleiben der Gäste nicht geführt - auch nicht in jenen Kantonen, die seit mehreren Jahren ein Rauchverbot kennen. Im Gegenteil: Seit Jahren gibt es in der Schweiz rund 20'000 Gastronomieunternehmen - Tendenz steigend. Eine Erhebung des Gläubigerverbands Creditreform, die der Nachrichtenagentur SDA vorliegt, weist über die letzten zehn Jahre ein robustes Wachstum der Branche aus. Ende 2009, als in den meisten Kantonen bereits ein Rauchverbot galt, gab es unter dem Strich über 500 Bars und Beizen mehr im Land als Anfang Jahr. 2008 waren fast 600 Betriebe dazugekommen. (...) Konfrontiert mit der Creditreform-Statistik äussert sich der nationale Wirteverband Gastrosuisse kurz angebunden: Die Langzeitwirkung des Rauchverbots auf die Branche könne heute noch nicht beurteilt werden, heisst es in einer schriftlichen Stellungnahme. (...) (alles lesen)

 

sda / Berner Zeitung online 25.02.2010

Wirte wollen sämtliche Rauchverbote aufheben

Die Interessengemeinschaft Freie Schweizer Wirte hat am Donnerstag die Initiative «Für ein liberales Rauchergesetz» lanciert. Ziel ist es, sämtliche gesetzliche Rauchverbote aufzuheben. (...) Der Schutz des Personals vor Passivrauch ist für die Rauchverbots- Gegner dagegen kein Thema. Ein grosser Teil des Personals rauche ohnehin selber, argumentierten sie. Es sei schliesslich auch niemand gezwungen, in einem Raucherlokal zu arbeiten. Für die Schädlichkeit des Passivrauchens gebe es ohnehin keinen Beweis, sagte Mitinitiant Patrick Lohri. (...) (alles lesen)

 

20 Minuten online 23.02.2010

Das Rauchverbot soll weichen

Es soll wieder gequalmt werden. Das finden die Initianten der neuen Volksinitiative «für ein liberales Rauchergesetz». Künftig soll alleine der Eigentümer entscheiden, ob in seinem Restaurant geraucht werden darf oder nicht. (weiterlesen)

 

TeleBärn News 22.02.2010

Wegen Fumoirs: Weitere Hausverbote für Rickenbacher und Löffel

Viele Beizer im Kanton Bern haben einen Groll gegen die Initianten des Rauchverbots. Andreas Rickenbacher und Ruedi Löffel haben in immer mehr Beizen Hausverbot. Die beiden nehmen es gelassen. Link / Link2

 

20 Minuten 19.02.2010

Wirte gründen IG gegen Rauchverbot

Die Stadträte Jimy Hofer, Peter Bühler und Martin Schneider haben diese Woche die Interessengemeinschaft Freies Entscheiden und Handeln gegründet.
Ihr erstes Ziel: das kantonale Rauchverbot aufzuheben und dieses durch die weniger strenge eidgenössische Lösung zu ersetzen. Kleinbetriebe bis 80 Quadratmeter könnten so wieder selbst entscheiden, ob sie Raucher- oder Nichtraucherbetriebe sein wollen – heute sind reine Raucherbetriebe im Kanton Bern tabu. «Bis gestern hatten wir schon 60 Mitglieder», sagt Wirt Peter Bühler. Die IG wolle eine kantonale Initiative vorbereiten, falls der Grosse Rat nicht bereit sei, das Rauchverbot durch die nationale Lösung zu ersetzen. Vielleicht wird aber auch dieses bald massiv verschärft: Die Lungenliga und 50 weitere Organisationen haben nämlich eine entsprechende eidgenössische Volksinitiative lanciert und schon 100 000 Unterschriften gesammelt. sah

 

20 Minuten 18.02.2010 / Berner Fasnacht

Von Bärenpark und Rauchverbot

(...) Das neue Rauchverbot hat im letzten Jahr nicht nur die Wirte stark beschäftigt. So dichten Die drei Musketiere: «Vor dr Beiz eis rouke Lüt, das isch gfährlech wine Moore, as entzündet d Blase, d Lunge und eine sig schins scho erfrohre. Äs tünkt mi bald, i wett fasch meine, das Gsetz sig ds sträng bemässe. Lang geits nümm, u d Roucherwurtscht muesch ufem Trottoir uss ga frässe!»

 

Blick am Abend 05.02.2010

Hausverbot wegen Rauchverbot für Grossrat

UNERWÜNSCHT - Weil Ruedi Löffel das «Anker»-Personal provozierte, wird er nicht mehr bedient.
(...) Blick am Abend interviewte Löff el im Dezember im Anker- Fumoir zum Thema Rauchverbot. Am späteren Abend soll Löffel auf die Frage, ob er noch etwas bestellen wolle, mit «ja, frische Luft», geantwortet haben. (...) (Link)

 

Berner Zeitung 05.02.2010 (auch BaZ > Link)

«Anker»-Wirt greift durch: Lokalverbot für Kantonspolitiker

Als Ruedi Löffel, EVP-Grossrat und geistiger Vater des Rauchverbots, im Fumoir des «Ankers» frische Luft verlangte, ist dem Wirt Beat Bill der Kragen geplatzt: Löffel wird im «Anker» nicht mehr bedient.
Link
Wegen Rauchverbot:
SP-Regierungsrat Andreas Rickenbacher und EVP-Grossrat Ruedi Löffel werden im «Anker» nicht mehr bedient.

