hier finden Sie meine Vorstösse zum Passivrauchschutz, die vom Bernischen Grossen Rat gutgeheissen wurden:
- Gastgewerbe (13.9.06)
- öffentlich zugängliche Innenräume (21.6.05)
Voraussichtlich im Verlaufe des Jahres 2009 wird das entsprechende kantonale Gesetz endlich in Kraft treten.

Hier finden Sie Medienberichte zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (bis Ende 2009).
Hier
finden Sie Medienberichte zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab 2006).
Hier finden Sie Medienberichte zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab Mai 2004).
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Bieler Tagblatt 04.05.2010 / PARZIVAL MEISTER

Öldämpfe, aber kein Zigarettenrauch

Seit dem 1. Mai gilt auch in Produktionshallen und Büros ein Rauchverbot. Das bedeutet für viele: Wer trotzdem paffenwill, muss dazu ausstempeln.
(...) Wenn Mitarbeiter ausserhalb der Pause eine Zigarette rauchen wollen, zählt dies nicht mehr zur Arbeitszeit. Dieselbe Regelung hat auch die L. Kellenberger & Co. AG in Biel eingeführt. «Wer rauchen will, muss ausstempeln», erklärt Angela Selb von der Personalkommission. In der Produktionshalle des Betriebes im Längfeld trat das Rauchverbot einen Monat vor dem Bundesgesetz, also am 1. April 2010, in Kraft. Selb sagt, dass das Verbot von den 111 Mitarbeitern «akzeptiert» werde: «Ich habe jedenfalls nichts Schlechtes gehört.» Fumoirs hat die Firma keine eingerichtet. (...) «Es gibt sicher solche, die nun den Tag hindurch weniger rauchen als früher.»

Mehr Nichtraucherbetriebe
Betriebe, in denen noch in der gesamten Produktionshalle geraucht werden durfte, waren schon vor dem offiziellen Rauchverbot eher spärlich gesät. «Bei praktisch allen unseren Mitgliedern war das Rauchen im Betrieb schon vorher nur eingeschränkt möglich», sagt etwa Christof Burkard, Sekretär Politik und Arbeitsrecht bei Swissmechanic, dem Schweizer Verband mechanischtechnischer Betriebe. In vielen Grossbetrieben, so Burkard weiter, habe sich das Rauchverbot schon vor über zehn Jahren durchgesetzt. (...) Burkard meint, dass mittelgrosse Unternehmen in den letzten vier Jahren ihre Raucherkultur geändert «Meistens im Einklang mit den kantonalen Gesetzgebungen», so der Sekretär. Diese Aussage passt zur Firma Muller Machines SA in Brügg. Hier wurde das Rauchverbot per August 2009 eingeführt, also kurz nachdem im Kanton Bern das Verbot in Bars und Restaurants galt. «Das war ein guter Zeitpunkt. Das Rauchverbot wurde sozusagen salonfähig, wir haben nichts Neues vom Zaun gerissen», sagt Personalchefin Monica Meyer. Das Reglement habe man aber nicht nur wegen der Gesetzesänderung eingeführt. Die Geschäftsleitung habe von sich aus beschlossen, die Nichtraucher zu schützen. Zudem mache ein rauchfreier Betrieb auch gegenüber der Kundschaft einen besseren Eindruck. «Ein Widerstand von der Belegschaft kam nicht explizit rüber.

 

Tagesschau Schweizer Fernsehen 01.05.2010

Aschenbecher weg - jetzt sind wir rauchfrei

Das Rauchverbot in den Gaststätten ist nun in der ganzen Schweiz in Kraft. Um Mitternacht wurden die Aschenbecher eingesammelt und die Raucher nach Draussen geschickt. In unseren Nachbarländern gilt das Rauchverbot schon länger.
Link >>> die Nachbarländer ab 02:14 (Deutschland) / 02:49 (Frankreich) / 03:29 (Italien)

 

Aargauer Zeitung 01.05.2010

Verbot spaltet die Wirte in der Schweiz

Ab heute gilt in der ganzen Schweiz ein Rauchverbot in Restaurants. Viele Kantone verfügen bereits über teilweise strengere Vorschriften. So auch der Kanton Bern, der das Verbot am 1. Juli 2009 einführte. Was für die einen Wirte ein Segen ist, ist für andere Beizer ein unverhältnismässiger Eingriff in ihre Wirtschaftsfreiheit und Privatsphäre. Beim Zytglogge in der Berner Altstadt finden sich – nur einen Steinwurf voneinander entfernt – zwei solche gegensätzliche Beispiele.
(...) Gar nicht sonnig zumute ist es Silvia Chautems, der Wirtin des Restaurant des Pyrénées, gleich bei der Kornhausbrücke. Mit besorgtem Blick richtet sie die Mittagsteller für die Gäste an, die alle im Freien Platz genommen haben. «Jetzt, im Sommer, geht es. Doch der lange und harte Winter hat uns mächtig zugesetzt», sagt Chautems. Schuld daran sei das Rauchverbot , das dazu geführt habe, dass deutlich weniger Gäste den Weg ins «Pyrénées» gefunden hätten. «An die 20% weniger Umsatz habe ich diesen Winter gemacht; eine Katastrophe.» (...)
Adrian Iten, Teilinhaber des Adrianos’s Bar&Café, ist den Gesetzeshütern vor vier Jahren mit einem freiwilligen Rauchverbot zuvorgekommen. Der Grund dazu war ganz simpel: «In unserem kleinen Lokal liegt der Food relativ offen in der Vitrine. Es gab Gäste, die nach 16Uhr bemängelten, die Sandwichs würden nach Rauch stinken», erklärt der 43-jährige Wirt. Sei noch dazu gekommen, dass selbst er als Raucher volle Aschenbecher wie die Pest hasse. (...)
Als Sternstunde bezeichnet Adrian Iten den 1.Juli 2009, als Bern das Rauchverbot in öffentlichen Räumen einführte. Dieses habe dem Lokal seither mehr Gäste und 20% mehr Umsatz beschert. «Viele Gäste haben sich wohl gesagt, wenn ich schon nirgends mehr rauchen kann, dann gehe ich doch zum ‹Adrianos’s›.» Dass es Wirte gibt, die sich mit Händen und Füssen gegen das Rauchverbot stemmen, kann Iten nicht nachvollziehen. Wer sich diesem gesellschaftlichen Wandel entgegenstelle, werde in diesem Geschäft nicht lange überleben. «Wenn wir in zehn Jahren an geschlossene Räume zurückdenken, in denen geraucht werden durfte, dann werden wir ungläubig den Kopf schütteln», ist Iten überzeugt.

