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hier finden Sie meine Vorstösse zum Passivrauchschutz,
die vom Bernischen Grossen Rat gutgeheissen wurden:
- Gastgewerbe
(13.9.06)
- öffentlich
zugängliche Innenräume (21.6.05)
Im Juli 2009 ist das entsprechende kantonale Gesetz endlich in Kraft gesetzt
worden.
Hier finden Sie Medienberichte
zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (bis
Ende 2009).
Hier finden Sie Medienberichte
zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab
2006).
Hier finden Sie Medienberichte
zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab
Mai 2004).
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Berner Zeitung / Bieler Tagblatt 30.12.11
Rauchen an der Front nur bei Durchzug legal
Wenn den Gästen die Zugluft zu kalt ist, werden die Wintergärten
an der Front oder das Zelt vor dem SBB-Restaurant auf der Grossen Schanze
in Bern schnell einmal zum illegalen Fumoir. Erlaubt wäre das Rauchen
nur in Räumen, die mindestens auf zwei Seiten offen sind.
(...) Seit letzten April haben die Restaurantbetreiber am Bärenplatz
eine detaillierte, allerdings recht komplizierte Vereinbarung mit dem
Regierungsstatthalter. In den Wintergärten darf geraucht werden,
wenn es in der ganzen Reihe keine Zwischenwand hat und wenn die beiden
äussersten Restaurants gleichzeitig ihre Seitenwände, ihr Dach
oder eine Front offen halten.
«Gibt keinen Spielraum»
«Bei uns ist das immer der Fall», versicherten die Betreiber
der beiden betroffenen Restaurants, Fédéral und Way to India,
auf Nachfrage. Allerdings stimmt dies zumindest in Einzelfällen nicht.
Lukas Uehlinger vom Fédéral räumte denn auch ein, dass
es Ausnahmen geben könne, etwa dann, wenn es stark winde. Die Gewerbepolizei
hat wegen solcher Ausnahmen bisher noch keine Reklamationen erhalten.
Toleriert würden sie aber nicht.
Nicht nur für den EVP-Grossrat Ruedi Löffel,
der während Jahren die treibende Kraft für den Passivrauchschutz
im Kanton Bern war, wäre die stillschweigende Duldung von illegalen
Raucherzonen inakzeptabel. Auch Evelyne Neeracher, die Präsidentin
des Wirteverbands Gastro-Stadt-Bern, findet, dass sich die Wirte bei den
Rauchervorschriften strikt ans Gesetz halten müssten: «Es ist
klar geregelt, was erlaubt ist. Da gibt es keinen Spielraum», erklärt
sie.
Diese strenge Haltung hat gute Gründe: Jene Restaurants, die
es den rauchenden Gästen etwas gemütlicher machen, indem sie
die offenen Seitenwände schliessen, verschaffen sich einen Vorteil.
Die Dummen sind jene Wirte, die sich ans Gesetz halten und die Raucher
gesetzeskonform hinaus in die Kälte schicken.
Esther Diener-Morscher
NZZ online 22.12.11
Rauchverbot soll nicht verschärft werden
Die Bundesregelung zum Nichtraucherschutz soll nicht weiter
verschärft werden. Der Nationalrat sprach sich mit klarem Mehr gegen
die Volksinitiative der Lungenliga aus. Das Volksbegehren will unter anderem
auch das Rauchen in Einzelbüros verbieten.
(...) Die Befürworter der Initiative argumentierten mit wissenschaftlichen
Befunden, appellierten an die Solidarität mit Gastronomie-Angestellten
und forderten ein Ende des «Regel-Wirrwarrs» in den Kantonen.
Vergeblich.. (...)
Maja Ingold (evp., Zürich) versuchte, die alarmierten Raucher zu
beruhigen: In ihrem Heimatkanton Zürich hätten die Raucher nach
der Gesetzesverschärfung schnell dazugelernt. «Selbst Hardcore-Raucher
müssen heute zugeben: Man raucht weniger im Winter», sagte
sie. Eine Regelung, die sich bereits heute in acht Kantonen und den Nachbarländern
bewähre, könne nicht so unsinnig sein.
Raucherbetriebe sind zurzeit nur noch in 11 Kantonen erlaubt. Diese weniger
strengen Kantone liegen mit Ausnahme des Aargau und Jura alle in der Ost-
und Innerschweiz. Pionierkanton des Rauchverbots ist das Tessin.
NZZ online 27.11.11
Basler Nichtraucherschutz bleibt streng
Der Nichtraucherschutz bleibt in Basel-Stadt streng: Eine Wirte-Initiative
für eine Lockerung wurde mit 23'591 gegen 23'379 Stimmen sehr knapp
abgelehnt, dies bei 44,23 Prozent Stimmbeteiligung. So darf in Fumoirs
weiter nicht bedient werden.
Die Initiative «Ja zum Nichtraucherschutz ohne kantonale Sonderregelung»
wollte, dass im Stadtkanton das weniger strenge Bundesgesetz zum Schutz
vor Passivrauchen gilt. Dieses lässt indes den Kantonen offen, strengere
Regeln zu erlassen, was 14 grosse Kantone auch tun. So sind in Basel in
öffentlichen Gaststätten nur unbediente Fumoirs zugelassen.
(...)
Blick am Abend 10.11.11
Rauchverbot tut den Kellnern gut
STUDIE. Rauchfreie Zonen beugen Herzinfarkten vor.
Wie gefährlich ist Passivrauchen wirklich? Prof. Martin Röösli
vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Insitut in Basel untersucht
seit einem Jahr in einer nationalen Studie Serviceangestellte und Mitarbeiter
von Bars, die in rauchfreien Betrieben tätig sind. Allesamt Nichtraucher.
«Vor der Einführung rauchfreier Gastrobetriebe zeigte sich,
dass das Risiko für Herzinfarkte für Mitarbeitende zunimmt»,
sagte Röösli heute am Tabakpräventionskongress.
Dank der Einführung rauchfreier Gastrobetriebe
verbesserte sich der Gesundheitszustand massiv. (...)
20 Minuten 29.08.11
Erwischt: Tschäppät paffte am YB Kids Day Zigarre
BERN. Obwohl der Stadionspeaker am YB Kids Day die Zuschauer
aufforderte, nicht zu rauchen, griff einer zur Zigarre: Stapi Alexander
Tschäppät.
Wenn YB gegen den FC Thun im Derby antritt, ist dies immer ein sportliches
Highlight. So auch am Sonntag vor einer Woche. Nicht sonderlich sportlich
verhielt sich aber Alexander Tschäppät: Der Stapi soll nämlich
am Kids-Day pausenlos Zigarren gepafft haben. Dies, obwohl der Speaker
die Besucher vor dem Match dazu aufgefordert hatte, das Rauchen zu unterlassen,
wie eine Leserin der «Berner Zeitung» schreibt.
«Unpassend», findet auch EVP-Grossrat Ruedi Löffel Tschäppäts
Griff zur Zigarre. «Insbesondere am Kids Day sollte der Stadtpräsident
ein Vorbild sein und Rücksicht nehmen.» (...)
Basler Zeitung online 18.08.11
Raucher werden nicht vermisst
Seit eineinhalb Jahren müssen Basels Gastronomen nun mit
dem Rauchverbot leben. Baz.ch fragte nach, wie es Nichtraucherbars und
Clubs in der Basler Innenstadt ergeht - mit teilweise erstaunlichem Ergebnis.
(...) Überraschend klingt es in der «Cargo Bar». Geschäftsleiter
Nikhil Bigler rühmt das Rauchverbot und sagt, dass die Bar entgegen
der allgemeinen Befürchtungen trotz Rauchverbot keinen Gästerückgang
zu verzeichnen habe. «Sicherlich haben ein paar Raucher dem Lokal
den Rücken zugekehrt, doch durfte die «Cargo Bar» auch
ein paar nichtrauchende Neulinge willkommen heissen», so Bigler.
Diese hätten die Bar zuvor gemieden, weil ihnen der Raum zu verraucht
gewesen wäre. Für den Geschäftsleiter steht fest, dass
die «Cargo Bar» auf jeden Fall eine Nichtraucherbar bleiben
wird. Die positiven Aspekte würden bei Weitem
überwiegen. Der Raum würde nicht mehr unter der starken Rauchbelastung
leiden und das Barpersonal fände es angenehmer, während
der Arbeit nicht ständig zugequalmt zu werden, sagte Bigler. (...)
Wie unsere kleine Umfrage zeigt, überwiegen
die positiven Erfahrungen der Nichtraucherlokale. Dies ist überraschend,
hat der Wirteverband Basel-Stadt doch im Vorfeld mit «verheerenden
Folgen» und grossen Gäste- und Umsatzeinbussen gerechnet. Bei
der Mehrzahl der befragten Lokale scheinen aber die befürchteten
negativen wirtschaftlichen Effekte nicht eingetroffen zu sein. Das Rauchverbot
scheint für sie kein Problem darzustellen. Im Gegenteil, einzelne
Besitzer und Geschäftsführer sind überaus froh, rauchfrei
zu sein.