Es war wohl als Provokation gedacht, als «Blick am Abend» Ruedi Löffel ins Fumoir des Restaurants Anker zum Interview bat. Nun ist der EVP-Grossrat und geistige Vater des Rauchverbots im Kanton Bern im «Anker» nicht mehr erwünscht. Dies, weil er laut Wirt Beat Bill auf die Frage, ob er etwas bestellen wolle, nach frischer Luft verlangt habe. Im Gastgewerbe liegen allein schon wegen der Wirtschaftskrise die Nerven blank. Was von Löffel als Scherz gedacht war, kam bei Bill schlecht an. Erst schade er den Beizen mit dem Rauchverbot, und dann müsse man sich noch solche Sprüche anhören, enerviert sich Bill. «Mir langts – Ruedi Löffel wird hier nicht mehr bedient.» Nach dem Motto «mitgegangen – mitgehangen» hat Bill das Lokalverbot gleich auf Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (SP) ausgedehnt.

Weisung ans Personal
Das war vor gut zwei Wochen. Seither hängt am Anschlagbrett gegenüber dem Buffet die entsprechende Weisung ans Servicepersonal: Unter den Bildern von Löffel und Rickenbacher schreibt Bill, dass «diese beiden Personen nicht erwünscht» seien und somit nicht bedient würden. Auf das Beizenverbot angesprochen, muss Löffel zwar erst schmunzeln. Denn Anfeindungen von Wirten sind ihm nicht neu: Ende letzten Jahres sprachen Wirte in einem anonymen Schreiben gegen ihn und Rickenbacher ein Hausverbot in bernischen Restaurants aus. Anfang Jahr distanzierte sich Gastrobern von dem Schreiben (wir berichteten).

«Am Volk vorbei»
Löffel bedauert das Quasi-Lokalverbot im «Anker». «Während der Session esse ich hin und wieder gerne Rösti im ‹Anker›.» Wirte wie Bill würden vorschnell Sündenböcke ausmachen, so Löffel weiter. «Laut Gastrosuisse besteht im Gastgewerbe ein Überangebot von 30 Prozent. Dies und die Wirtschaftskrise schaden den Beizen mehr als das Rauchverbot.»
Gelassen die Reaktion von Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher: Während des Wahlkampfs seien Bilder in der Öffentlichkeit eine gute Sache, findet er. Mit seiner Haltung politisiere der «Anker»-Wirt allerdings am Volk vorbei: «In anderen Kantonen sprach sich die Mehrheit der Bevölkerung für den Schutz vor Passivrauch aus.» Zudem, so Rickenbacher, seien Boykott und Gesprächsverweigerung bei der Lösungssuche wenig hilfreich. Löffel hingegen signalisiert Gesprächsbereitschaft. «Ich treffe mich gerne mit den ‹Anker›-Verantwortlichen zum Gespräch. Wenns sein muss, sogar im Fumoir.»

 

TeleBärn Info 04.02.2010

«Anker»-Wirt greift durch: Lokalverbot für Kantonspolitiker

Zwei Politiker haben Lokalverbot. Sie werden im "Anker" nicht mehr bedient. Link / Link2

 

20 Minuten 03.02.2010

Rauchverbot und die Kälte: Nun wollen viele aufhören

BERN. Vielen Berner Rauchern stinkts: Weil sie diesen Winter erstmals in der Kälte qualmen müssen, wollen viele jetzt weg vom blauen Dunst.
Auf einen Termin bei Handaufleger und Rauchstopp-Helfer Walter Wiedmer in Rüegsauschachen muss man lange warten: «Ich bin bis Juli ausgebucht.» Auch Tom Wallimann, der in Spiez Raucher mit Hypnose und Laser-Akupunktur vom Glimmstängel wegbringen will, ist sehr gefragt: «Ich habe eine Warteliste von rund einem Monat.» Für ihn ist klar: Der grosse Andrang geht auf das am 1. Juli eingeführte Rauchverbot zurück. «Wenn Raucher trotz Eiseskälte draussen stehen und rauchen, während alle anderen im Restaurant sitzen, wird ihre Schwäche für alle sichtbar», weiss der Experte.
Den aktuellen Trend, vom Qualm wegzukommen, spüren auch die Apotheken: «Viele Kunden decken sich mit Nikotinkaugummis ein», so eine Mitarbeiterin der City-Apotheke in Bern. Auch die Naturprodukte der Berner Bollwerk-Apotheke sind begehrt.
Wer den Absprung allein nicht schafft, kann sich bei der Berner Gesundheit gratis Hilfe holen. Noch sind in den Entwöhnungsgruppen Plätze frei. Doch auch hier bemerkt man die Wende: «Durch die räum­liche Einschränkung ist das Rauchen in diesem Winter viel unattraktiver als vor einem Jahr», so Berater Heinz Lengacher.