 

ARENA Schweizer Fernsehen 30.04.2010

Ausgeraucht

Am 1. Mai tritt das Rauchverbot in Restaurants und öffentlichen Räumen in der ganzen Schweiz in Kraft. Das umstrittene Gesetz sorgt für rote Köpfe auf allen Seiten. Eine Initiative will das Rauchverbot rückgängig machen und Wirte umgehen die Regelungen mit halblegalen Tricks. Die Lungenliga will noch weiter gehen und auch bediente Fumoirs und Ausnahmen verbieten. Link >>> die "wichtigsten" Szenen ab 11:30 / 41:20 / 59:25 / 1:10:26

 

Bund 13.04.2010

20 Anzeigen wegen Rauchverbots

Die Umsetzung des Rauchverbots in Berner Restaurants klappt «erstaunlich gut», sagt der Leiter der Berner Gewerbepolizei, Marc Heeb. Christian Brönnimann
(...) Im Grossen und Ganzen sei die Umsetzung des Rauchverbots seit dem 1. Juli 2009 gut gelaufen – sogar «erstaunlich gut, angesichts der Polemik im Vorfeld», so Heeb. (...) Im Kanton Bern kam es bislang zu knapp 20 Anzeigen gegen Wirte wegen Verstössen gegen das Rauchverbot. Vier bis sechs hat die Stadtberner Gewerbepolizei laut Marc Heeb eingereicht, bei der Gewerbepolizei Biel waren es zwei Anzeigen. Die übrigen Regionen liegen im Zuständigkeitsbereich der Kantonspolizei. Laut Sprecherin Ursula Stauffer gab es hier elf Anzeigen, mehr als die Hälfte davon im Oberaargau. Zudem hat die Polizei vier Bussen à 40 Franken gegen Raucher ausgesprochen. (...)
In ländlichen Gebieten scheint das Rauchverbot ebenfalls eine breitere Akzeptanz gefunden zu haben als ursprünglich befürchtet. Im letzten Sommer prophezeite Urs Mäder, Präsident von Gastro Emmental, gegenüber «10 vor 10», dass sich rund ein Viertel der Emmentaler Wirte nicht an das Verbot halten werden. Heute sagt er: «Ich gehe davon aus, dass die meisten Wirte das Verbot einhalten.» Es gebe gewiss einige, die das ganze etwas «legerer handhaben». Dies sei jedoch die Ausnahme. Gestützt wird diese Einschätzung vom Emmentaler Regierungsstatthalter Markus Grossenbacher, der von Berufes wegen oft Restaurants besichtigt. Dabei sei ihm «nie aufgefallen, dass noch geraucht würde». (...)

 

Langenthaler Tagblatt / MLZ 01.04.2010

Rauchen in Festzelten bleibt verboten

(...) Bezüglich der Definition, was als Aussenraum gilt, bestehe beim bernischen Rauchverbot ein Vollzugsproblem, moniert die FDP in einer Motion. Die Verordnung oder nötigenfalls das Gesetz seien so anzupassen, dass das Rauchen «in unbeheizten öffentlichen Terrassen und Lauben, die seitlich oder gegen oben geöffnet sind», nicht mehr verboten sei. Erlaubt werden soll das Rauchen auch in Wintergärten mit Aussenraum-Charakter sowie in Zelten. «Mindestens dann, wenn sie auf einer Seite offen sind», schreiben die Motionäre.

Luftaustausch gewährleistet?
Der Regierungsrat hat kein Verständnis für das Anliegen. «Massgebendes Kriterium, ob ein Raum als Innenraum oder als Aussenraum gilt, ist die Frage, ob der Luftaustausch gleich wie im Freien möglich ist», schreibt er in seiner jetzt veröffentlichten Antwort. Dem Anliegen der Motionäre habe er zudem in der Verordnung teilweise Rechnung getragen: «Das Rauchen in Aussenräumen ist zulässig», so der Regierungsrat. Die im Vorstoss vorgeschlagenen Ergänzungen böten zudem Probleme. So sei das Kriterium Heizung nicht sachgerecht für die Unterscheidung zwischen Innenraum und Aussenraum. Ein auf einer Seite offener Raum könne durchaus als Aussenraum gelten, wie eine Laube bei einem Bauernhaus, die auf einer Längsseite offen ist. Sei jedoch nur eine Schmalseite offen, wäre der Luftaustausch nicht mehr gewährleistet.

Festwirte nicht bevorzugen
«Insbesondere wäre es abzulehnen, das Rauchen in Festzelten generell wieder freizugeben», betont der Regierungsrat. Einerseits würde so der Schutz vor Passivrauchen unnötig geschwächt und andererseits würden die Betreiber von Festwirtschaften gegenüber dem traditionellen Gastgewerbe ohne zureichenden Grund bevorzugt.
Gewisse Umsetzungsschwierigkeiten überraschten ihn aber nicht, denn mit dem Schutz von Passivrauchern sei eine neue Regelung eingeführt worden. Die Verwaltung werde sich weiterhin für Lösungen mit Augenmass einsetzen. Ergebe sich aufgrund von Erfahrungen Handlungsbedarf, würde er sich Präzisierungen in der Verordnung nicht verschliessen. Der Grosse Rat behandelt den Vorstoss in der Juni-Session. (uz)

 

Basellandschaftliche Zeitung / MLZ 01.04.2010

Basel hat ab heute ausgeraucht

Eine lange und von vielen als lästig empfundene Tradition ist um Mitternacht in Basel zu Ende gegangen: Das Rauchen in Restaurants und Beizen. Heute tritt das Rauchverbot im Stadtkanton in Kraft – einen Monat früher als im Baselbiet und in der übrigen Schweiz. (...)

 

NZZ online 30.03.2010

Genügend Unterschriften für Volksinitiative der Lungenliga

(sda) Die Volksinitiative der Lungenliga für ein national einheitliches Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden kommt nach Angaben der Initianten zustande. In 10 Monaten kamen über 120'000 Unterschriften zusammen, wie die Lungenliga am Dienstag mitteilte. (...)
Die Initiative der Lungenliga und über 50 weiterer Organisationen fordert ein generelles Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Innenräumen, die als Arbeitsplätze dienen - etwa in Restaurants oder Hotels. Diese Forderung geht über die ab dem 1. Mai geltende Bundesregelung hinaus.

 

Berner Zeitung 26.03.2010 / Leserbriefe

Gejammer

Wann hört das Gejammer endlich auf? Die Wirte sollten einmal überlegen, warum die Leute nicht mehr kommen. Wenn eine Tasse Kaffee zwischen Fr. 4.80 und 5.20 oder ein Mineralwasser, 3 Deziliter, Fr. 4.80 kostet, ist es ja auch möglich, dass die Gäste deswegen ausbleiben. Ich kenne Gaststätten, die sind immer voll – trotz oder gerade wegen des Rauchverbots.
Hans Jürg Graf, Sumiswald

 

Berner Zeitung 25.03.2010

Bund setzt rauchende Beamte an die Luft

Ab 1.Mai tritt das neue Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen in Kraft. In 100 Verwaltungsgebäuden sollten Fumoirs eingerichtet werden. Doch daraus wird nun nichts. Der Bund gibt die nötigen Mittel nicht frei.
Seit letztem Sommer gilt im Kanton Bern in allen öffentlichen Gebäuden ein striktes Rauchverbot. Nur in den Amtsstuben der Bundesverwaltung wird weiterhin munter Tabak abgebrannt. Schliesslich, so argumentierte der Amtsschimmel, sei nur der kleinste Teil der Gebäude öffentlich zugänglich und falle somit unter die kantonalen Bestimmungen. Es gebe darum keinen Grund, die Aschenbecher aus Büros und Kantinen zu entfernen.
Doch ab dem 1.Mai gibt es den Grund. Dann nämlich tritt das neue Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft, das beim Nichtraucherschutz einen schweizweit einheitlichen Mindeststandard vorgibt. Wie das kantonale Regelwerk sieht es ein Rauchverbot vor für geschlossene Räume, die öffentlich zugänglich sind: Kinos, Schulen, Museen, Einkaufszentren oder Verwaltungsgebäude. In Artikel 1a geht es jedoch noch einen kleinen, aber entscheidenden Schritt weiter: Das nationale Verbot gilt auch in Räumen, «die mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen», steht da. «Im Klartext bedeutet das, dass im besten Fall nur noch in Einzelbüros weiterhin geraucht werden darf», sagt Martin Frösch vom Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL). «Und da solche Büros die Ausnahme sind, ist die Bundesverwaltung generell vom neuen Gesetz betroffen.»
(...) das BBL wird durch das totale Rauchverbot in seinen Liegenschaften erhebliche Einsparungen tätigen können. Das Reinigungspersonal wird keine Aschenbecher mehr leeren müssen, geteerte Büros müssen nicht mehr so fleissig gestrichen werden, und das Mobiliar bleibt dank weniger Brandlöchern länger im Einsatz. Zum Vergleich: Der Schweizer Verband öffentlicher Verkehr (VöV) meldete ein Jahr nach der Einführung eines Rauchverbots in allen Zügen, dass dank massiv gesunkenen Reinigungskosten jährlich gegen 2 Millionen Franken eingespart werden könnten. (...)