Welt online 14.08.11
Putin schockt Russen mit radikalem Rauchverbot
In Russland gibt es die Packung Zigaretten schon für 50
Cent, 40 Prozent der Bevölkerung rauchen. Doch nun will Wladimir
Putin durchgreifen.
Russland sagt Millionen Rauchern den Kampf an und will schon bald das
schärfste Tabakgesetz seiner Geschichte verabschieden. Künftig
werde im größten Land der Erde das Rauchen
nur noch zu Hause und auf der Straße erlaubt sein, berichteten
russische Medien.
Im einzelnen sieht das Gesetz vor, Werbung und Verkauf
deutlich einzuschränken und die Preise für Zigaretten
zu erhöhen. Von 2014 soll das Rauchen in Fernzügen
sowie auf Flughäfen und Schiffen verboten werden. Von 2015 an soll
das Verbot auch für Restaurants, Cafés und Nachtclubs gelten.
(...) Das russische Gesundheitsministerium stellte auf seiner Internetseite
bereits einen Stufenplan vor, der die Zahl der rund 44 Millionen Raucher
landesweit reduzieren soll. Nach Angaben des Ministeriums nimmt Russland
mit einem Raucher-Anteil von 40% an der Bevölkerung international
eine Spitzenposition ein. Jährlich würden 400. 000 Menschen
an ihrer Nikotinsucht sterben.
Radio Basel 30.06.11
Verbot für Verein "Fümoar" - alle Lokale rauchfrei
Basel. Die Fümoar-Vereine sind in Basel nicht mehr zulässig.
Das haben die Basler Behörden entschieden. Das bedeutet, dass sämtliche
Basler Restaurants und Diskotheken rauchfrei werden müssen. Sie dürfen
das Fümoar-Modell nicht mehr anwenden. Das Vereinsmodell würde
das Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen umgehen, teilten die Basler Behörden
mit. Für kleine Raucherlokale gilt die Umstellung vor erst noch nicht:
sie werden bis zu einer Raucher-Abstimmung im November toleriert. Das
Basler Bau- und Verkehrsdepartement folgt damit einem Urteil des Bezirksgerichts
Arbon im Thurgau. Dieses hatte vergangene Woche erstmals ein Raucher-Restaurant
verboten.
Tagesanzeiger online 22.06.2011
Rauchen verboten – auch im Verein
Ein Wirt, der einen Verein betreibt, damit seine Gäste rauchen
dürfen, verstösst gegen das Rauchverbot. Dies hat das Bezirksgericht
im thurgauischen Arbon heute entschieden – zum ersten Mal in der
Schweiz.
«In mein Lokal kommt nur rein, wer rauchen will. Deshalb verstosse
ich nicht gegen das kantonale Rauchverbot», sagte der angeklagte
Wirt und Betreiber einer Raucher-Bar vor dem Bezirksgericht Arbon. Die
Bar sei nicht öffentlich zugänglich, deshalb müsse der
Wirt freigesprochen werden und die per Strafbefehl ausgesprochene Busse
von 300 Franken nicht bezahlen, forderte sein Verteidiger.
Präzedenzfall aus den 70er-Jahren
Ein als Restaurant geführter Verein habe den selben Zweck wie ein
normales Restaurant, sagte hingegen die vorsitzende Richterin bei der
Urteilseröffnung. Dies hätten Schweizer Gerichte bereits in
den 70er-Jahren entschieden, als Wirte mit Vereinsgründungen rigorose
Vorschriften zu den Öffnungszeiten umgehen wollten.
Laut den Vereinsstatuten habe auch der vom Angeklagten gegründete
Verein das Ziel, Einnahmen aus dem Verkauf von Getränken zu erwirtschaften.
Der Angeklagte habe das kantonale Rauchverbot umgehen wollen. Deshalb
sei er schuldig und die Busse von 300 Franken gerechtfertigt. Das Gesetz
zum Schutz vor dem Passivrauchen ist im Thurgau seit dem 1. Mai 2010 in
Kraft.
Bieler Tagblatt 24.06.11 Leserbriefe «Biel kennt das Raucherproblem
im Gaskessel» - BT, 17. Juni
Prioritäten anders setzen
Mit Erstaunen habe ich zur Kenntnis genommen, dass Ruedi Löffel
einen Vorstoss
gemacht hat zum Rauchen im Gaskessel. Währenddem vor dem Gaskessel
gedealt und Drogen konsumiert werden. Aber auf dieses Thema ist im Moment
nicht näher einzugehen. Nichtraucherschutz mag ja gut und recht sein.
Aber in Anbetracht dessen, dass es in der Schweiz erlaubt ist, ab 16 Jahren
in der Prostitution zu arbeiten, finde ich diesen Vorstoss einen Verhältnisblödsinn.
Damit möchte ich nicht sagen, dass der EVP-Grossrat nicht schon aktiv
geworden ist, wegen dieser Gesetzeslücke im Sexualstrafrecht. Offen
lassen möchte ich auch, wie verschiedene Äusserungen von ihm
von der Presse gewichtet werden. Fest steht, dass er schon mehrmals durch
Antiraucherleserbriefe negativ aufgefallen ist. Ohne ihn jetzt beleidigen
zu wollen, möchte ich ihm wünschen, dass er in Zukunft die Prioritäten
anders setzt. Der immer weiter zunehmende Öko- und Gesundheits-fanatismus
nervt mit der Zeit gewaltig.
Bruno Tiersbier, Schafis
Bieler Tagblatt 17.06.11
«Biel kennt das Raucherproblem im Gaskessel»
bal. Grossrat Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee) wollte gestern
in der Fragestunde
im bernischen Grossen Rat Auskunft zur Durchsetzung des Rauchverbots im
Gaskessel Biel. Seit bald zwei Jahren ist im Kanton Bern das Gesetz zum
Schutz vor Passivrauchen in Kraft. «Trotzdem», so Ruedi Löffel,
gebe es noch einzelne Betriebe, die mit der Umsetzung Mühe bekunden.
«Dazu gehört offenbar auch der Gaskessel in Biel.» (Das
BT berichtete). Welche Massnahmen hier möglich seien, wollte Löffel
von Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher wissen. Dessen Antwort
lautete: «Der Gaskessel ist ein öffentlich zugänglicher
Innenraum - Vorschriften zum Schutz vor Passivrauchen gelten auch da.»
Laut Rickenbacher habe Regierungsstatthalter Werner Könitzer bereits
2010 mit der Stadt Biel das Gespräch aufgenommen und auf das Problem
aufmerksam gemacht. «Biel sucht derzeit mit den Betreibern des Gaskessels
eine Lösung», so Rickenbacher.
Bisher habe es aber noch keine Strafurteile wegen Widerhandlung gegen
dieses Gesetz für öffentlich zugängliche Innenräume
gegeben. Es seien von der Regierung deshalb auch keine weiteren Massnahmen
vorgesehen, um Gemeinden bei den Kontrollaufgaben zu unterstützen.
Journal du Jura 16.06.2011 / HEURE DES CONTROVERSES AU GRAND CONSEIL
Horreur, on fume au Gaskessel!
Ruedi Lôffel (PEV), grand pourfendeur des fumeurs devant l'Etemel,
a appris avec horreur qu'on continue de fumer au Gaskessel de Bienne,
la fameuse Coupole. Eh bien, le canton n'enverra pas les chars pour remettre
à l'ordre les récalcitrants, ainsi que l'a promis le conseiller
d'Etat Andreas Rickenbacher. Selon lui, les infractions à la législation
en la matière ne sont pas légion et des sanctions pénales
ne sont pas prévues. La Direction de l'économie publique
conseille certes les communes en la matière, mais n'a cependant
pas envisagé de mesures contraignantes supplémentaires.
En ce qui concerne le temple biennois de la contre-culture, le préfet
a attiré l'attention des gestionnaires du lieu en 2010 déjà.
(...)
Lungenliga online 01.06.11
Abschlussevent Rauchfreie Lehre im Bierhübeli

Die Lungenliga Bern organisiert am 1. Juni 2011 ein Fest für alle
erfolgreichen Lernenden im Bierhübeli!
Nach einem üppigen und feinen Apéro fand der offizielle Teil
mit der Preisverlosung statt. Mit einer Ansprache von Herrn Ruedi Löffel,
Grossrat EVP eröffneten wir die Verlosung. Frau Hug, Miss Amitié
Bern, zog die Lose und überreichte die Preise den GewinnerInnen.
Sandro Meli vom Radio Capital moderierte den Anlass.
(ganzer
Beitrag)
SF Tagesschau 01.06.11
Rauchverbot wirkt sich positiv aus
Seit rund einem Jahr gilt schweizweit das Rachverbot in öffentlichen
Räumen und Restaurants. Nun kommen verschiedene Studien zum Schluss,
dass beispielsweise die Atemwegserkrankungen zurückgegangen sind.