 

Berner Zeitung / Thuner Tagblatt / Berner Oberländer 20.01.2010 / Leserbriefe

Frech

Für mein Empfinden ist es ausserordentlich unverschämt und frech, wenn ein Politiker, der gewöhnlich mehr Ruhe und Ordnung fordert, einen demokratisch gefällten Mehrheitsentscheid des Kantonsparlamentes einfach ignoriert und sich sein eigenes «Recht» bastelt.
Ruedi Löffel, EVP-Grossrat

 

Berner Zeitung 19.01.2010

Jimy Hofer stellt sich quer

Nicht alle Wirte in der Stadt Bern halten sich ans Rauchverbot. In der Rössli-Bar der Reithalle und in der Broncos-Loge von Stadtrat Jimy Hofer wird noch munter gepafft. Der Gewerbepolizei fehlen die Mittel für bessere Kontrollen. Andrea Sommer
Seit dem 1.Juli 2009 ist im Kanton Bern das Rauchverbot in Kraft. Der Berner Mundartrocker Polo Hofer scherte sich letzten September nicht drum und rauchte im Restaurant Lorenzini trotzdem. Tags darauf rief Hofer im «Blick am Abend» öffentlich zum zivilen Ungehorsam auf: «Wenn möglichst viele Leute meinem Beispiel folgen, gerät die Situation ausser Kontrolle.» (...)
Ebenfalls nicht ans Rauchverbot hält sich der parteilose Stadtrat Jimy Hofer. In seiner Broncos-Loge in der Matte wird tüchtig weitergequalmt. (...) Der Stadtrat, der sich gern als Law&Order-Politiker gibt, der öffentlich die «chaotischen, anarchischen und nicht tolerierbaren Zustände in der Reithalle» anprangert und fordert, dass für alle die gleichen Regeln zu gelten hätten, hat hier eine eigene Auffassung von Recht. «Ich habe schon immer gegen unsinnige Gesetze verstossen», sagt Hofer. (...)
(den ganzen Beitrag lesen)

 

Blick am Abend 11.01.2010

Friedenspfeife mit Löffel

RAUCHER-KNATSCH Der Wirteverband erachtet den Boykottaufruf gegen Ruedi Löffel als niveaulos.

Darf in Beizen bedient werden Grossrat Ruedi Löffel.

Viele Restaurants leiden wegen des Rauchverbots unter Umsatzrückgang. Wirte machen Volkswirtschaftsdirektor Andreas
Rickenbacher (SP) und den «Vater» des Berner Rauchverbots, EVP-Grossrat Ruedi Löffel, dafür verantwortlich. «Diese zwei Egoisten sollten im ganzen Kanton in keinem Restaurant mehr bedient werden», riefen unbekannte Wirte im Dezember in einem Flyer ihre Kollegen auf. Nun hat der Wirteverband «GastroBern» reagiert. «Der Verband distanziert sich ganz klar von dieser Kampagne», schreibt «GastroBern» in einem Versöhnungsbrief an Rickenbacher und Löffel. «GastroBern» habe mit diesem Boykottaufruf in keiner Weise etwas zu tun und halte ihn für deplatziert und niveaulos.
Trotzdem wolle sich der Verband in den branchenrelevanten politischen Geschäften weiter für die Wirte einsetzen. «Vielleicht
lädt mich der Verband mal in ein Fumoir ein, um die Friedenspfeife zu rauchen», sagt Ruedi Löffel zur Affäre. ehi

 

Berner Zeitung online 11.01.2010

Ärger wegen Rauchern am Barstreet-Festival

Von wegen rauchfrei: bernerzeitung.ch-Leser ärgerten sich am Freitag über einen verqualmten Barstreet-Auftakt. Die Veranstalter kennen das Problem, sprechen von Anfangsschwierigkeiten und geloben Besserung.
(...) «Es ist eine Frechheit! Von wegen separate Raucherlounges! Im Vorraum der Toiletten wurde gequalmt was das Zeug hält», schreibt der Nichtraucher in einer Mail. Der Bereich bei den Toiletten neben der Bühne sei zudem gleich offiziell als Raucherlounge erklärt worden. «Man muss diese Raucherlounges durchqueren wenn man auf die Toilette will.» Weil die Räume nicht abgetrennt sind, verbreite sich der Dunst zudem ungehindert in der Festhalle. Sobald keine Security mehr in Sichtweite sei, werde gequalmt. (...) (den ganzen Beitrag lesen)

 

Langenthaler Tagblatt / MZ 09.01.2010 / Rauchverbot Excusez von GastroBern

Wieder willkommen

Anfang Dezember kursierte bei Beizern im Kanton Bern das Mail «Rauchzeichen aus Belp». Darin forderten die Absender ihre Kollegen zum Bedien-Boykott von Grossrat Ruedi Löffel ( EVP ) und Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (SP) auf. Der «Vater» des kantonalen Rauchverbots und der für dessen Umsetzung verantwortliche Regierungsrat seien in ihren Gaststätten nicht mehr willkommen (wir berichteten). Jetzt hat sich der Wirteverband GastroBern bei den beiden schriftlich entschuldigt. «Wir halten den Boykottaufruf für deplatziert und niveaulos», schreibt GastroBern. Löffel: «Für die EVP sind Friede und Versöhnung tragende Werte, deshalb freut mich der Brief.» (uz)

 

Berner Zeitung 09.01.2010

NAMEN

Den Berner Beizern sind unbequeme Gäste offenbar doch lieber als gar keine. EVP-Grossrat Ruedi Löffel (Münchenbuchsee) und Regierungsrat Andres Rickenbacher (SP), denen in einem anonymen Schreiben aus Wirtekreisen vor Monatsfrist quasi ein Hausverbot in bernischen Restaurants auferlegt worden ist, weil sie das RAuchverbot unterstützten, sollen wieder willkommen sein. Casimir Platzer, Präsident von Gastrobern, distanziert sich in einem Brief an Rickenbacher und Löffel von der Kampagne einiger Verbandsmitglieder: "Gastrobern hat mit diesem Boykottaufruf in keiner Weise etwas zu tun und hält ihn für deplatziert und niveaulos."