 

Thuner Tagblatt 19.03.2010 / Grossrats-Wahlserie

Nachgefragt bei Patric Bhend (SP, Thun)

Welchem Berner würden Sie gerne die Rote Karte zeigen?
Allen unverbesserlichen Wirten, die Grossrat Ruedi Löffel nicht mehr bedienen, weil dieser sich über Jahre für ein Rauchverbot in Berner Beizen eingesetzt hat. (...)

 

Berner Zeitung Oberaargau 12.03.2010

Erst ein einziger Verstoss gegen das Rauchverbot

Das Rauchverbot wird in Herzogenbuchsee gut eingehalten. (...)
Dass das Rauchverbot in Herzogenbuchsee bislang keine grösseren Probleme verursachte, hat eine Nachkontrolle im Auftrag des Statthalters ergeben. Sämtliche Buchser Lokale mit Gastgewerbebewilligung wurden im Rahmen dieser Kontrolle überprüft. (...) Gemeindeschreiber Rolf Habegger zieht ein positives Fazit: «Bis auf einen Fall wurde das Rauchverbot überall eingehalten.» (...) Aber nicht nur in den Beizen, sondern auch in allen anderen öffentlichen Gebäuden darf nur noch in dafür bewilligten Räumen geraucht werden: Das gilt für Einkaufszentren ebenso wie für Konzertlokale, Kinos oder Spitäler. Auch in diesem Bereich sei es bisher weder zu Reklamationen noch zu Klagen gekommen, sagt Rolf Habegger.(...)

 

Bund 04.03.2010 / Leserbrief

Bedauerlich

Mein erster Vorstoss für rauchfreie Beizen wurde vor 5 Jahren "dank" dem Stichentscheid des SP-Grossratspräsidenten abgelehnt . Dass nun erneut aus SP-Kreisen Widerstand kommt, finde ich sehr bedauerlich. Das Problem mit dem Nachtlärm zeigt einmal mehr, dass ein Teil der Rauchenden offenbar nicht in der Lage ist, Rücksicht zu nehmen.
Ruedi Löffel, Grossrat EVP, Münchenbuchsee

 

Bund 02.03.2010

SP-Präsident lehnt sich gegen kantonales Rauchverbot auf

Franz Schori, Präsident der SP Thun, findet, das kantonale Rauchverbot gehe zu weit. Nun will er seine Genossen zum Kampf fiir eine Lockerung gewinnen. (...) (alles lesen)

 

Berner Zeitung online 25.02.2010

Bloss drei Kandidierende sind gegen das Rauchverbot

Für die Raucher bleibt die Luft auch nach den Regierungsratswahlen im Kanton Bern dünn: In der neuen Regierung wird es keine Mehrheit geben, die das geltende Rauchverbot in Frage stellt.
Die Gegner des seit dem 1. Juli 2009 geltenden Rauchverbots im Kanton Bern werden es nach den Wahlen am 28. März nicht einfacher haben. Das zeigt eine Auswertung der Profile von 14 Kandidatinnen und Kandidaten bei der Online-Wahlhilfe Smartvote. «Begrüssen Sie das seit 1. Juli 2009 geltende Rauchverbot in öffentlichen Räumen im Kanton Bern? (öffentliche Gebäude, Kinos, Theater, Restaurants, Bars, etc.)», lautete die Frage. Und nur gerade drei Kandidierende haben sie mit Nein beantwortet. (...)
Gar nichts erhoffen können sich die Kritiker des Rauchverbots von Patrick Gsteiger (EVP), Marc Jost (EVP), Alexandra Perina-Werz (CVP) und Josef Rothenfluh (parteilos), die sich mit klarem Ja hinter das geltende Verbot stellen. (...) (alles lesen)

 

sda / Berner Zeitung online 25.02.2010

Mehr Beizen als vor dem Rauchverbot

Wegen dem Rauchverbot befürchten Wirte das Ende ihrer Beizen. Eine neue Umfrage weist jedoch ein robustes Wachstum der Gastronomie-Branche aus.
Zu einem Beizensterben hat das angebliche Ausbleiben der Gäste nicht geführt - auch nicht in jenen Kantonen, die seit mehreren Jahren ein Rauchverbot kennen. Im Gegenteil: Seit Jahren gibt es in der Schweiz rund 20'000 Gastronomieunternehmen - Tendenz steigend. Eine Erhebung des Gläubigerverbands Creditreform, die der Nachrichtenagentur SDA vorliegt, weist über die letzten zehn Jahre ein robustes Wachstum der Branche aus. Ende 2009, als in den meisten Kantonen bereits ein Rauchverbot galt, gab es unter dem Strich über 500 Bars und Beizen mehr im Land als Anfang Jahr. 2008 waren fast 600 Betriebe dazugekommen. (...) Konfrontiert mit der Creditreform-Statistik äussert sich der nationale Wirteverband Gastrosuisse kurz angebunden: Die Langzeitwirkung des Rauchverbots auf die Branche könne heute noch nicht beurteilt werden, heisst es in einer schriftlichen Stellungnahme. (...) (alles lesen)

 

sda / Berner Zeitung online 25.02.2010

Wirte wollen sämtliche Rauchverbote aufheben

Die Interessengemeinschaft Freie Schweizer Wirte hat am Donnerstag die Initiative «Für ein liberales Rauchergesetz» lanciert. Ziel ist es, sämtliche gesetzliche Rauchverbote aufzuheben. (...) Der Schutz des Personals vor Passivrauch ist für die Rauchverbots- Gegner dagegen kein Thema. Ein grosser Teil des Personals rauche ohnehin selber, argumentierten sie. Es sei schliesslich auch niemand gezwungen, in einem Raucherlokal zu arbeiten. Für die Schädlichkeit des Passivrauchens gebe es ohnehin keinen Beweis, sagte Mitinitiant Patrick Lohri. (...) (alles lesen)

 

20 Minuten online 23.02.2010

Das Rauchverbot soll weichen

Es soll wieder gequalmt werden. Das finden die Initianten der neuen Volksinitiative «für ein liberales Rauchergesetz». Künftig soll alleine der Eigentümer entscheiden, ob in seinem Restaurant geraucht werden darf oder nicht. (weiterlesen)

 

TeleBärn News 22.02.2010

Wegen Fumoirs: Weitere Hausverbote für Rickenbacher und Löffel

Viele Beizer im Kanton Bern haben einen Groll gegen die Initianten des Rauchverbots. Andreas Rickenbacher und Ruedi Löffel haben in immer mehr Beizen Hausverbot. Die beiden nehmen es gelassen. Link / Link2

 

20 Minuten 19.02.2010

Wirte gründen IG gegen Rauchverbot

Die Stadträte Jimy Hofer, Peter Bühler und Martin Schneider haben diese Woche die Interessengemeinschaft Freies Entscheiden und Handeln gegründet.
Ihr erstes Ziel: das kantonale Rauchverbot aufzuheben und dieses durch die weniger strenge eidgenössische Lösung zu ersetzen. Kleinbetriebe bis 80 Quadratmeter könnten so wieder selbst entscheiden, ob sie Raucher- oder Nichtraucherbetriebe sein wollen – heute sind reine Raucherbetriebe im Kanton Bern tabu. «Bis gestern hatten wir schon 60 Mitglieder», sagt Wirt Peter Bühler. Die IG wolle eine kantonale Initiative vorbereiten, falls der Grosse Rat nicht bereit sei, das Rauchverbot durch die nationale Lösung zu ersetzen. Vielleicht wird aber auch dieses bald massiv verschärft: Die Lungenliga und 50 weitere Organisationen haben nämlich eine entsprechende eidgenössische Volksinitiative lanciert und schon 100 000 Unterschriften gesammelt. sah