(Beitrag
Tagesschau)
Berner Zeitung online 30.05.11
Wie sich das Rauchverbot positiv auf unsere Gesundheit auswirkt
Der Kanton Genf präsentierte pünktlich
zum Weltnichtrauchertag eine Studie zur Wirkung des Rauchverbots auf die
Gesundheit. (...) Die Studie (...) zeigt auf, dass seit Einführung
des Gesetztes die Anzahl Spitaleinweisungen wegen Atemwegserkrankungen
um 19% gesunken ist. Ausserdem sank die Zahl der Herzinfarktspatienten
um 7%. (...)
Im Tessin, der als erster Kanton der Schweiz
das Rauchverbot schon vor vier Jahren eingeführt hat, liegen ebenfalls
Studien vor, die die positive Wirkung des Verbots auf die Gesundheit aufzeichnen.
(...) seit Einführung des Rauchverbotes ist die Anzahl der Herzinfarktsfälle
(Myokardinfarkt) um circa 21% gesunken . Und eine breit angelegte Studie
aus Schottland zeigt, dass seither 18% weniger
Asthma-Anfälle bei Kindern registriert wurden. (...)
drugcom.de 13.05.2011
Nikotinabhängig durch Passivrauchen
Dass Passivrauchen nicht nur belästigen, sondern auch die
Gesundheit belasten kann, ist bereits seit Jahren zweifelsfrei nachgewiesen.
Passivrauchen erhöht aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass betroffene
Personen selbst eine Nikotinabhängigkeit entwickeln oder ehemalige
Raucherinnen und Raucher es deutlich schwerer haben, abstinent zu bleiben.
Eine mögliche biochemische Erklärung für diese Beobachtungen
liefert eine aktuelle Studie.
Die beim Rauchen aufgenommenen Nikotinmoleküle docken im Gehirn an
Nikotinrezeptoren an und bewirken damit die Freisetzung bestimmter Neurotransmitter,
die wiederum bestimmte physiologische und psychologische Auswirkungen
haben. In einem Experiment wies ein US-amerikanisches Forschungsteam um
Studienleiter Arthur Brody erstmals nach, dass die Nikotinrezeptoren im
Gehirn auch durch moderates Passivrauchen besetzt werden - und Passivrauchen
somit eine Nikotinabhängigkeit fördern oder aufrechterhalten
kann. (…)
Einige der Versuchspersonen waren Raucherinnen und Rauchern. Bei ihnen
führte das Passivrauchen zu signifikant erhöhtem Rauchverlangen
(Craving). Das Verlangen zu Rauchen war dabei umso stärker ausgeprägt,
je mehr Nikotin durch das Passivrauchen ins Gehirn gelangt war.
Insbesondere Kinder würden beim Passivrauchen, aufgrund einer vergleichsweise
höheren Atemfrequenz bei geringerem Gewicht, vermutlich nochmals
deutlich mehr Nikotin aufnehmen als Erwachsene, betonen die Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler in ihrem Fachartikel. Nach Angaben des Forschungsteam
wurde das Rauchverbot in den USA bereits in vier Bundesstaaten auf private
PKWs ausgeweitet, wenn Kinder an Bord sind. Aufgrund ihrer Ergebnisse
fordert das Forschungsteam eine noch stärkere Ausweitung des Nichtraucherschutzes.
Quelle: Brody et al. (2011). Effect of Secondhand Smoke on Occupancy of
Nicotinic Acetylcholine Receptors in Brain. Arch Gen Psychiatry. Published
online May 2, 2011.
20 Minuten 20.04.11
Für 3 Mia Franken mehr in Restaurants konsumiert
26 Milliarden Franken setzten Restaurants und Kantinen im vergangenen
Jahr um. Das sind 3,3 Milliarden Franken oder 12,5
Prozent mehr als im Vorjahr. Für diese massive Steigerung
sind gemäss dem Verband Gastrosuisse eine Reihe von Faktoren verantwortlich:
die höhere Zahl der Bewohner und Beschäftigten in der Schweiz,
das sehr gute Konsumklima sowie die Erholung im Tourismus-Sektor. (...)
sda 03.02.11
New York macht Rauchern das Leben schwer
Für Raucher wird das Leben in New York immer komplizierter:
Künftig sind für sie auch Parks, Strände und Fussgängerzonen
tabu.
Das New Yorker Stadtparlament hat am Mittwoch ein Gesetz zur Ausweitung
des Rauchverbots in der Millionenmetropole beschlossen. Künftig darf
auch in den 1700 Parks der Stadt, an Stränden und in Fussgängerzonen
nicht geraucht werden. Die Abgeordneten votierten mit 36 zu 12 Stimmen
für das strikte Rauchverbot. Nach der Unterschrift von Bürgermeister
Michael Bloomberg soll das Gesetz in drei Monaten in Kraft treten. Verstösse
werde mit einer Geldbusse von 50 Dollar bestraft. «In diesem Sommer
werden die New Yorker auf der Suche nach frischer Luft und Erholung frei
atmen können und sich an die Strände legen, die nicht mehr mit
Zigarettenkippen bedeckt sind», erklärte Bloomberg, der als
strikter Befürworter des Rauchverbots gilt.
Bereits seit neun Jahren
gilt in New York ein Rauchverbot in Bars und Restaurants. Bloomberg erklärte,
seit 2002 lebten die Einwohner der Stadt im Schnitt 19 Monate länger.
(...)
Berner Zeitung 01.02.11 / GROSSER RAT
Eine halbe Stunde für Hess
Wegen SVP-Grossrat Erich Hess musste das Berner Kantonsparlament
gestern wieder eine halbe Stunde für das Rauchverbot aufwenden.
Als SVP-Grossrat Erich Hess (Bern) gestern eine Motion vorstellte, die
den Titel trug «Das kantonale Rauchverbot ist überflüssig
», stieg der Lärmpegel im Grossen Rat. Ruedi Löffel (EVP,
Münchenbuchsee) erstaunte das Desinteresse nicht: «Wenn etwas
überflüssig ist, dann sicher nicht das Rauchergesetz, sondern
dieser Vorstoss.» (...) Kurz: Gestern mochte im Grossen Rat niemand
ernsthaft die Berner Regelung in Frage stellen. Mit 143 zu 4 Stimmen lehnte
der Rat die Motion ab – nachdem er Hess eine halbe Stunde Aufmerksamkeit
gewidmet hatte.
Langenthaler Tagblatt 01.02.2011 / Grosser Rat
Ohrfeige für "Raucher"-Hess
Das kantonale Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen bleibt in
Kraft: Ein Vorstoss zur Abschaffung scheiterte gestern im Grossen Rat
kläglich.
Das seit dem 1. Mai 2010 geltende nationale Rauchverbot genüge vollauf,
sagte Grossrat Erich Hess (JSVP/Bern): «Das viel radikalere kantonale
Rauchverbot ist deshalb überflüssig und abzuschaffen.»
Besonders auf dem Land könnten viele kleine «Beizli»
kein Fumoir einrichten. Hess verwies auf das nationale Gesetz, das es
den Besitzern von Lokalen mit einer Fläche von unter 80 Quadratmetern
überlässt, ob ihr Lokal rauchfrei sein soll oder nicht: «Das
ermöglicht diesen Betrieben das Überleben.» Mit seiner
Forderung biss Hess im Parlament jedoch auf Granit. Selbst seine SVP-Fraktion
ging auf Distanz. (...)
Keinen guten Faden am Hess-Vorstoss liess Ruedi Löffel ( EVP/Münchenbuchsee):
«Die Argumente und Begründungen sind nicht das Papier wert,
auf dem sie geschrieben sind. Wenn etwas überflüssig ist, dann
ist es diese Motion», so der politische Vater der «Berner
Lösung». (...)
Hess liess sich nicht beeindrucken und hielt an seiner Motion fest. Doch
das Parlament erteilte ihm eine schallende Ohrfeige – und schickte
den Vorstoss mit 4 zu 143 Stimmen bei 3 Enthaltungen bachab. (...)
Journal du Jura 01.02.2011 / GRAND CONSEIL
Halte à la fumée
Il rêvait par ailleurs les yeux ouverts, Erich Hess. Estimant
que la loi cantonale pour la protection contre le tabagisme passif est
bien plus sévère que le texte fédéral, il
proposait par voie de motion d'y renoncer au profit de la grande soeur.
(...) Eh bien, il ne s'est trouvé que quatre parlementaires sur
143 - trois se sont abstenus - pour soutenir la motion. Grand pourfendeur
de l'alcool et de la fumée, l'Evangélique Ruedi Lôffel,
à l'origine de la loi cantonale, a parlé d'arguments loufoques
et à côté de la plaque. Personnellement, il s'est
réjoui que l'initiative de la Ligue pulmonaire aboutisse: «A
ce moment, nous pourrons abolir la loi cantonale», a-t-il prédit.