 

Blick am Abend 08.01.2010

Rauchen ist nun mal tödlich

KONFLIKT - Ruedi Löffel und David Herzig im Gespräch über das Rauchverbot in den Beizen.
Markus Ehinger und Jean-Claude Galli
Ruedi Löffel, Sie gelten als «Vater» des Rauchverbots in den Berner Beizen. Sind Sie mit der Umsetzung zufrieden?
Ich habe sehr viele positive Rückmeldungen erhalten – von Gästen und vom Personal. Besonders Leute mit Atemwegsbeschwerden sind dankbar, dass sie jetzt wieder in den Ausgang können.
David Herzig, Sie sind Präsident der IG Freie Schweizer Wirte und sammeln Unterschriften für eine Initiative gegen das Verbot. Warum?
Ich habe viel Kontakt zu Wirten und fast alle klagen über grosse Umsatzrückgänge und bangen um die Existenz der Betriebe. Vor allem Landbeizen, Clubs, Bars und Discos leiden unter dem Rauchverbot. Wir fordern, dass der Wirt selber entscheiden kann, ob er in seinem Lokal Rauchen toleriert oder nicht.
Löffel: Die Nichtraucher waren jahrzehntelang nicht willkommen. Man kann nicht erwarten, dass sie jetzt nach wenigen Monaten die Beizen überschwemmen.
Herzig: Die Nichtraucher haben sich in den Landbeizen nicht von den Rauchern gestört gefühlt. Jetzt bleiben die Gäste aus. Der Stammtisch ist tot. Das ist eine Tatsache.
Löffel: Die Mehrheit hat entschieden. Schauen wir vorwärts, statt nur zu jammern! Die Wirte sollen sich nun auf die neue Kundschaft einstellen.
Immerhin darf man ja in Fumoirs noch rauchen. Genügt das nicht?
Löffel: Die Berner Lösung ist eine Kompromisslösung. Richtig wäre es, wenn in Fumoirs nicht bedient werden dürfte.
Herzig: Betriebe, die ein Fumoir vermögen, haben eines installiert. Das ist unfair. Wer einen Fumoir-Bau nicht vermag, steht mit leeren Händen da. Wenn man dauernd raus muss zum Rauchen, geht die Gemütlichkeit verloren. Man sitzt dann nicht mehr beisammen.
Löffel: Das ist doch wie wenn man aufs WC muss. Schnell raus, Sache erledigen und wieder in die Beiz. Ein Fumoir ist nicht gedacht für einen langen Aufenthalt während eines ganzen Abends.
Herzig: Das stimmt so nicht. In vielen Lokalen drängen sich alle in die Fumoirs und die restliche Beiz ist leer. Viele, die im Gastrobereich arbeiten, sind selber Raucher. Das ist wie auf dem Bau. Da kann einem auch ein Stein auf den Kopf fallen, das ist Berufsrisiko.
Löffel: Dieser Vergleich hinkt. Passivrauchen ist sehr schädlich und lässt sich verhindern. Würde man Tabak erst heute auf den Markt bringen wollen, würde er sicher nicht bewilligt. Ich war selber auch Genussraucher und habe dann aber aufgehört, weil ich meinen Töchtern kein schlechtes Vorbild sein wollte.
Warum führt der Kanton Bern nicht das eidgenössische Gesetz ein?
Löffel: Das nationale Gesetz taugt nichts. Rauchen und Passivrauchen sind nun mal tödlich.
Herzig: Es kommt doch immer auf die Menge an. Der Missbrauch ist sicher tödlich.
Löffel: Nichtrauchen ist normal. Wer rauchen will oder muss, soll damit nicht andere belästigen. Die Mehrheit will das so, das ist das demokratische Prinzip.
Herzig: Und ich plädiere für eine freie Wirtschaft. Wenn die Nachfrage nach Nichtraucherlokalen wirklich vorhanden wäre, gäbe es sie schon längst.