 

20 Minuten 18.02.2010 / Berner Fasnacht

Von Bärenpark und Rauchverbot

(...) Das neue Rauchverbot hat im letzten Jahr nicht nur die Wirte stark beschäftigt. So dichten Die drei Musketiere: «Vor dr Beiz eis rouke Lüt, das isch gfährlech wine Moore, as entzündet d Blase, d Lunge und eine sig schins scho erfrohre. Äs tünkt mi bald, i wett fasch meine, das Gsetz sig ds sträng bemässe. Lang geits nümm, u d Roucherwurtscht muesch ufem Trottoir uss ga frässe!»

 

Blick am Abend 05.02.2010

Hausverbot wegen Rauchverbot für Grossrat

UNERWÜNSCHT - Weil Ruedi Löffel das «Anker»-Personal provozierte, wird er nicht mehr bedient.
(...) Blick am Abend interviewte Löff el im Dezember im Anker- Fumoir zum Thema Rauchverbot. Am späteren Abend soll Löffel auf die Frage, ob er noch etwas bestellen wolle, mit «ja, frische Luft», geantwortet haben. (...) (Link)

 

Berner Zeitung 05.02.2010 (auch BaZ > Link)

«Anker»-Wirt greift durch: Lokalverbot für Kantonspolitiker

Als Ruedi Löffel, EVP-Grossrat und geistiger Vater des Rauchverbots, im Fumoir des «Ankers» frische Luft verlangte, ist dem Wirt Beat Bill der Kragen geplatzt: Löffel wird im «Anker» nicht mehr bedient.
Link
Wegen Rauchverbot:
SP-Regierungsrat Andreas Rickenbacher und EVP-Grossrat Ruedi Löffel werden im «Anker» nicht mehr bedient.

Es war wohl als Provokation gedacht, als «Blick am Abend» Ruedi Löffel ins Fumoir des Restaurants Anker zum Interview bat. Nun ist der EVP-Grossrat und geistige Vater des Rauchverbots im Kanton Bern im «Anker» nicht mehr erwünscht. Dies, weil er laut Wirt Beat Bill auf die Frage, ob er etwas bestellen wolle, nach frischer Luft verlangt habe. Im Gastgewerbe liegen allein schon wegen der Wirtschaftskrise die Nerven blank. Was von Löffel als Scherz gedacht war, kam bei Bill schlecht an. Erst schade er den Beizen mit dem Rauchverbot, und dann müsse man sich noch solche Sprüche anhören, enerviert sich Bill. «Mir langts – Ruedi Löffel wird hier nicht mehr bedient.» Nach dem Motto «mitgegangen – mitgehangen» hat Bill das Lokalverbot gleich auf Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (SP) ausgedehnt.

Weisung ans Personal
Das war vor gut zwei Wochen. Seither hängt am Anschlagbrett gegenüber dem Buffet die entsprechende Weisung ans Servicepersonal: Unter den Bildern von Löffel und Rickenbacher schreibt Bill, dass «diese beiden Personen nicht erwünscht» seien und somit nicht bedient würden. Auf das Beizenverbot angesprochen, muss Löffel zwar erst schmunzeln. Denn Anfeindungen von Wirten sind ihm nicht neu: Ende letzten Jahres sprachen Wirte in einem anonymen Schreiben gegen ihn und Rickenbacher ein Hausverbot in bernischen Restaurants aus. Anfang Jahr distanzierte sich Gastrobern von dem Schreiben (wir berichteten).

«Am Volk vorbei»
Löffel bedauert das Quasi-Lokalverbot im «Anker». «Während der Session esse ich hin und wieder gerne Rösti im ‹Anker›.» Wirte wie Bill würden vorschnell Sündenböcke ausmachen, so Löffel weiter. «Laut Gastrosuisse besteht im Gastgewerbe ein Überangebot von 30 Prozent. Dies und die Wirtschaftskrise schaden den Beizen mehr als das Rauchverbot.»
Gelassen die Reaktion von Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher: Während des Wahlkampfs seien Bilder in der Öffentlichkeit eine gute Sache, findet er. Mit seiner Haltung politisiere der «Anker»-Wirt allerdings am Volk vorbei: «In anderen Kantonen sprach sich die Mehrheit der Bevölkerung für den Schutz vor Passivrauch aus.» Zudem, so Rickenbacher, seien Boykott und Gesprächsverweigerung bei der Lösungssuche wenig hilfreich. Löffel hingegen signalisiert Gesprächsbereitschaft. «Ich treffe mich gerne mit den ‹Anker›-Verantwortlichen zum Gespräch. Wenns sein muss, sogar im Fumoir.»

 

TeleBärn Info 04.02.2010

«Anker»-Wirt greift durch: Lokalverbot für Kantonspolitiker

Zwei Politiker haben Lokalverbot. Sie werden im "Anker" nicht mehr bedient. Link / Link2

 

20 Minuten 03.02.2010

Rauchverbot und die Kälte: Nun wollen viele aufhören

BERN. Vielen Berner Rauchern stinkts: Weil sie diesen Winter erstmals in der Kälte qualmen müssen, wollen viele jetzt weg vom blauen Dunst.
Auf einen Termin bei Handaufleger und Rauchstopp-Helfer Walter Wiedmer in Rüegsauschachen muss man lange warten: «Ich bin bis Juli ausgebucht.» Auch Tom Wallimann, der in Spiez Raucher mit Hypnose und Laser-Akupunktur vom Glimmstängel wegbringen will, ist sehr gefragt: «Ich habe eine Warteliste von rund einem Monat.» Für ihn ist klar: Der grosse Andrang geht auf das am 1. Juli eingeführte Rauchverbot zurück. «Wenn Raucher trotz Eiseskälte draussen stehen und rauchen, während alle anderen im Restaurant sitzen, wird ihre Schwäche für alle sichtbar», weiss der Experte.
Den aktuellen Trend, vom Qualm wegzukommen, spüren auch die Apotheken: «Viele Kunden decken sich mit Nikotinkaugummis ein», so eine Mitarbeiterin der City-Apotheke in Bern. Auch die Naturprodukte der Berner Bollwerk-Apotheke sind begehrt.
Wer den Absprung allein nicht schafft, kann sich bei der Berner Gesundheit gratis Hilfe holen. Noch sind in den Entwöhnungsgruppen Plätze frei. Doch auch hier bemerkt man die Wende: «Durch die räum­liche Einschränkung ist das Rauchen in diesem Winter viel unattraktiver als vor einem Jahr», so Berater Heinz Lengacher.