Utile précision, la ligue précitée juge que la législation
actuelle est encore bien trop tolérante pour les fumeurs. A chaque
pays ses talibans. (...)
sda 02.01.2011
Spanien hat ausgepafft
In Spanien gilt seit Sonntag eines der
strengsten Rauchverbote in Europa. Nicht mal auf Spielplätzen
darf geraucht werden.
Die Zigarette wird mit dem überarbeiteten Anti-Tabak-Gesetz nicht
nur aus Bars und Restaurants, sondern auch von Spielplätzen, geschlossenen
öffentlichen Räumen und schulischen Einrichtungen verbannt.
Bislang waren kleinere Bars sowie Restaurants mit abgetrennten Bereichen
in Spanien vom Rauchverbot in Arbeitsräumen ausgenommen. Weil in
der Praxis in fast allen Lokalen gequalmt wurde, waren Forderungen nach
einer Neuregelung immer lauter geworden.
Die spanische Gesundheitsministerin Leire Pajin wertet das heftig umstrittene
Gesetz als «wichtige Etappe beim Gesundheitsschutz der spanischen
Bevölkerung». In Spanien sterben nach offiziellen Angaben jährlich
53.000 Raucher an den Folgen des Tabakkonsums.
Bund 31.12.10 von Simon Jäggi
"Tschäppät ist doch nur eine Löffel" - Mischa
und Mascha blicken zurück
(...) Die zwei Bären Mischa und Mascha im Tierpark Dählhölzli
lassen das bernische 2010 noch einmal Revue passieren.
(...)
Mascha: Im Grossen Rat, aber fang jetzt nicht wieder damit
an! Schon im letzten Jahr hast du ständig unsere ehrenwerte Politiker
beleidigt. Das gehört sich nicht. Wir Ausländer müssen
uns anpassen an die hiesigen Gepflogenheiten.
Mischa (murmelt): Blocher Motherfucker, Blocher
Motherfucker . . .
Mascha: Ich warne dich! Das war ein Aussetzer
unseres Stadtpräsidenten. Er hat sich entschuldigt. Die Sache ist
gegessen.
Mischa: Getrunken wäre bessere Wort.
Mascha: Mischa!
Mischa: Ist doch kein Problem. Bei uns in Ussurien
Tschäppät wäre nur eine Löffel.
Mascha: Ein Löffel?
Mischa: Eine Ruedi Löffel, Putin von Puritaner.
Mascha: Ach, Mischa, du Gastrobär. Auch
im Jahr danach hast du das Rauchverbot noch immer nicht überwunden.
Mischa: Warum, kein Problem für mich. (...)
Mascha: Na toll . . .
Mischa: Doch, in Bern ist so: Wer nicht singen
können, wird Popstar. Und wer können singen, wird Kellnerin.
Mascha: Du meinst Edita Abdieski. Aber dass
sie Bümpliz beleidigt hat, das war nicht schön.
Mischa: Das ist wie bei Löffel von Ussurien.
Wenn jemand mal sagen Wahrheit, es gibt Riesentheater. (...)
Ärzte Zeitung online 26.11.10
Passivrauchen: 600'000 Menschen sterben jährlich an den Folgen
(...) Weltweit gibt es etwa eine Milliarde Raucher. Erstmals hat nun
die WHO in Zusammenarbeit mit skandinavischen Wissenschaftlern die Auswirkungen
von Passivrauchen auf Kinder und erwachsene Nichtraucher in mehr als 190
Ländern untersucht. Die aktuellsten Daten, die ihnen für die
Analyse zur Verfügung standen, stammen aus dem Jahr 2004. Den Schätzungen
der WHO zufolge beruht weltweit 1% der Todesfälle pro Jahr auf Erkrankungen
als Folge des Passivrauchens (...).
Von den mehr als 600'000 Menschen, die an den Folgen von Passivrauchen
gestorben sind, war bei 380'000 eine koronare Herzkrankheit die Ursache,
bei 165'000 Menschen waren es Infektionen der unteren Atemwege, bei 36'000
war es Asthma und bei 41'000 Lungenkrebs.
Am stärksten betroffen von den tödlichen Folgen des Passivrauchens
sind erwachsene Frauen, die nie geraucht haben. Denn etwa 47% der Todesfälle
sind Frauen, 28% Kinder und 26% männliche Nichtraucher. (...)
"Eltern wollen eigentlich nur das Beste für ihre Kinder",
sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Krebshilfe. "Leider
muss aber in Deutschland fast die Hälfte aller Kinder zu Hause passiv
mitrauchen. Sie werden damit einem erheblichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt."
Eltern hätten zudem eine große Vorbildfunktion: Wenn beide
Elternteile rauchten, fingen die Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit später
selbst an zu rauchen, so Nettekoven.
Ein Drittel aller Krebserkrankungen ist der Krebshilfe zufolge auf das
Rauchen zurückzuführen. Die Deutsche Krebshilfe rät daher,
dass Raucher auf keinen Fall in der Nähe von Kindern rauchen sollten,
auch nicht am offenen Fenster in der Wohnung oder im Auto. Denn die
Schadstoffe des Tabakrauchs setzten sich an Wänden, Möbeln oder
Textilien ab. Lüften oder Lüftungsanlagen seien nicht
geeignet, um die Belastung mit krebserregenden und anderen giftigen Stoffen
aus dem Tabakrauch angemessen zu beseitigen.
Ärzte Zeitung online, 15.11.2010
Auch Polen geht mit Rauchern jetzt strenger um
WARSCHAU (dpa). Schluss mit einer der letzten Raucheroasen in
der EU: Vom Montag an gilt auch in Polen an allen öffentlichen Orten
ein Rauchverbot. In Krankenhäusern, Schulen sowie Kultur- und Sporteinrichtungen
müssen die Raucher auf den Tabakgenuss ganz verzichten.
Auch in Musikclubs und Kneipen, die nur aus einem Raum bestehen, darf
nicht mehr geraucht werden. In größeren Gaststätten können
die Besitzer den Rauchern einen separaten, von anderen Räumlichkeiten
strikt getrennten Saal zur Verfügung stellen. Auch in Betrieben,
Hotels, an Hochschulen und auf Bahnhöfen können Raucherzonen
eingerichtet werden.
Berner Zeitung 28.10.10 / Leserbrief zum Rauchverbot
Tiefere Prämien
Laut Lungenliga wurden bereits Umsatzrückgänge beim Tabakkonsum
um 20% festgestellt. Dies sei sehr positiv! Nun gehen sicher auch alle
Erkrankungen, welche auf das Rauchen zurückzuführen sind, zurück.
Dies muss sich nun direkt auf unsere Krankenkassenprämien auswirken.
Nun sind die Herren Löffel, Rickenbacher und die Lungenliga gefordert!
Ich bin gespannt, ob diese sich nun für tiefere Prämien einsetzen.
Roland Iseli, Bern
Tagesanzeiger 05.10.10
Tabakkonsum bricht in der Schweiz massiv ein
Das landesweite Rauchverbot in öffentlichen Räumen
wirkt. In der Schweiz wird deutlich weniger geraucht. Die Tabakimporte
schrumpfen.
Seit der Einführung des landesweiten Rauchverbots in öffentlichen
Räumen auf den 1. Mai dieses Jahres gingen die
Tabakumsätze im Detailhandel monatlich um bis 9% zurück.
Eine parallele Entwicklung beobachtet die eidgenössische Zollverwaltung
bei den Importen, wie der wissenschaftliche Mitarbeiter Matthias Pfammatter
auf Anfrage von «Radio 1» bestätigt.
Von Mai bis August 2010 seien die Importe von Tabakwaren
um 12,8% zurückgegangen. Auch Vertreter der Tabakindustrie
bestätigten die Entwicklung auf Anfrage von «Radio 1».
(...)
Bund 12.07.10 / Das Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen ist seit einem
Jahr in Kraft
Die Polizei hat etwas über 30 Vergehen von Wirten geahndet
Jeder achte Betrieb hat ein Fumoir eingerichtet. Das Rauchverbot
ist akzeptiert.
Die Einführung des Rauchverbots scheint reibungslos über die
Bühne gegangen zu sein. In der Stadt Bern kam es zu einer Handvoll
Anzeigen gegen Wirte und Gäste. Im übrigen Kantonsgebiet registrierte
die Polizei 32 Vergehen von Wirten, 2 von Gästen sowie 2 von Personen,
die in anderen öffentlich zugänglichen Räumen rauchten,
wie bei der Kantonspolizei zu erfahren war.
Vor der Einführung des Verbots schätzten Fachleute, dass fünf
bis zehn Prozent der Gastbetriebe ein Fumoir einrichten werden. Nun steht
fest, dass es mehr sind. Aufgrund der Zahlen aus Bern und dem Emmental
ergibt sich ein Anteil von gut zwölf Prozent. In Bern haben laut
Marc Heeb, Leiter Gewerbepolizei, bisher 72 von gut 600 Betrieben ein
Fumoir eingerichtet. Gleich ist das Verhältnis im Emmental (75 von
rund 600). Gemäss Markus Grossenbacher, Regierungsstatthalter im
Emmental, ist die Einführung des Gesetzes und die Bewilligung von
Fumoirs «bisher gut gelaufen». Die Stimmung unter den Wirten
reiche von «nicht begeistert» bis «zufrieden».