 

Thuner Tagblatt 08.01.2010

Rauchverbot: Wirtepräsidentin zieht erste Bilanz

Ein halbes Jahr nach Einführung des Rauchverbots in Gaststätten zieht Wirtepräsidentin Daniela Liebi eine durchzogene Bilanz. Sauer stossen ihr vor allem die unklaren Regeln betreffend Kontrollen und Sanktionen auf. Marco Zysset
«Die Branche geht daran nicht zugrunde», sagt Daniela Liebi. (...) So gebe es in der Region Thun Restaurants, die laut eigenen Angaben seit dem 1. Juli, der Einführung des Rauchverbots, sogar leichte Umsatzsteigerungen verbuchen. (...)
Dass die bernische Gesetzgebung zum Schutz der Passivraucher allerdings die vielerorts beschworene dringend nötige Flurbereinigung in der Gastronomie einleitet – je nach Ansatz sagen Studien, dass es in der Schweiz bis zu einem Drittel zu viele Gastgewerbe-Betriebe gebe – glaubt Liebi nicht. «Die Gastronomie ist in ihrer Gesamtheit ein grosser und wichtiger Wirtschaftszweig», antwortet sie auf die entsprechende Frage. (...)

 

Berner Zeitung online 07.01.2010

Rauchverbot senkt Herzinfarkte um 20 Prozent

Die Einführung des Rauchverbots ist politisch heftig umstritten. Eine Bündner Studie liefert nun eindrückliche Zahlen und Fakten.
Seit der Einführung des Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden ist die Zahl der Herzinfarkte in Graubünden um gut einen Fünftel zurückgegangen. Gemäss einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Bündner Kantonsspitals war diese Abnahme in erster Linie durch eine Verminderung der Infarkte bei Nichtrauchern bedingt. (...)
Dass die Einführung eines Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden mit einer Verminderung des Herzinfarktrisikos einhergeht, wurde bereits in Untersuchungen in verschiedenen Ländern gezeigt. Erstmals konnte jetzt auch in der Schweiz ein signifikanter Rückgang nach der Einführung eines Rauchverbots dokumentiert werden. (vin/ddp) (den ganzen Beitrag lesen)

 

Berner Zeitung online 07.01.2010

Barstreet-Festival startet rauchfrei mit YB-Event

Heute Abend öffnet auf der Berner Allmend das Barstreet-Festival seine Türen. Für die Raucher wurden zwei beheizte Zelte aufgebaut (...). (weiterlesen)

 

20 Minuten online / sda 07.01.2010

Raucher zahlen bis 1000 Franken Busse

Wenn die Polizei ab 1. Mai in einem Zürcher Restaurant einen Raucher erwischt, muss dieser mit einer Busse von 80 Franken rechnen. Falls es zu einer Anzeige kommt, kann dies den Liebhaber von Glimmstengeln gar bis 1000 Franken kosten. (...)
Anders als der Bund, der Raucherbetriebe bis zu einer Grösse von 80 Quadratmetern zulässt, sind im Kanton Zürich nur noch abgetrennte Fumoirs erlaubt. (weiterlesen)

 

Berner Zeitung online 23.12.2009 / Bundesgerichtsentscheid

Rauchverbot ist für Wirte zumutbar

Das Rauchverbot im Kanton Bern ist nach Ansicht des Bundesgerichts für Wirte zumutbar. Das geht aus der Urteilsbegründung im Fall der beiden Beschwerden hervor, die das Bundesgericht im November abgewiesen hat.
Eingereicht hatten die Beschwerden im Frühling dieses Jahres GastroBern, der Wirteverband des Kantons Bern, und die Betreiber einer Thuner Bar. GastroBern machte in der Beschwerde gegen die Ausführungsbestimmungen des Kantons zum Gesetz über den Schutz vor Passivrauchen geltend, diese seien unverhältnismässig. (weiterlesen)

 

NZZ am Sonntag 13.12.2009

Classe politique


Ruedi Löffel, Nichtraucher, muss sich warm anziehen. Der Berner EVP-Grossrat und beherzte Kämpfer für rauchfreie Zonen. ist Opfer eines Boykottaufrufs geworden. Die anonymen Verfasser des Flyers rufen dazu auf, Löffel "im ganzen Kanton in keinem Restaurant" mehr zu bedienen - und nächstes Jahr natürlich auch nicht mehr wiederzuwählen. Immerhin lassen die Verfasser Löffel nicht alleine vor verschlossenen Türen stehen. Der Aufruf zum Hausverbot gilt nämlich auch SP-Regierungsrat Andreas Rickenbacher. So haben sie wenigstens die Möglichkeit, sich gegenseitig zu bewirten. Auch Wirte haben ein Herz.

 

Berner Zeitung / Thuner Tagblatt / Berner Oberländer 9.12.2009

Wirte sollen Löffel und Rickenbacher meiden

In Wirtekreisen kursiert ein Boykottschreiben: Regierungsrat Rickenbacher und Grossrat Löffel sollen nicht mehr bedient werden.
Das Rauchverbot im Kanton Bern schlägt nach wie vor hohe Wellen. «Ob grüner Grossrat Löffel oder roter Regierungsrat Rickenbacher – bei uns ist keiner von beiden willkommen», heisst es in einem anonymen Schreiben aus Wirtekreisen, das dieser Zeitung vorliegt. Und weiter: «Diese zwei Egoisten sollten im ganzen Kanton in keinem Restaurant mehr bedient werden.» Andreas Rickenbacher (SP) ist als Volkswirtschaftsdirektor zuständig für das Dossier, EVP-Grossrat Ruedi Löffel (Münchenbuchsee) gilt als Vater des bernischen Rauchverbots. (weiterlesen / Kommentar schreiben)

 

TeleBärn News 01.12.09 ab 18.00 Uhr im Stundentakt

Link

 