 

Berner Zeitung / Thuner Tagblatt / Berner Oberländer 20.01.2010 / Leserbriefe

Frech

Für mein Empfinden ist es ausserordentlich unverschämt und frech, wenn ein Politiker, der gewöhnlich mehr Ruhe und Ordnung fordert, einen demokratisch gefällten Mehrheitsentscheid des Kantonsparlamentes einfach ignoriert und sich sein eigenes «Recht» bastelt.
Ruedi Löffel, EVP-Grossrat

 

Berner Zeitung 19.01.2010

Jimy Hofer stellt sich quer

Nicht alle Wirte in der Stadt Bern halten sich ans Rauchverbot. In der Rössli-Bar der Reithalle und in der Broncos-Loge von Stadtrat Jimy Hofer wird noch munter gepafft. Der Gewerbepolizei fehlen die Mittel für bessere Kontrollen. Andrea Sommer
Seit dem 1.Juli 2009 ist im Kanton Bern das Rauchverbot in Kraft. Der Berner Mundartrocker Polo Hofer scherte sich letzten September nicht drum und rauchte im Restaurant Lorenzini trotzdem. Tags darauf rief Hofer im «Blick am Abend» öffentlich zum zivilen Ungehorsam auf: «Wenn möglichst viele Leute meinem Beispiel folgen, gerät die Situation ausser Kontrolle.» (...)
Ebenfalls nicht ans Rauchverbot hält sich der parteilose Stadtrat Jimy Hofer. In seiner Broncos-Loge in der Matte wird tüchtig weitergequalmt. (...) Der Stadtrat, der sich gern als Law&Order-Politiker gibt, der öffentlich die «chaotischen, anarchischen und nicht tolerierbaren Zustände in der Reithalle» anprangert und fordert, dass für alle die gleichen Regeln zu gelten hätten, hat hier eine eigene Auffassung von Recht. «Ich habe schon immer gegen unsinnige Gesetze verstossen», sagt Hofer. (...)
(den ganzen Beitrag lesen)

 

Blick am Abend 11.01.2010

Friedenspfeife mit Löffel

RAUCHER-KNATSCH Der Wirteverband erachtet den Boykottaufruf gegen Ruedi Löffel als niveaulos.

Darf in Beizen bedient werden Grossrat Ruedi Löffel.

Viele Restaurants leiden wegen des Rauchverbots unter Umsatzrückgang. Wirte machen Volkswirtschaftsdirektor Andreas
Rickenbacher (SP) und den «Vater» des Berner Rauchverbots, EVP-Grossrat Ruedi Löffel, dafür verantwortlich. «Diese zwei Egoisten sollten im ganzen Kanton in keinem Restaurant mehr bedient werden», riefen unbekannte Wirte im Dezember in einem Flyer ihre Kollegen auf. Nun hat der Wirteverband «GastroBern» reagiert. «Der Verband distanziert sich ganz klar von dieser Kampagne», schreibt «GastroBern» in einem Versöhnungsbrief an Rickenbacher und Löffel. «GastroBern» habe mit diesem Boykottaufruf in keiner Weise etwas zu tun und halte ihn für deplatziert und niveaulos.
Trotzdem wolle sich der Verband in den branchenrelevanten politischen Geschäften weiter für die Wirte einsetzen. «Vielleicht
lädt mich der Verband mal in ein Fumoir ein, um die Friedenspfeife zu rauchen», sagt Ruedi Löffel zur Affäre. ehi

 

Berner Zeitung online 11.01.2010

Ärger wegen Rauchern am Barstreet-Festival

Von wegen rauchfrei: bernerzeitung.ch-Leser ärgerten sich am Freitag über einen verqualmten Barstreet-Auftakt. Die Veranstalter kennen das Problem, sprechen von Anfangsschwierigkeiten und geloben Besserung.
(...) «Es ist eine Frechheit! Von wegen separate Raucherlounges! Im Vorraum der Toiletten wurde gequalmt was das Zeug hält», schreibt der Nichtraucher in einer Mail. Der Bereich bei den Toiletten neben der Bühne sei zudem gleich offiziell als Raucherlounge erklärt worden. «Man muss diese Raucherlounges durchqueren wenn man auf die Toilette will.» Weil die Räume nicht abgetrennt sind, verbreite sich der Dunst zudem ungehindert in der Festhalle. Sobald keine Security mehr in Sichtweite sei, werde gequalmt. (...) (den ganzen Beitrag lesen)

 

Langenthaler Tagblatt / MZ 09.01.2010 / Rauchverbot Excusez von GastroBern

Wieder willkommen

Anfang Dezember kursierte bei Beizern im Kanton Bern das Mail «Rauchzeichen aus Belp». Darin forderten die Absender ihre Kollegen zum Bedien-Boykott von Grossrat Ruedi Löffel ( EVP ) und Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (SP) auf. Der «Vater» des kantonalen Rauchverbots und der für dessen Umsetzung verantwortliche Regierungsrat seien in ihren Gaststätten nicht mehr willkommen (wir berichteten). Jetzt hat sich der Wirteverband GastroBern bei den beiden schriftlich entschuldigt. «Wir halten den Boykottaufruf für deplatziert und niveaulos», schreibt GastroBern. Löffel: «Für die EVP sind Friede und Versöhnung tragende Werte, deshalb freut mich der Brief.» (uz)

 

Berner Zeitung 09.01.2010

NAMEN

Den Berner Beizern sind unbequeme Gäste offenbar doch lieber als gar keine. EVP-Grossrat Ruedi Löffel (Münchenbuchsee) und Regierungsrat Andres Rickenbacher (SP), denen in einem anonymen Schreiben aus Wirtekreisen vor Monatsfrist quasi ein Hausverbot in bernischen Restaurants auferlegt worden ist, weil sie das RAuchverbot unterstützten, sollen wieder willkommen sein. Casimir Platzer, Präsident von Gastrobern, distanziert sich in einem Brief an Rickenbacher und Löffel von der Kampagne einiger Verbandsmitglieder: "Gastrobern hat mit diesem Boykottaufruf in keiner Weise etwas zu tun und hält ihn für deplatziert und niveaulos."

 

Blick am Abend 08.01.2010

Rauchen ist nun mal tödlich

KONFLIKT - Ruedi Löffel und David Herzig im Gespräch über das Rauchverbot in den Beizen.
Markus Ehinger und Jean-Claude Galli
Ruedi Löffel, Sie gelten als «Vater» des Rauchverbots in den Berner Beizen. Sind Sie mit der Umsetzung zufrieden?
Ich habe sehr viele positive Rückmeldungen erhalten – von Gästen und vom Personal. Besonders Leute mit Atemwegsbeschwerden sind dankbar, dass sie jetzt wieder in den Ausgang können.
David Herzig, Sie sind Präsident der IG Freie Schweizer Wirte und sammeln Unterschriften für eine Initiative gegen das Verbot. Warum?
Ich habe viel Kontakt zu Wirten und fast alle klagen über grosse Umsatzrückgänge und bangen um die Existenz der Betriebe. Vor allem Landbeizen, Clubs, Bars und Discos leiden unter dem Rauchverbot. Wir fordern, dass der Wirt selber entscheiden kann, ob er in seinem Lokal Rauchen toleriert oder nicht.
Löffel: Die Nichtraucher waren jahrzehntelang nicht willkommen. Man kann nicht erwarten, dass sie jetzt nach wenigen Monaten die Beizen überschwemmen.
Herzig: Die Nichtraucher haben sich in den Landbeizen nicht von den Rauchern gestört gefühlt. Jetzt bleiben die Gäste aus. Der Stammtisch ist tot. Das ist eine Tatsache.
Löffel: Die Mehrheit hat entschieden. Schauen wir vorwärts, statt nur zu jammern! Die Wirte sollen sich nun auf die neue Kundschaft einstellen.
Immerhin darf man ja in Fumoirs noch rauchen. Genügt das nicht?
Löffel: Die Berner Lösung ist eine Kompromisslösung. Richtig wäre es, wenn in Fumoirs nicht bedient werden dürfte.
Herzig: Betriebe, die ein Fumoir vermögen, haben eines installiert. Das ist unfair. Wer einen Fumoir-Bau nicht vermag, steht mit leeren Händen da. Wenn man dauernd raus muss zum Rauchen, geht die Gemütlichkeit verloren. Man sitzt dann nicht mehr beisammen.
Löffel: Das ist doch wie wenn man aufs WC muss. Schnell raus, Sache erledigen und wieder in die Beiz. Ein Fumoir ist nicht gedacht für einen langen Aufenthalt während eines ganzen Abends.
Herzig: Das stimmt so nicht. In vielen Lokalen drängen sich alle in die Fumoirs und die restliche Beiz ist leer. Viele, die im Gastrobereich arbeiten, sind selber Raucher. Das ist wie auf dem Bau. Da kann einem auch ein Stein auf den Kopf fallen, das ist Berufsrisiko.
Löffel: Dieser Vergleich hinkt. Passivrauchen ist sehr schädlich und lässt sich verhindern. Würde man Tabak erst heute auf den Markt bringen wollen, würde er sicher nicht bewilligt. Ich war selber auch Genussraucher und habe dann aber aufgehört, weil ich meinen Töchtern kein schlechtes Vorbild sein wollte.
Warum führt der Kanton Bern nicht das eidgenössische Gesetz ein?
Löffel: Das nationale Gesetz taugt nichts. Rauchen und Passivrauchen sind nun mal tödlich.
Herzig: Es kommt doch immer auf die Menge an. Der Missbrauch ist sicher tödlich.
Löffel: Nichtrauchen ist normal. Wer rauchen will oder muss, soll damit nicht andere belästigen. Die Mehrheit will das so, das ist das demokratische Prinzip.
Herzig: Und ich plädiere für eine freie Wirtschaft. Wenn die Nachfrage nach Nichtraucherlokalen wirklich vorhanden wäre, gäbe es sie schon längst.