Die Aufregung habe sich gelegt.
Ob wegen des Rauchverbots bereits Stellen verloren gingen, wie dies Gastrobern,
der Verband der Wirte, Ende letzten Jahres befürchtete, ist unklar.
(...) Generell lasse sich Folgendes sagen: Während Speiserestaurants
kaum etwas spürten, seien es vor allem Kleinbetriebe wie Bars, Pubs
oder die klassische Quartierbeiz, die Umsatzeinbussen hinzunehmen hätten.
Vorgesehen sei, beim Kanton «auszuloten», ob sich einige Punkte
in der Verordnung nicht etwas «branchenfreundlicher» ausgestalten
liessen.
Von «offensichtlich positiven Effekten» spricht dagegen EVP-Grossrat
Ruedi Löffel. Er hatte entscheidenden Anteil daran, dass im Kanton
Bern vor Jahresfrist ein Rauchverbot eingeführt wurde. Seine Bilanz
sei «durchwegs positiv». Dies zeigten ihm zahlreiche
Rückmeldungen. Gerade für Menschen mit Atemwegsproblemen habe
das Verbot einen grossen Einfluss auf ihr Wohlbefinden. Der Kanton Bern
sei dem Ziel, dass Nichtrauchen im öffentlichen Raum zur Normalität
wird, einen grossen Schritt nähergekommen, hält er fest. (...)
Berner Zeitung online 04.07.2010
Ausgeraucht am Oktoberfest
In einer viel beachteten Abstimmung haben die Bayern das schärfste
Rauchergesetz Deutschlands beschlossen. Das Votum könnte Folgen für
das ganze Land haben.
Die bayerischen Wähler haben bei einem Volksentscheid am Sonntag
mit grosser Mehrheit das schärfste Rauchverbot in Deutschland beschlossen.
Ab 1. August ist das Rauchen in der Gastronomie
vollständig verboten. Die bisherigen
Ausnahmen für abgetrennte Gasträumen, kleine Kneipen und Bierzelte
wurden gestrichen. (...)
Damit darf künftig in Bayern auch nicht mehr auch nicht mehr auf
dem Oktoberfest geraucht werden. Betroffen von dem Verbot sind auch Nebenzimmer
in grösseren Gaststätten oder Vereinsgaststätten. Nur ganz
wenige Ausnahmen gibt es noch: Zum Beispiel dürfen psychisch Kranke
weiter in speziellen Räumen in Kliniken rauchen.
(...)
Wie die Behörden mitteilten, stimmten 61% der Wahler für den
Gesetzentwurf der Bürgerinitiative «Für echten Nichtraucherschutz»,
die von SPD, Grünen, dem Landessportbund und Ärztegruppen unterstützt
wurde. Die anderen 39% stimmten für die Beibehaltung des gelockerten
Gesetzes. Die Stimmbeteiligung war mit 37,7% sehr niedrig. (...)
20 Minuten 01.07.2010
Umstrittene Bilanz zum Rauchverbot
Heute ist das Rauchverbot in den Berner Beizen seit genau einem Jahr
in Kraft. Der «Vater» des Passivrauchschutzes, Grossrat Ruedi
Löffel (EVP), zieht eine positive Bilanz: «Die
Belästigung durch Rauch im öffentlichen Raum hat massiv abgenommen
und die meisten Leute sind glücklich darüber.»
Es liege aber am Kanton und den Gemeinden, das Gesetz noch konsequenter
anzuwenden. Laut Heinz Pfeuti von der Kapo Bern bereitet die Umsetzung
des Verbots kaum Probleme. Auch wenn die Gäste nun draussen rauchten,
liessen sich Nachtruhestörungen nicht ausschliesslich auf das Rauchverbot
zurückführen. (...)
PRESSEMITTEILUNG CIPRET WALLIS 23.06.2010
Rauchfreie Gastronomie: 81% der WalliserInnen sind zufrieden
Knapp ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Gesundheitsgesetzes kann aufgrund
einer vom M.I.S Trend Marktforschungsinstitut bei der Walliser Bevölkerung
durchgeführten Umfrage eine mehr als positive Bilanz hinsichtlich
des Rauchverbots in öffentlichen Einrichtungen gezogen werden. 81%
der WalliserInnen sind mit der rauchfreien Gastronomie zufrieden (58%
sehr zufrieden). Die Zustimmung ist somit seit der Volksabstimmung im
November 2008 (75% Ja-Stimmen) sogar noch gestiegen. Auch 53% der RaucherInnen
heissen das Rauchverbot gut. Die Walliser Bevölkerung lehnt eine
Lockerung des Gesetzes ab, sondern wünscht sich einen wirksamen Schutz.
(…)
Hotelrevue 03.06.2010
Einziger Hotelier im Rat
Erstmals seit den Wahlen tagt das bernische Kantonsparlament.
Hotelier Hans Kipfer (EVP) ist mittlerweile der einzige Branchenvertreter
im 160-köpfigen Rat. Theres Lagler
Seit Anfang dieser Woche läuft nicht nur die Session des eidgenössischen
Parlaments sondern auch die Session des bernischen Grossen Rats. Das Kantonsparlament
tagt erstmals seit den Wahlen im März in der neuen Zusammensetzung.
Die Vertretung der Branche ist geschrumpft: Während sich in den vorangegangenen
Jahren Klaus Künzli, Präsident von Gastrosuisse, Marianne Staub,
ehemalige Präsidentin von Thun Tourismus, Matthias Kurt, Lenker Touristiker,
und Hans Kipfer, Thuner Hotelier, für die Anliegen des Tourismus
einsetzten, kämpft Hans Kipfer nun allein auf weiter Flur. (…)
Unvollständige Wahlplattform und Nachwehen
zum Rauchverbot
Interessant ist, dass mit Hans Kipfer ein Hotelier gewählt wurde,
der nicht auf der Wahlplattform von Gastrobern zu finden war. Der EVP-Politiker
erklärt sich diesen Umstand damit, dass er kurz vor dem Wahlkampf,
Ende 2009, die Geschäftsführung des Gwatt-Zentrums am Thunersee,
das Mitglied von Gastrobern und hotelleriesuisse ist, abgegeben hat. Aber
auch seine Parteizugehörigkeit könnte eine Rolle gespielt haben.
So war kürzlich im Bund zu lesen, dass Gastrobern-Präsident
Casimir Platzer am 6. Tag des bernischen Gastgewerbes kritisierte, dass
der EVP-Mann gar kein echter Gastro-Interessenvertreter sei. Der
Hintergrund: Kipfers Parteikollege Ruedi Löffel gilt als Vater des
bernischen Rauchverbots und ist bei der Verbandsspitze entsprechend unbeliebt.
Grossrat Kipfer vertritt eine klare Haltung: «Die Gesellschaft hat
sich gewandelt. Der Passivrauchschutz entspricht einem Bedürfnis.
Wenn wir das ignorieren, stehen wir im Abseits.» Kipfer befürwortet
deshalb die bernische Lösung mit bedienten Fumoirs. (…).
Oltner Tagblatt / MLZ 14.06.2010
Kein Zurück zu Raucherbeizen im Kanton Solothurn
(…) Bei einer bescheidenen Stimmbeteiligung von 30,4% (…)
lehnten fast zwei Drittel die Volksinitiative für die Wiederzulassung
von Raucherbeizen bis 80 m 2 Fläche ab.
(…) Die Raucherbeizen-Initiative der in Olten gegründeten «IG
für Freiheit in Kultur und Wirtschaft» war von Gastro Solothurn,
FDP und SVP unterstützt worden. Das Solothurnervolk bekräftigte
aber deutlich seinen Grundsatzentscheid von 2006 für rauchfreie Gastwirtschaften.
Rauchen bleibt damit weiterhin nur in separaten Fumoirs erlaubt. (cva)
Bund 26.05.10
Dütschlers Deutungen: Wirtschaftsgeografie und Paragrafenreiter
Vor kurzem war ich bei Gastrobern zu Gast, bei den bernischen
Beizern. Sie tagten auf dem Gurten, dem Könizer Hausberg, wie man
in Köniz betont, und die Wirte beklagten die Einbrüche in der
Branche seit der Einführung des Rauchverbots.
Natürlich fiel der Name des Grossrats und Präventionsspezialisten
Ruedi Löffel (EVP), Vater des kantonalen Rauchgesetzes. Meine Bemerkung
im Bericht über diesen Tag des Gastgewerbes («Bund» vom
Freitag), es habe sich bei der Nennung seines Namens beinahe Pogromstimmung
ausgebreitet, war weit übertrieben. Wahr ist,
dass Löffel in Gastrokreisen nicht sehr beliebt ist.