SF TV 14.07.2009 / 10 vor 10

Erweitertes Rauchverbot

In sechs Kantonen gilt das Rauchverbot in Gaststätten: seit dem 1. Juli auch in den Kantonen Wallis, Freiburg und Bern. Im Kanton Bern drohen fehlbaren Wirten Bussen von bis zu 20' 000 Franken. Einige schreckt das nicht ab: Sie erlauben das Rauchen in ihren Gaststätten weiterhin. (Link)

 

Bund 01.07.09

«Bald spricht niemand mehr davon»

Heute tritt im Kanton Bern das Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft. Fünf Jahre lang hat der EVP-Grossrat Ruedi Löffel als treibende Kraft für dieses Rauchverbot in Restaurants gekämpt. Nun geniesst er das «gute Gefühl», fast am Ziel zu sein. (Link) Dölf Barben


Die Kioskaushänger in seinem Büro beim Blauen Kreuz in Bern zeigen, wofür
Präventionsfachmann Ruedi Löffel einsteht. (Adrian Moser)

 

Berner Zeitung 26.06.2009

«Ich bin gerne der Antirauchpapst»

Ab dem 1.Juli müssen Raucher ins Freie oder ins Fumoir, wenn sie sich eine Zigarette anzünden wollen. Das haben sie EVP-Grossrat und Suchtberater Ruedi Löffel zu verdanken. (Link)


Initiant des kantonalen Rauchverbots: Ruedi Löffel.
Bild: Urs Baumann

 

DRS Regionaljournal BE FR VS 17.02.2009, 17.30 Uhr

Umsetzung des Rauchverbots im Kanton Bern wird konkreter (2:14).
Zum Beispiel darf die Gaststube nicht ein Fumoir sein. (Link).

 

BZ-Talk auf TeleBärn 12.6.08 ab 19.30 Uhr im Stundentakt

Nichtraucherschutz: Der Streit ums Rauchverbot


Berner Zeitung + Bieler Tagblatt 22.11.07 Kanton / Rauchverbot in Restaurants

Bern gibt nach und wartet ab

Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher hat sich durchgesetzt: Der Kanton Bern erlässt noch kein Rauchverbot in Restaurants. Er wartet ab, welche Regelung der Bund beschliesst. Dies hat der Grosse Rat entschieden.
Dass der Regierungsrat und eine klare Mehrheit des Grossen Rats ein scharfes Rauchverbot in öffentlichen Räumen und Restaurants wollen, steht schon länger fest. Gestern ging es nur um die Frage des Tempos. Unterlegen sind jene Kreise, die es besonders eilig haben: SP, Grüne, EVP und EDU wollten erreichen, dass der umstrittene Artikel bereits jetzt im Gastgewerbegesetz verankert wird, obwohl auf Bundesebene ebenfalls eine gesetzliche Regelung in Arbeit ist. Damit verloren sie gestern die entscheidende Abstimmung im Grossen Rat mit 70 gegen 77 Stimmen bei 4 Enthaltungen. (...).


Waren sich gar nicht einig: Regierungsrat Andreas Rickenbacher (links) und Grossrat Ruedi Löffel.

«Löchriger als Käse»
(...) Auf der Gegenseite plädierte Patric Bhend (SP, Thun) für eine schnelle Lösung: «Wir wollen nicht auf den Bund warten.» Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee) – so was wie der Vater des bernischen Rauchverbots – bezeichnete die Variante des Nationalrats als «löchriger als ein ausgereifter Emmentaler». Er widersprach den Juristen des Kantons und gab sich überzeugt, dass der Kanton eine Regelung beschliessen könne, die über das Bundesgesetz hinausgehe. Zudem warnte Löffel eindringlich, es könnten Jahre vergehen, bis das Bundesgesetz in Kraft trete. Dem widersprach Rickenbacher: Er sei überzeugt, dass National- und Ständerat relativ rasch vorgehen würden. Es sei besser, wenn der Kanton jetzt «drei, vier Monate» abwarte und erst dann eine allfällige Gesetzesrevision beschliesse. So könnte das Gesetz an die Bundesregelung angepasst werden.
(...) Zuletzt ging die Revision des Gastgewerbegesetzes ohne den Antirauchartikel glatt durch: mit 104 gegen 23 Stimmen bei 14 Enthaltungen. Eine zweite Lesung findet nicht statt – damit ist die Revision definitiv. Sie betrifft insbesondere Saufpartys und die Überzeitregelung. fab

 

Berner Zeitung 22.11.07 O-TON

"Machen wir jetzt keine Rückwärtspirouette."
Schon gar nicht mit einer Zigarette im Mund.
Rauchverbots-Verfechter Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee)

 

DRS Regionaljournal BE FR VS 21.11.2007, 17.30 Uhr

Kein bernisches Sonderzüglein beim Kampf gegen Passivrauchen (7:25)
Eine knappe Mehrheit des Rates verzichtet auf ein kantonales Sonderzüglein beim Kampf gegen Passivrauchen und zieht es vor, auf die einheitliche Bundesregelung zu warten. Grossrat Ruedi Löffel, der Motor des Kampfes wider den blauen Dunst, wurde gebremst. (Link).