 

Thuner Tagblatt 08.01.2010

Rauchverbot: Wirtepräsidentin zieht erste Bilanz

Ein halbes Jahr nach Einführung des Rauchverbots in Gaststätten zieht Wirtepräsidentin Daniela Liebi eine durchzogene Bilanz. Sauer stossen ihr vor allem die unklaren Regeln betreffend Kontrollen und Sanktionen auf. Marco Zysset
«Die Branche geht daran nicht zugrunde», sagt Daniela Liebi. (...) So gebe es in der Region Thun Restaurants, die laut eigenen Angaben seit dem 1. Juli, der Einführung des Rauchverbots, sogar leichte Umsatzsteigerungen verbuchen. (...)
Dass die bernische Gesetzgebung zum Schutz der Passivraucher allerdings die vielerorts beschworene dringend nötige Flurbereinigung in der Gastronomie einleitet – je nach Ansatz sagen Studien, dass es in der Schweiz bis zu einem Drittel zu viele Gastgewerbe-Betriebe gebe – glaubt Liebi nicht. «Die Gastronomie ist in ihrer Gesamtheit ein grosser und wichtiger Wirtschaftszweig», antwortet sie auf die entsprechende Frage. (...)

 

Berner Zeitung online 07.01.2010

Rauchverbot senkt Herzinfarkte um 20 Prozent

Die Einführung des Rauchverbots ist politisch heftig umstritten. Eine Bündner Studie liefert nun eindrückliche Zahlen und Fakten.
Seit der Einführung des Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden ist die Zahl der Herzinfarkte in Graubünden um gut einen Fünftel zurückgegangen. Gemäss einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Bündner Kantonsspitals war diese Abnahme in erster Linie durch eine Verminderung der Infarkte bei Nichtrauchern bedingt. (...)
Dass die Einführung eines Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden mit einer Verminderung des Herzinfarktrisikos einhergeht, wurde bereits in Untersuchungen in verschiedenen Ländern gezeigt. Erstmals konnte jetzt auch in der Schweiz ein signifikanter Rückgang nach der Einführung eines Rauchverbots dokumentiert werden. (vin/ddp) (den ganzen Beitrag lesen)

 

Berner Zeitung online 07.01.2010

Barstreet-Festival startet rauchfrei mit YB-Event

Heute Abend öffnet auf der Berner Allmend das Barstreet-Festival seine Türen. Für die Raucher wurden zwei beheizte Zelte aufgebaut (...). (weiterlesen)

 

20 Minuten online / sda 07.01.2010

Raucher zahlen bis 1000 Franken Busse

Wenn die Polizei ab 1. Mai in einem Zürcher Restaurant einen Raucher erwischt, muss dieser mit einer Busse von 80 Franken rechnen. Falls es zu einer Anzeige kommt, kann dies den Liebhaber von Glimmstengeln gar bis 1000 Franken kosten. (...)
Anders als der Bund, der Raucherbetriebe bis zu einer Grösse von 80 Quadratmetern zulässt, sind im Kanton Zürich nur noch abgetrennte Fumoirs erlaubt. (weiterlesen)

 

Berner Zeitung online 23.12.2009 / Bundesgerichtsentscheid

Rauchverbot ist für Wirte zumutbar

Das Rauchverbot im Kanton Bern ist nach Ansicht des Bundesgerichts für Wirte zumutbar. Das geht aus der Urteilsbegründung im Fall der beiden Beschwerden hervor, die das Bundesgericht im November abgewiesen hat.
Eingereicht hatten die Beschwerden im Frühling dieses Jahres GastroBern, der Wirteverband des Kantons Bern, und die Betreiber einer Thuner Bar. GastroBern machte in der Beschwerde gegen die Ausführungsbestimmungen des Kantons zum Gesetz über den Schutz vor Passivrauchen geltend, diese seien unverhältnismässig. (weiterlesen)

 

NZZ am Sonntag 13.12.2009

Classe politique


Ruedi Löffel, Nichtraucher, muss sich warm anziehen. Der Berner EVP-Grossrat und beherzte Kämpfer für rauchfreie Zonen. ist Opfer eines Boykottaufrufs geworden. Die anonymen Verfasser des Flyers rufen dazu auf, Löffel "im ganzen Kanton in keinem Restaurant" mehr zu bedienen - und nächstes Jahr natürlich auch nicht mehr wiederzuwählen. Immerhin lassen die Verfasser Löffel nicht alleine vor verschlossenen Türen stehen. Der Aufruf zum Hausverbot gilt nämlich auch SP-Regierungsrat Andreas Rickenbacher. So haben sie wenigstens die Möglichkeit, sich gegenseitig zu bewirten. Auch Wirte haben ein Herz.

 

Berner Zeitung / Thuner Tagblatt / Berner Oberländer 9.12.2009

Wirte sollen Löffel und Rickenbacher meiden

In Wirtekreisen kursiert ein Boykottschreiben: Regierungsrat Rickenbacher und Grossrat Löffel sollen nicht mehr bedient werden.
Das Rauchverbot im Kanton Bern schlägt nach wie vor hohe Wellen. «Ob grüner Grossrat Löffel oder roter Regierungsrat Rickenbacher – bei uns ist keiner von beiden willkommen», heisst es in einem anonymen Schreiben aus Wirtekreisen, das dieser Zeitung vorliegt. Und weiter: «Diese zwei Egoisten sollten im ganzen Kanton in keinem Restaurant mehr bedient werden.» Andreas Rickenbacher (SP) ist als Volkswirtschaftsdirektor zuständig für das Dossier, EVP-Grossrat Ruedi Löffel (Münchenbuchsee) gilt als Vater des bernischen Rauchverbots. (weiterlesen / Kommentar schreiben)

 

TeleBärn News 01.12.09 ab 18.00 Uhr im Stundentakt

Link

 