Wahr ist weiter, dass die aufgeblähte Beizenszene in der Schweiz
ein Strukturproblem hat, sodass auch ohne Rauchverbot viele Beizer finanziell
den Salto mortale machen würden. Dennoch: Der (nicht rauchende) Beobachter
empfindet es als Schildbürgerstreich, wenn ein Gesetz dazu führt,
dass eine nikotinsüchtige Serviertochter das Tablett vor dem Fumoir
abstellen muss, weil ihr der Rauch im Raucherstübli nicht zugemutet
werden darf. Wahr ist aber auch, dass es die Branche verpasst hat, eigene
Lösungen zu entwickeln, was auch Gastredner und Regierungspräsident
Hans-Jürg Käser (FDP) monierte, laut Eigendeklaration ein «liberaler
Mensch». (...)
Leserbrief zum Beitrag «Unwirtliche» Bedingungen in Gastrobranche
im Bund vom 21.5.10
Wer stört wen?, das ist hier die Frage
Wir sind ein pensioniertes Ehepaar, und seit eh und jeh unfreiwillige
Passivraucher.
Alles begann, als ich mit meinem ersten Kind schwanger war und mich mein
kettenrauchender Chef in einem Grossraumbüro Monate lang einnebelte.
Es war die Hölle für uns!
Alle von unserer Generation beschlossenen Natur- und Menschenschutz Massnahmen
beabsichtigen die künftigen Bürger unseres Landes zu schützen.
Dazu gehört auch das Recht nichtverrauchte, frische Luft frei atmen
zu dürfen. Nun steht die Badesaison vor der Türe und damit der
jährliche Kampf um erholsame Stunden im Marzili. Raucher und Raucherinnen
setzen sich neben mich, packen ihre Zigis aus und ich muss - ungefragt
natürlich - die penetranten Rauchwolken einatmen. Sogar die Haare
beginnen nachhaltig nach Rauch zu stinken und ich suche mir ein anderes
Plätzchen. Ein Ritual, das sich wegen meiner Allergie gegen das Passivrauchen
mehrmals täglich wiederholt. Ist das Freiheit?
Fahren Sie nur fort Hr. Löffel! Wir waren von ihrem Auftritt in der
Arena angetan, wie sie unser Anliegen mit klaren Argumenten vertreten
haben. Es sind viele – und es werden immer mehr – die hinter
ihnen stehen und für eine unbelastete Luft mitkämpfen! Magdalena
Sasdi, Bern
Bund 21.05.10
«Unwirtliche» Bedingungen in Gastrobranche
Regulierungswut macht dem Gastgewerbe zu schaffen, doch müsse
der «lethargische Haufen» selbst kämpferischer werden,
sagte der Präsident von Gastrobern.
Mit «unwirtlichen Rahmenbedingungen» sehen sich die
Wirte im Kanton konfrontiert. Am 6. Tag des bernischen Gastgewerbes auf
dem Gurten legte die Verbandsspitze von Gastrobern gestern dar, wo der
Schuh drückt: tiefe Promillegrenzen, die Gäste von entfernten
Landbeizen fernhalten, oder das «schikanös umgesetzte»
Rauchverbot, so Präsident Casimir Platzer. Er
erschaudere bei Auftritten der Antiraucher-Lobby im Fernsehen, beim «freud-
und trostlosen» Fanatismus des EVP-Grossrats Ruedi Löffel.
Fällt in Wirtekreisen der Name des «Vaters» des bernischen
Rauchverbots, kommt fast Pogromstimmung auf.
Initiative nach Wahlschlappe
Platzer kritisierte auch die eigenen Reihen: Die Wirte seien ein «lethargischer
Haufen». Politische Kandidaturen aus der Branche für den Grossrat
und andere Ämter scheiterten an mangelnder Unterstützung der
Wirte. Im Grossen Rat sitze ein einziger Hotelier, der als EVP-Mann aber
kein echter Gastro-Interessenvertreter sei. Platzer rief dazu auf, die
Mehrwertsteuer-Initiative des Schweizer Gastgewerbes aktiv zu unterstützen.
Regierungsrat Hans-Jürg Käser (FDP), der als Student einst in
England als Aushilfskellner tätig war, rauchte gestern im Festzelt
nicht Pfeife, sondern beklagte «als liberaler Mensch» ebenfalls
die Regelungsdichte. Nach jedem Einzelereignis rufe man nach scharfen
Gesetzen. Er bedauerte aber auch, dass es die Gastrobranche nicht selbst
geschafft habe, einen vernünftigen Nichtraucherschutz auf freiwilliger
Basis einzuführen.
Die Regelungsdichte war auch der Kerngedanke des Gastredners, des Publizisten
Beat Kappeler. Der einstige Gewerkschaftssekretär des SGB sagte,
sobald sich Parlamente und Verwaltung über ein Problem beugten, komme
immer eine komplizierte und teure Lösung heraus – und die aufwendigen
Kontrollen müsse erst noch der Kontrollierte bezahlen. Es müsse
wieder mehr Augenmass und Ermessen möglich sein. (mdü)
Bieler Tagblatt 04.05.10 / PARZIVAL MEISTER
Öldämpfe, aber kein Zigarettenrauch
Seit dem 1. Mai gilt auch in Produktionshallen und Büros
ein Rauchverbot. Das bedeutet für viele: Wer trotzdem paffenwill,
muss dazu ausstempeln.
(...) Wenn Mitarbeiter ausserhalb der Pause eine Zigarette rauchen wollen,
zählt dies nicht mehr zur Arbeitszeit. Dieselbe Regelung hat auch
die L. Kellenberger & Co. AG in Biel eingeführt. «Wer rauchen
will, muss ausstempeln», erklärt Angela Selb von der Personalkommission.
In der Produktionshalle des Betriebes im Längfeld trat das Rauchverbot
einen Monat vor dem Bundesgesetz, also am 1. April 2010, in Kraft. Selb
sagt, dass das Verbot von den 111 Mitarbeitern «akzeptiert»
werde: «Ich habe jedenfalls nichts Schlechtes gehört.»
Fumoirs hat die Firma keine eingerichtet. (...) «Es gibt sicher
solche, die nun den Tag hindurch weniger rauchen als früher.»
Mehr Nichtraucherbetriebe
Betriebe, in denen noch in der gesamten Produktionshalle geraucht werden
durfte, waren schon vor dem offiziellen Rauchverbot eher spärlich
gesät. «Bei praktisch allen unseren Mitgliedern war das Rauchen
im Betrieb schon vorher nur eingeschränkt möglich», sagt
etwa Christof Burkard, Sekretär Politik und Arbeitsrecht bei Swissmechanic,
dem Schweizer Verband mechanischtechnischer Betriebe. In vielen Grossbetrieben,
so Burkard weiter, habe sich das Rauchverbot schon vor über zehn
Jahren durchgesetzt. (...) Burkard meint, dass mittelgrosse Unternehmen
in den letzten vier Jahren ihre Raucherkultur geändert «Meistens
im Einklang mit den kantonalen Gesetzgebungen», so der Sekretär.
Diese Aussage passt zur Firma Muller Machines SA in Brügg. Hier wurde
das Rauchverbot per August 2009 eingeführt, also kurz
nachdem im Kanton Bern das Verbot in Bars und Restaurants galt. «Das
war ein guter Zeitpunkt. Das Rauchverbot wurde sozusagen salonfähig,
wir haben nichts Neues vom Zaun gerissen», sagt Personalchefin
Monica Meyer. Das Reglement habe man aber nicht nur wegen der Gesetzesänderung
eingeführt. Die Geschäftsleitung habe von sich aus beschlossen,
die Nichtraucher zu schützen. Zudem mache ein rauchfreier Betrieb
auch gegenüber der Kundschaft einen besseren Eindruck. «Ein
Widerstand von der Belegschaft kam nicht explizit rüber.
Tagesschau Schweizer Fernsehen 01.05.2010
Aschenbecher weg - jetzt sind wir rauchfrei
Das Rauchverbot in den Gaststätten ist nun in
der ganzen Schweiz in Kraft. Um Mitternacht wurden die Aschenbecher eingesammelt
und die Raucher nach Draussen geschickt. In unseren Nachbarländern
gilt das Rauchverbot schon länger.
Link >>> die Nachbarländer ab 02:14
(Deutschland) / 02:49 (Frankreich)
/ 03:29 (Italien)
Aargauer Zeitung 01.05.2010
Verbot spaltet die Wirte in der Schweiz
Ab heute gilt in der ganzen Schweiz ein Rauchverbot in Restaurants.
Viele Kantone verfügen bereits über teilweise strengere Vorschriften.
So auch der Kanton Bern, der das Verbot am 1. Juli 2009 einführte.