 

BZ 6.3.07 Front + Bern

Rauchverbot für Gaststätten

Mit Ausnahme von Fumoirs sollen Gastgewerbebetriebe und öffentliche Räume im Kanton Bern rauchfrei werden. Die Volkswirtschaftsdirektion hat gestern die gesetzliche Regelung dazu in die Vernehmlassung geschickt. (...)

Ruedi Löffel, EVP, kämpft für Nichtraucher

«Fast alles erreicht»

Herr Löffel, haben Sie mit dem Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen Ihr Ziel im Kampf gegen den Alkohol- und Tabakmissbrauch erreicht?
Ruedi Löffel: Die Werbeverbote für Alkohol und Tabak sind in Kraft, der Tabakverkauf an Minderjährige ist seit Anfang Jahr verboten. Wenn jetzt das Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen und die Änderung im Gastgewerbegesetz vom Grossen Rat so gutgeheissen werden, wie die Regierung dies vorschlägt, habe ich weit gehend alles erreicht.
Jetzt müssen Sie nur noch die Mehrheit des Grossen Rates vom neuen Gesetz überzeugen.
Der Inhalt des neuen Gesetzes entspricht dem Inhalt meiner gutgeheissenen Motionen. Darum erwarte ich, dass der Grosse Rat gleich entscheiden wird. Der Regierungsrat hat die Gegenargumente wie Ungleichbehandlung und Ungerechtigkeit zwischen den Gastwirten sehr gut entkräftet. Wir haben jetzt eine absolute Gleichbehandlung aller Gastwirtschaftsbetriebe.
Erreicht haben Sie den Schutz der Nichtraucher, aber gerade bei kleinen Beizen werden Sie zum Arbeitsplatzkiller.
Das ist nicht ganz auszuschliessen. Bei allen Entscheiden von Regierung und Grossem Rat weiss man nie hundertprozentig, was die Folge sein wird. Für einzelne Betriebe mit einer bestimmten Kundschaft könnte das Rauchverbot ein Problem werden. Aber: Wenn weniger Geld in den Konsum von Raucherwaren fliesst, kommt das Geld einer anderen Branche zugute. Untersuchungen zeigen, dass das Verbot kein Arbeitsplatzkiller ist. Interview: ue

 

Berner Bär 11. Januar 2007 Front und Spezial

KOPF DES JAHRES: Bernerinnen und Berner lieben Doris

Die Bernerbär-Leserinnen und -Leser haben entschieden: Der Bernerbär-Kopf des Jahres 2006 ist Doris Leuthard. Die Bundesrätin erreichte sowohl im Gesamtranking (...) als auch in der Sparte "Politik" (...) den ersten Rang. Zweiter wurde Anti-Rauch-Politiker Ruedi Löffel. Dritter Polo Hofer.

BERNER des Jahres 2006: Doris ist die Siegerin!

Doris Leuthard ist Bernerin des Jahres. (...) Obwohl die Bundesrätin eigentlich keine "richtige" Bernerin ist, gilt sie (...) für viele Leserinnen und Leser als Bernerin. (...) Doris Leuthard schwingt sowohl in der Gesamtwertung (mit 306 Stimmen) als auch in der Spartenwertung (mit 492 Stimmen) obenauf, jeweils vor EVP-Grossrat Ruedi Löffel, der mit seinem Anti-Rauch-in-der-Beiz-Vorstoss der Polit-Shootingstar des Jahres 2006 ist. Dritter in der Gesamtwertung und Sieger in der Sparte "Kultur" wird Polo Hofer.

Rangliste Gesamtsieger
1. Doris Leuthard (306 Stimmen)
2. Ruedi Löffel (245)
3. Polo Hofer (180)


Ruedi Löffel: Der Berner Anti-Rauch-Papst darf sich auf eine ansehnliche Fangemeinde verlassen. Den EVP-Politiker wählten 245 Bernerbär-Leserinnen und Leser, das reicht für Platz zwei hinter seiner katholischen Politkollegin Doris Leuthard.

Mit Polo Hofer steht sozusagen der Antipode von Ruedi Löffel auf dem Podest. 180 Bernerbär-Leserinnen und -Leser wählten Polo National. Als Gesamtdritter und Spartenerster darf Polo für sich verzeichnen, bei jeder Bernerbär-Wahl ganz vorne dabei zu sein.

KATEGORIE "POLITIK"
RANG 1 Doris Leuthard
Die Frau kommt an! 492 Bernerbär-Leserinnen und -Leser entschieden sich in der Sparte "Politik" für die CVP-Bundesrätin.

RANG 2 Ruedi Löffel
"Wo Rauch ist, ist auch Löffel" sagen böse Mäuler. Nicht so 475 Bernerbär-Leserinnen und -Leser, die den EVP-Grossrat für seinen Einsatz gegen Tabak und Alkohol belohnen.

RANG 3 Werner Luginbühl
148 Bernerbär-Leserinnen und -Leser sind dafürverantwortlich, dass der Regierungsrat auf dem dritten Rang glänzt (...).