SF TV 14.07.2009 / 10 vor 10

Erweitertes Rauchverbot

In sechs Kantonen gilt das Rauchverbot in Gaststätten: seit dem 1. Juli auch in den Kantonen Wallis, Freiburg und Bern. Im Kanton Bern drohen fehlbaren Wirten Bussen von bis zu 20' 000 Franken. Einige schreckt das nicht ab: Sie erlauben das Rauchen in ihren Gaststätten weiterhin. (Link)

 

Bund 01.07.09

«Bald spricht niemand mehr davon»

Heute tritt im Kanton Bern das Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft. Fünf Jahre lang hat der EVP-Grossrat Ruedi Löffel als treibende Kraft für dieses Rauchverbot in Restaurants gekämpt. Nun geniesst er das «gute Gefühl», fast am Ziel zu sein. (Link) Dölf Barben


Die Kioskaushänger in seinem Büro beim Blauen Kreuz in Bern zeigen, wofür
Präventionsfachmann Ruedi Löffel einsteht. (Adrian Moser)

 

Berner Zeitung 26.06.2009

«Ich bin gerne der Antirauchpapst»

Ab dem 1.Juli müssen Raucher ins Freie oder ins Fumoir, wenn sie sich eine Zigarette anzünden wollen. Das haben sie EVP-Grossrat und Suchtberater Ruedi Löffel zu verdanken. (Link)


Initiant des kantonalen Rauchverbots: Ruedi Löffel.
Bild: Urs Baumann

 

DRS Regionaljournal BE FR VS 17.02.2009, 17.30 Uhr

Umsetzung des Rauchverbots im Kanton Bern wird konkreter (2:14).
Zum Beispiel darf die Gaststube nicht ein Fumoir sein. (Link).

 

BZ-Talk auf TeleBärn 12.6.08 ab 19.30 Uhr im Stundentakt

Nichtraucherschutz: Der Streit ums Rauchverbot


Berner Zeitung + Bieler Tagblatt 22.11.07 Kanton / Rauchverbot in Restaurants

Bern gibt nach und wartet ab

Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher hat sich durchgesetzt: Der Kanton Bern erlässt noch kein Rauchverbot in Restaurants. Er wartet ab, welche Regelung der Bund beschliesst. Dies hat der Grosse Rat entschieden.
Dass der Regierungsrat und eine klare Mehrheit des Grossen Rats ein scharfes Rauchverbot in öffentlichen Räumen und Restaurants wollen, steht schon länger fest. Gestern ging es nur um die Frage des Tempos. Unterlegen sind jene Kreise, die es besonders eilig haben: SP, Grüne, EVP und EDU wollten erreichen, dass der umstrittene Artikel bereits jetzt im Gastgewerbegesetz verankert wird, obwohl auf Bundesebene ebenfalls eine gesetzliche Regelung in Arbeit ist. Damit verloren sie gestern die entscheidende Abstimmung im Grossen Rat mit 70 gegen 77 Stimmen bei 4 Enthaltungen. (...).


Waren sich gar nicht einig: Regierungsrat Andreas Rickenbacher (links) und Grossrat Ruedi Löffel.

«Löchriger als Käse»
(...) Auf der Gegenseite plädierte Patric Bhend (SP, Thun) für eine schnelle Lösung: «Wir wollen nicht auf den Bund warten.» Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee) – so was wie der Vater des bernischen Rauchverbots – bezeichnete die Variante des Nationalrats als «löchriger als ein ausgereifter Emmentaler». Er widersprach den Juristen des Kantons und gab sich überzeugt, dass der Kanton eine Regelung beschliessen könne, die über das Bundesgesetz hinausgehe. Zudem warnte Löffel eindringlich, es könnten Jahre vergehen, bis das Bundesgesetz in Kraft trete. Dem widersprach Rickenbacher: Er sei überzeugt, dass National- und Ständerat relativ rasch vorgehen würden. Es sei besser, wenn der Kanton jetzt «drei, vier Monate» abwarte und erst dann eine allfällige Gesetzesrevision beschliesse. So könnte das Gesetz an die Bundesregelung angepasst werden.
(...) Zuletzt ging die Revision des Gastgewerbegesetzes ohne den Antirauchartikel glatt durch: mit 104 gegen 23 Stimmen bei 14 Enthaltungen. Eine zweite Lesung findet nicht statt – damit ist die Revision definitiv. Sie betrifft insbesondere Saufpartys und die Überzeitregelung. fab

 

Berner Zeitung 22.11.07 O-TON

"Machen wir jetzt keine Rückwärtspirouette."
Schon gar nicht mit einer Zigarette im Mund.
Rauchverbots-Verfechter Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee)

 

DRS Regionaljournal BE FR VS 21.11.2007, 17.30 Uhr

Kein bernisches Sonderzüglein beim Kampf gegen Passivrauchen (7:25)
Eine knappe Mehrheit des Rates verzichtet auf ein kantonales Sonderzüglein beim Kampf gegen Passivrauchen und zieht es vor, auf die einheitliche Bundesregelung zu warten. Grossrat Ruedi Löffel, der Motor des Kampfes wider den blauen Dunst, wurde gebremst. (Link).

 

BZ 6.3.07 Front + Bern

Rauchverbot für Gaststätten

Mit Ausnahme von Fumoirs sollen Gastgewerbebetriebe und öffentliche Räume im Kanton Bern rauchfrei werden. Die Volkswirtschaftsdirektion hat gestern die gesetzliche Regelung dazu in die Vernehmlassung geschickt. (...)

Ruedi Löffel, EVP, kämpft für Nichtraucher

«Fast alles erreicht»

Herr Löffel, haben Sie mit dem Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen Ihr Ziel im Kampf gegen den Alkohol- und Tabakmissbrauch erreicht?
Ruedi Löffel: Die Werbeverbote für Alkohol und Tabak sind in Kraft, der Tabakverkauf an Minderjährige ist seit Anfang Jahr verboten. Wenn jetzt das Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen und die Änderung im Gastgewerbegesetz vom Grossen Rat so gutgeheissen werden, wie die Regierung dies vorschlägt, habe ich weit gehend alles erreicht.
Jetzt müssen Sie nur noch die Mehrheit des Grossen Rates vom neuen Gesetz überzeugen.
Der Inhalt des neuen Gesetzes entspricht dem Inhalt meiner gutgeheissenen Motionen. Darum erwarte ich, dass der Grosse Rat gleich entscheiden wird. Der Regierungsrat hat die Gegenargumente wie Ungleichbehandlung und Ungerechtigkeit zwischen den Gastwirten sehr gut entkräftet. Wir haben jetzt eine absolute Gleichbehandlung aller Gastwirtschaftsbetriebe.
Erreicht haben Sie den Schutz der Nichtraucher, aber gerade bei kleinen Beizen werden Sie zum Arbeitsplatzkiller.
Das ist nicht ganz auszuschliessen. Bei allen Entscheiden von Regierung und Grossem Rat weiss man nie hundertprozentig, was die Folge sein wird. Für einzelne Betriebe mit einer bestimmten Kundschaft könnte das Rauchverbot ein Problem werden. Aber: Wenn weniger Geld in den Konsum von Raucherwaren fliesst, kommt das Geld einer anderen Branche zugute. Untersuchungen zeigen, dass das Verbot kein Arbeitsplatzkiller ist. Interview: ue

 

Berner Bär 11. Januar 2007 Front und Spezial

KOPF DES JAHRES: Bernerinnen und Berner lieben Doris

Die Bernerbär-Leserinnen und -Leser haben entschieden: Der Bernerbär-Kopf des Jahres 2006 ist Doris Leuthard. Die Bundesrätin erreichte sowohl im Gesamtranking (...) als auch in der Sparte "Politik" (...) den ersten Rang. Zweiter wurde Anti-Rauch-Politiker Ruedi Löffel. Dritter Polo Hofer.