Was für die einen Wirte ein Segen ist, ist für andere Beizer
ein unverhältnismässiger Eingriff in ihre Wirtschaftsfreiheit
und Privatsphäre. Beim Zytglogge in der Berner Altstadt finden sich
– nur einen Steinwurf voneinander entfernt – zwei solche gegensätzliche
Beispiele.
(...) Gar nicht sonnig zumute ist es Silvia Chautems, der Wirtin des Restaurant
des Pyrénées, gleich bei der Kornhausbrücke. Mit besorgtem
Blick richtet sie die Mittagsteller für die Gäste an, die alle
im Freien Platz genommen haben. «Jetzt, im Sommer, geht es. Doch
der lange und harte Winter hat uns mächtig zugesetzt», sagt
Chautems. Schuld daran sei das Rauchverbot , das dazu geführt habe,
dass deutlich weniger Gäste den Weg ins «Pyrénées»
gefunden hätten. «An die 20% weniger Umsatz habe ich diesen
Winter gemacht; eine Katastrophe.» (...)
Adrian Iten, Teilinhaber des Adrianos’s Bar&Café, ist
den Gesetzeshütern vor vier Jahren mit einem freiwilligen Rauchverbot
zuvorgekommen. Der Grund dazu war ganz simpel: «In unserem kleinen
Lokal liegt der Food relativ offen in der Vitrine. Es gab Gäste,
die nach 16Uhr bemängelten, die Sandwichs würden nach Rauch
stinken», erklärt der 43-jährige Wirt. Sei noch dazu gekommen,
dass selbst er als Raucher volle Aschenbecher wie die Pest hasse. (...)
Als Sternstunde bezeichnet Adrian Iten den 1.Juli
2009, als Bern das Rauchverbot in öffentlichen Räumen einführte.
Dieses habe dem Lokal seither mehr Gäste und 20% mehr Umsatz beschert.
«Viele Gäste haben sich wohl gesagt, wenn ich schon nirgends
mehr rauchen kann, dann gehe ich doch zum ‹Adrianos’s›.»
Dass es Wirte gibt, die sich mit Händen und Füssen gegen das
Rauchverbot stemmen, kann Iten nicht nachvollziehen. Wer sich diesem gesellschaftlichen
Wandel entgegenstelle, werde in diesem Geschäft nicht lange überleben.
«Wenn wir in zehn Jahren an geschlossene Räume zurückdenken,
in denen geraucht werden durfte, dann werden wir ungläubig den Kopf
schütteln», ist Iten überzeugt.
ARENA Schweizer Fernsehen 30.04.2010
Ausgeraucht
Am 1. Mai tritt das Rauchverbot in Restaurants und öffentlichen
Räumen in der ganzen Schweiz in Kraft. Das umstrittene Gesetz sorgt
für rote Köpfe auf allen Seiten. Eine Initiative will das Rauchverbot
rückgängig machen und Wirte umgehen die Regelungen mit halblegalen
Tricks. Die Lungenliga will noch weiter gehen und auch bediente Fumoirs
und Ausnahmen verbieten.
Link >>> die "wichtigsten" Szenen
ab 11:30 / 41:20 / 59:25 / 1:10:26
Pressemitteilung rheinisch-westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung
27.04.2010
Rauchverbote führten nur zu geringen Umsatzeinbussen
Die in den deutschen Bundesländern eingeführten Rauchverbote
haben kurzfristig zu Umsatzeinbußen im Gastgewerbe geführt.
Diese fielen jedoch schwächer aus als von vielen Gastwirten befürchtet.
An Zigarettenautomaten sorgte neben den Rauchverboten vor allem die seit
2007 vorgeschriebene elektronische Alterskennung für sinkende Umsätze.
Zu diesen Ergebnissen kommen drei RWI-Untersuchungen rund um das Thema
Rauchen auf Grundlage unterschiedlicher Daten. (...)
Bund 13.04.2010
20 Anzeigen wegen Rauchverbots
Die Umsetzung des Rauchverbots
in Berner Restaurants klappt «erstaunlich gut», sagt der
Leiter der Berner Gewerbepolizei, Marc Heeb. Christian Brönnimann
(...) Im Grossen und Ganzen sei die Umsetzung des Rauchverbots seit dem
1. Juli 2009 gut gelaufen – sogar «erstaunlich gut, angesichts
der Polemik im Vorfeld», so Heeb. (...) Im Kanton Bern kam es bislang
zu knapp 20 Anzeigen gegen Wirte wegen Verstössen gegen das Rauchverbot.
Vier bis sechs hat die Stadtberner Gewerbepolizei laut Marc Heeb eingereicht,
bei der Gewerbepolizei Biel waren es zwei Anzeigen. Die übrigen Regionen
liegen im Zuständigkeitsbereich der Kantonspolizei. Laut Sprecherin
Ursula Stauffer gab es hier elf Anzeigen, mehr als die Hälfte davon
im Oberaargau. Zudem hat die Polizei vier Bussen à 40 Franken gegen
Raucher ausgesprochen. (...)
In ländlichen Gebieten scheint das Rauchverbot ebenfalls eine breitere
Akzeptanz gefunden zu haben als ursprünglich befürchtet. Im
letzten Sommer prophezeite Urs Mäder, Präsident von Gastro Emmental,
gegenüber «10 vor 10», dass sich rund ein Viertel der
Emmentaler Wirte nicht an das Verbot halten werden. Heute sagt er: «Ich
gehe davon aus, dass die meisten Wirte das Verbot einhalten.» Es
gebe gewiss einige, die das ganze etwas «legerer handhaben».
Dies sei jedoch die Ausnahme. Gestützt wird diese Einschätzung
vom Emmentaler Regierungsstatthalter Markus Grossenbacher, der von Berufes
wegen oft Restaurants besichtigt. Dabei sei ihm «nie aufgefallen,
dass noch geraucht würde». (...)
Langenthaler Tagblatt / MLZ 01.04.2010
Rauchen in Festzelten bleibt verboten
(...) Bezüglich der Definition, was als Aussenraum gilt, bestehe
beim bernischen Rauchverbot ein Vollzugsproblem, moniert die FDP
in einer Motion. Die Verordnung oder nötigenfalls das Gesetz seien
so anzupassen, dass das Rauchen «in unbeheizten öffentlichen
Terrassen und Lauben, die seitlich oder gegen oben geöffnet sind»,
nicht mehr verboten sei. Erlaubt werden soll das Rauchen auch in Wintergärten
mit Aussenraum-Charakter sowie in Zelten. «Mindestens dann, wenn
sie auf einer Seite offen sind», schreiben die Motionäre.
Luftaustausch gewährleistet?
Der Regierungsrat hat kein Verständnis für das Anliegen. «Massgebendes
Kriterium, ob ein Raum als Innenraum oder als Aussenraum gilt, ist die
Frage, ob der Luftaustausch gleich wie im Freien möglich ist»,
schreibt er in seiner jetzt veröffentlichten Antwort. Dem Anliegen
der Motionäre habe er zudem in der Verordnung teilweise Rechnung
getragen: «Das Rauchen in Aussenräumen ist zulässig»,
so der Regierungsrat. Die im Vorstoss vorgeschlagenen Ergänzungen
böten zudem Probleme. So sei das Kriterium Heizung nicht sachgerecht
für die Unterscheidung zwischen Innenraum und Aussenraum. Ein auf
einer Seite offener Raum könne durchaus als Aussenraum gelten, wie
eine Laube bei einem Bauernhaus, die auf einer Längsseite offen ist.
Sei jedoch nur eine Schmalseite offen, wäre der Luftaustausch nicht
mehr gewährleistet.
Festwirte nicht bevorzugen
«Insbesondere wäre es abzulehnen, das Rauchen in Festzelten
generell wieder freizugeben», betont der Regierungsrat. Einerseits
würde so der Schutz vor Passivrauchen unnötig geschwächt
und andererseits würden die Betreiber von Festwirtschaften gegenüber
dem traditionellen Gastgewerbe ohne zureichenden Grund bevorzugt.
Gewisse Umsetzungsschwierigkeiten überraschten ihn aber nicht, denn
mit dem Schutz von Passivrauchern sei eine neue Regelung eingeführt
worden. Die Verwaltung werde sich weiterhin für Lösungen mit
Augenmass einsetzen. Ergebe sich aufgrund von Erfahrungen Handlungsbedarf,
würde er sich Präzisierungen in der Verordnung nicht verschliessen.
Der Grosse Rat behandelt den Vorstoss in der Juni-Session. (uz)
Basellandschaftliche Zeitung / MLZ 01.04.2010
Basel hat ab heute ausgeraucht
Eine lange und von vielen als lästig empfundene Tradition ist um
Mitternacht in Basel zu Ende gegangen: Das Rauchen in Restaurants und
Beizen. Heute tritt das Rauchverbot im Stadtkanton in Kraft – einen
Monat früher als im Baselbiet und in der übrigen Schweiz. (...)