 

Berner Bär 14.9.06 Flüstertüte

Löffels Gelassenheit

(...) anlässlich der Veranstaltung von GastroStadtBern im Kursaaal. (...)
Der mutigste Politiker in der Kursaal-Arena war ohne Wenn und Aber Ruedi Löffel. Manch einer der anwesenden Wirte hätte nämlich dem Inititanten der Anti-Raucher-Motion im Berner Grossrat ein paar Löffel um die Ohren verpasst. Der EVP-Politiker nahms gelassen, schliesslich ist sein Rauchverbot in den Beizen nichts anderes als eine logische Folgerung von Martin Luthers Weihrauch-Verbot in den Kirchen.

 

Bund 13.9.06 Front + Bern

Beizen werden rauchfrei

Der Grosse Rat des Kantons Bern sagt deutlich Ja zu einem Rauchverbot in Restaurants. (...).
Vor gut einem Jahr hatte Grossratspräsident Thomas Koch (sp) mit seinem Stichentscheid das Rauchverbot noch zu Fall gebracht. Gestern war die Sache nun eindeutig: Mit 83 zu 58 Stimmen sagte der Grosse Rat Ja zu einem generellen Rauchverbot in Gastgewerbebetrieben. Ausgenommen werden sollen lediglich separate «Fumoirs» mit eigener Lüftung. Eingebracht hatten die Forderung EVP-Grossrat Ruedi Löffel und drei Mitunterzeichner.
«Ich habe nichts gegen Raucher», sagte Löffel, «es darf aber nicht sein, dass Nichtraucher mitrauchen müssen.» Die Freiheit des Einzelnen höre dort auf, wo die Gesundheit der anderen beeinträchtigt werde. Dass Passivrauchen schädlich sei, werde heute nicht mehr bestritten. (...).


EVP-Grossrat Ruedi Löffel hat gut lachen: Mit Hartnäckigkeit und
Unterstützung von links hat er sein Ziel erreicht. Adrian Moser

 

Berner Zeitung + Bieler Tagblatt 12.9.06 Front + Kanton
GROSSER RAT DISKUTIERT RAUCHVERBOT IN RESTAURANTS

Verbot zeichnet sich ab

Der Grosse Rat dürfte heute ein Rauchverbot für Restaurants beschliessen. In der gestrigen Debatte deutete alles darauf hin. (...).


Ruedi Löffel
erklärt seinen Kritikern, wie einfach ein Rauchverbot in den Restaurants
umgesetz werden könne: mit einem Verbotsschild, das in allen Sprachen verstanden wird.

O-TON
"Es gibt weltweit keine einzige Studie, die Umsatzeinbussen durch ein Rauchverbot belegen - ausser solchen, die von der Tabakindustrie gesponsert wurden."
Motionär Ruedi Löffel (EVP) zum Vorwurf, die Gäste blieben aus, wenn in Restaurants nicht mehr geraucht werden dürfe.

"Mit meiner Motion setze ich mich für die Freiheit der Nichtrauchenden ein, nicht mitrauchen zu müssen."
Nochmals Motionär Ruedi Löffel im Wissen darum, dass seine Gegner mit dem Ruf nach Freiheit kontern werden.

 

TeleBärn 12.9.06

Bern wird rauchfrei.

 

Bund 11.9.06

Löffels zweiter Versuch

Mit Stichentscheid durch Grossratspräsident Thomas Koch (sp) wurde im Juni des letzten Jahres ein Rauchverbot in bernischen Restaurants abgelehnt. Der entsprechende Vorstoss stammte von EVP-Grossrat Ruedi Löffel. Diese Woche versucht er es im verkleinerten, neu zusammengesetzten Rat erneut. Via Revision des kantonalen Gastgewerbegesetzes sollen öffentlich zugängliche Innenräume von Gastwirtschaften rauchfrei werden. Ausgenommen seien Fumoirs, abgetrennte und mit eigener Lüftung versehene Räume.
Löffels zweiter Versuch wird gemäss einer «Bund»-Umfrage eine Mehrheit finden: Grüne, allenfalls mit Enthaltungen, unterstützen das Verbot mehrheitlich, die EVP einstimmig; und während die SP 2005 grössere Vorbehalte hatte, stimmt sie nun fast einhellig zu. (...)

 

20 Minuten 9.5.06

Neuer Anlauf für gesetzliches Rauchverbot in den Beizen

Darauf, dass die Beizer freiwillig ein Rauchverbot einführen, wollen sich die Rauch-Gegner nicht verlassen. Sie stossen im neuen Parlament nach: Das Verbot in Beizen soll gesetzlich verordnet werden.

«Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um noch einmal richtig Dampf gegen den Qualm zu machen», sagt EVP-Grossrat Ruedi Löffel. Exakt am 6. 6. 2006, wenn das neue Kantonsparlament vereidigt ist, reicht er einen Vorstoss ein. Die Forderung: Das Rauchen in Berner Beizen soll per Gesetz verboten werden.
Letztes Jahr ist Löffel mit diesem Vorschlag noch am Stichentscheid des Präsidenten gescheitert: Das Parlament hat zwar für alle anderen öffentlichen Gebäude ein Verbot beschlossen, Restaurants aber ausgenommen. (...) Andrea Abbühl

 

Hier finden Sie Medienberichte zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (bis Ende 2009).
Hier finden Sie Medienberichte zu den Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab 2006).
Hier finden Sie Medienberichte zu den Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab Mai 2004).

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