BERNER des Jahres 2006: Doris ist die Siegerin!

Doris Leuthard ist Bernerin des Jahres. (...) Obwohl die Bundesrätin eigentlich keine "richtige" Bernerin ist, gilt sie (...) für viele Leserinnen und Leser als Bernerin. (...) Doris Leuthard schwingt sowohl in der Gesamtwertung (mit 306 Stimmen) als auch in der Spartenwertung (mit 492 Stimmen) obenauf, jeweils vor EVP-Grossrat Ruedi Löffel, der mit seinem Anti-Rauch-in-der-Beiz-Vorstoss der Polit-Shootingstar des Jahres 2006 ist. Dritter in der Gesamtwertung und Sieger in der Sparte "Kultur" wird Polo Hofer.

Rangliste Gesamtsieger
1. Doris Leuthard (306 Stimmen)
2. Ruedi Löffel (245)
3. Polo Hofer (180)


Ruedi Löffel: Der Berner Anti-Rauch-Papst darf sich auf eine ansehnliche Fangemeinde verlassen. Den EVP-Politiker wählten 245 Bernerbär-Leserinnen und Leser, das reicht für Platz zwei hinter seiner katholischen Politkollegin Doris Leuthard.

Mit Polo Hofer steht sozusagen der Antipode von Ruedi Löffel auf dem Podest. 180 Bernerbär-Leserinnen und -Leser wählten Polo National. Als Gesamtdritter und Spartenerster darf Polo für sich verzeichnen, bei jeder Bernerbär-Wahl ganz vorne dabei zu sein.

KATEGORIE "POLITIK"
RANG 1 Doris Leuthard
Die Frau kommt an! 492 Bernerbär-Leserinnen und -Leser entschieden sich in der Sparte "Politik" für die CVP-Bundesrätin.

RANG 2 Ruedi Löffel
"Wo Rauch ist, ist auch Löffel" sagen böse Mäuler. Nicht so 475 Bernerbär-Leserinnen und -Leser, die den EVP-Grossrat für seinen Einsatz gegen Tabak und Alkohol belohnen.

RANG 3 Werner Luginbühl
148 Bernerbär-Leserinnen und -Leser sind dafürverantwortlich, dass der Regierungsrat auf dem dritten Rang glänzt (...).

 

Berner Bär 14.9.06 Flüstertüte

Löffels Gelassenheit

(...) anlässlich der Veranstaltung von GastroStadtBern im Kursaaal. (...)
Der mutigste Politiker in der Kursaal-Arena war ohne Wenn und Aber Ruedi Löffel. Manch einer der anwesenden Wirte hätte nämlich dem Inititanten der Anti-Raucher-Motion im Berner Grossrat ein paar Löffel um die Ohren verpasst. Der EVP-Politiker nahms gelassen, schliesslich ist sein Rauchverbot in den Beizen nichts anderes als eine logische Folgerung von Martin Luthers Weihrauch-Verbot in den Kirchen.

 

Bund 13.9.06 Front + Bern

Beizen werden rauchfrei

Der Grosse Rat des Kantons Bern sagt deutlich Ja zu einem Rauchverbot in Restaurants. (...).
Vor gut einem Jahr hatte Grossratspräsident Thomas Koch (sp) mit seinem Stichentscheid das Rauchverbot noch zu Fall gebracht. Gestern war die Sache nun eindeutig: Mit 83 zu 58 Stimmen sagte der Grosse Rat Ja zu einem generellen Rauchverbot in Gastgewerbebetrieben. Ausgenommen werden sollen lediglich separate «Fumoirs» mit eigener Lüftung. Eingebracht hatten die Forderung EVP-Grossrat Ruedi Löffel und drei Mitunterzeichner.
«Ich habe nichts gegen Raucher», sagte Löffel, «es darf aber nicht sein, dass Nichtraucher mitrauchen müssen.» Die Freiheit des Einzelnen höre dort auf, wo die Gesundheit der anderen beeinträchtigt werde. Dass Passivrauchen schädlich sei, werde heute nicht mehr bestritten. (...).


EVP-Grossrat Ruedi Löffel hat gut lachen: Mit Hartnäckigkeit und
Unterstützung von links hat er sein Ziel erreicht. Adrian Moser

 

Berner Zeitung + Bieler Tagblatt 12.9.06 Front + Kanton
GROSSER RAT DISKUTIERT RAUCHVERBOT IN RESTAURANTS

Verbot zeichnet sich ab

Der Grosse Rat dürfte heute ein Rauchverbot für Restaurants beschliessen. In der gestrigen Debatte deutete alles darauf hin. (...).


Ruedi Löffel
erklärt seinen Kritikern, wie einfach ein Rauchverbot in den Restaurants
umgesetz werden könne: mit einem Verbotsschild, das in allen Sprachen verstanden wird.

O-TON
"Es gibt weltweit keine einzige Studie, die Umsatzeinbussen durch ein Rauchverbot belegen - ausser solchen, die von der Tabakindustrie gesponsert wurden."
Motionär Ruedi Löffel (EVP) zum Vorwurf, die Gäste blieben aus, wenn in Restaurants nicht mehr geraucht werden dürfe.

"Mit meiner Motion setze ich mich für die Freiheit der Nichtrauchenden ein, nicht mitrauchen zu müssen."
Nochmals Motionär Ruedi Löffel im Wissen darum, dass seine Gegner mit dem Ruf nach Freiheit kontern werden.

 

TeleBärn 12.9.06

Bern wird rauchfrei.

 

Bund 11.9.06

Löffels zweiter Versuch

Mit Stichentscheid durch Grossratspräsident Thomas Koch (sp) wurde im Juni des letzten Jahres ein Rauchverbot in bernischen Restaurants abgelehnt. Der entsprechende Vorstoss stammte von EVP-Grossrat Ruedi Löffel. Diese Woche versucht er es im verkleinerten, neu zusammengesetzten Rat erneut. Via Revision des kantonalen Gastgewerbegesetzes sollen öffentlich zugängliche Innenräume von Gastwirtschaften rauchfrei werden. Ausgenommen seien Fumoirs, abgetrennte und mit eigener Lüftung versehene Räume.
Löffels zweiter Versuch wird gemäss einer «Bund»-Umfrage eine Mehrheit finden: Grüne, allenfalls mit Enthaltungen, unterstützen das Verbot mehrheitlich, die EVP einstimmig; und während die SP 2005 grössere Vorbehalte hatte, stimmt sie nun fast einhellig zu. (...)

 

20 Minuten 9.5.06

Neuer Anlauf für gesetzliches Rauchverbot in den Beizen

Darauf, dass die Beizer freiwillig ein Rauchverbot einführen, wollen sich die Rauch-Gegner nicht verlassen. Sie stossen im neuen Parlament nach: Das Verbot in Beizen soll gesetzlich verordnet werden.

«Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um noch einmal richtig Dampf gegen den Qualm zu machen», sagt EVP-Grossrat Ruedi Löffel. Exakt am 6. 6. 2006, wenn das neue Kantonsparlament vereidigt ist, reicht er einen Vorstoss ein. Die Forderung: Das Rauchen in Berner Beizen soll per Gesetz verboten werden.
Letztes Jahr ist Löffel mit diesem Vorschlag noch am Stichentscheid des Präsidenten gescheitert: Das Parlament hat zwar für alle anderen öffentlichen Gebäude ein Verbot beschlossen, Restaurants aber ausgenommen. (...) Andrea Abbühl

 

Hier finden Sie Medienberichte zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (bis Ende 2009).
Hier finden Sie Medienberichte zu den Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab 2006).
Hier finden Sie Medienberichte zu den Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab Mai 2004).

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