NZZ online 30.03.2010
Genügend Unterschriften für Volksinitiative der Lungenliga
(sda) Die Volksinitiative der Lungenliga für ein national einheitliches
Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden kommt nach Angaben der
Initianten zustande. In 10 Monaten kamen über 120'000 Unterschriften
zusammen, wie die Lungenliga am Dienstag mitteilte. (...)
Die Initiative der Lungenliga und über 50 weiterer Organisationen
fordert ein generelles Rauchverbot in öffentlich zugänglichen
Innenräumen, die als Arbeitsplätze dienen - etwa in Restaurants
oder Hotels. Diese Forderung geht über die ab dem 1. Mai geltende
Bundesregelung hinaus.
Berner Zeitung 26.03.2010 / Leserbriefe
Gejammer
Wann hört das Gejammer endlich auf? Die Wirte sollten einmal überlegen,
warum die Leute nicht mehr kommen. Wenn eine Tasse Kaffee zwischen Fr.
4.80 und 5.20 oder ein Mineralwasser, 3 Deziliter, Fr. 4.80 kostet, ist
es ja auch möglich, dass die Gäste deswegen ausbleiben. Ich
kenne Gaststätten, die sind immer voll – trotz oder gerade
wegen des Rauchverbots.
Hans Jürg Graf, Sumiswald
Berner Zeitung 25.03.2010
Bund setzt rauchende Beamte an die Luft
Ab 1.Mai tritt das neue Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen
in Kraft. In 100 Verwaltungsgebäuden sollten Fumoirs eingerichtet
werden. Doch daraus wird nun nichts. Der Bund gibt die nötigen Mittel
nicht frei.
Seit letztem Sommer gilt im Kanton Bern in allen öffentlichen Gebäuden
ein striktes Rauchverbot. Nur in den Amtsstuben der Bundesverwaltung wird
weiterhin munter Tabak abgebrannt. Schliesslich, so argumentierte der
Amtsschimmel, sei nur der kleinste Teil der Gebäude öffentlich
zugänglich und falle somit unter die kantonalen Bestimmungen. Es
gebe darum keinen Grund, die Aschenbecher aus Büros und Kantinen
zu entfernen.
Doch ab dem 1.Mai gibt es den Grund. Dann nämlich tritt das neue
Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft, das beim Nichtraucherschutz
einen schweizweit einheitlichen Mindeststandard vorgibt. Wie das kantonale
Regelwerk sieht es ein Rauchverbot vor für geschlossene Räume,
die öffentlich zugänglich sind: Kinos, Schulen, Museen, Einkaufszentren
oder Verwaltungsgebäude. In Artikel 1a geht es jedoch noch einen
kleinen, aber entscheidenden Schritt weiter: Das nationale Verbot gilt
auch in Räumen, «die mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen»,
steht da. «Im Klartext bedeutet das, dass im besten Fall nur noch
in Einzelbüros weiterhin geraucht werden darf», sagt Martin
Frösch vom Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL). «Und
da solche Büros die Ausnahme sind, ist die Bundesverwaltung generell
vom neuen Gesetz betroffen.»
(...) das BBL wird durch das totale Rauchverbot in seinen Liegenschaften
erhebliche Einsparungen tätigen können.
Das Reinigungspersonal wird keine Aschenbecher mehr leeren müssen,
geteerte Büros müssen nicht mehr so fleissig gestrichen werden,
und das Mobiliar bleibt dank weniger Brandlöchern länger im
Einsatz. Zum Vergleich: Der Schweizer Verband öffentlicher Verkehr
(VöV) meldete ein Jahr nach der Einführung eines Rauchverbots
in allen Zügen, dass dank massiv gesunkenen Reinigungskosten jährlich
gegen 2 Millionen Franken eingespart werden könnten. (...)
Thuner Tagblatt 19.03.2010 / Grossrats-Wahlserie
Nachgefragt bei Patric Bhend (SP, Thun)
Welchem Berner würden Sie gerne die Rote Karte zeigen?
Allen unverbesserlichen Wirten, die Grossrat Ruedi Löffel nicht mehr
bedienen, weil dieser sich über Jahre für ein Rauchverbot in
Berner Beizen eingesetzt hat. (...)
Berner Zeitung Oberaargau 12.03.2010
Erst ein einziger Verstoss gegen das Rauchverbot
Das Rauchverbot wird in Herzogenbuchsee gut eingehalten.
(...)
Dass das Rauchverbot in Herzogenbuchsee bislang keine grösseren Probleme
verursachte, hat eine Nachkontrolle im Auftrag des Statthalters ergeben.
Sämtliche Buchser Lokale mit Gastgewerbebewilligung wurden im Rahmen
dieser Kontrolle überprüft. (...) Gemeindeschreiber Rolf Habegger
zieht ein positives Fazit: «Bis auf einen Fall wurde das Rauchverbot
überall eingehalten.» (...) Aber nicht nur in den Beizen, sondern
auch in
allen anderen öffentlichen Gebäuden darf nur noch in dafür
bewilligten Räumen geraucht werden: Das gilt für Einkaufszentren
ebenso wie für Konzertlokale, Kinos oder Spitäler. Auch in diesem
Bereich sei es bisher weder zu Reklamationen noch zu Klagen gekommen,
sagt Rolf Habegger.(...)
Bund 04.03.2010 / Leserbrief
Bedauerlich
Mein erster Vorstoss für rauchfreie Beizen wurde vor 5 Jahren "dank"
dem Stichentscheid des SP-Grossratspräsidenten abgelehnt . Dass nun
erneut aus SP-Kreisen Widerstand kommt, finde ich sehr bedauerlich. Das
Problem mit dem Nachtlärm zeigt einmal mehr, dass ein Teil der Rauchenden
offenbar nicht in der Lage ist, Rücksicht zu nehmen.
Ruedi Löffel, Grossrat EVP, Münchenbuchsee
Bund 02.03.2010
SP-Präsident lehnt sich gegen kantonales Rauchverbot auf
Franz Schori, Präsident der SP Thun, findet, das kantonale
Rauchverbot gehe zu weit. Nun will er seine Genossen zum Kampf fiir eine
Lockerung gewinnen. (...) (alles
lesen)
Berner Zeitung online 25.02.2010
Bloss drei Kandidierende sind gegen das Rauchverbot
Für die Raucher bleibt die Luft auch nach den Regierungsratswahlen
im Kanton Bern dünn: In der neuen Regierung wird es keine Mehrheit
geben, die das geltende Rauchverbot in Frage stellt.
Die Gegner des seit dem 1. Juli 2009 geltenden Rauchverbots im
Kanton Bern werden es nach den Wahlen am 28. März nicht einfacher
haben. Das zeigt eine Auswertung der Profile von 14 Kandidatinnen und
Kandidaten bei der Online-Wahlhilfe Smartvote. «Begrüssen Sie
das seit 1. Juli 2009 geltende Rauchverbot in öffentlichen Räumen
im Kanton Bern? (öffentliche Gebäude, Kinos, Theater, Restaurants,
Bars, etc.)», lautete die Frage. Und nur gerade drei Kandidierende
haben sie mit Nein beantwortet. (...)
Gar nichts erhoffen können sich die Kritiker des Rauchverbots von
Patrick Gsteiger (EVP), Marc Jost (EVP), Alexandra Perina-Werz (CVP) und
Josef Rothenfluh (parteilos), die sich mit klarem Ja hinter das geltende
Verbot stellen. (...) (alles
lesen)
sda / Berner Zeitung online 25.02.2010
Mehr Beizen als vor dem Rauchverbot
Wegen dem Rauchverbot befürchten Wirte das Ende ihrer Beizen.
Eine neue Umfrage weist jedoch ein robustes Wachstum der Gastronomie-Branche
aus.
Zu einem Beizensterben hat das angebliche Ausbleiben der Gäste
nicht geführt - auch nicht in jenen Kantonen, die seit mehreren Jahren
ein Rauchverbot kennen. Im Gegenteil: Seit Jahren gibt es in der Schweiz
rund 20'000 Gastronomieunternehmen - Tendenz steigend. Eine Erhebung des
Gläubigerverbands Creditreform, die der Nachrichtenagentur SDA vorliegt,
weist über die letzten zehn Jahre ein robustes Wachstum der Branche
aus. Ende 2009, als in den meisten Kantonen bereits ein Rauchverbot galt,
gab es unter dem Strich über 500 Bars und Beizen mehr im Land als
Anfang Jahr. 2008 waren fast 600 Betriebe dazugekommen. (...) Konfrontiert
mit der Creditreform-Statistik äussert sich der nationale Wirteverband
Gastrosuisse kurz angebunden: Die Langzeitwirkung des Rauchverbots auf
die Branche könne heute noch nicht beurteilt werden, heisst es in
einer schriftlichen Stellungnahme. (...) (alles
lesen)
sda / Berner Zeitung online 25.02.2010
Wirte wollen sämtliche Rauchverbote aufheben
Die Interessengemeinschaft Freie Schweizer Wirte hat am Donnerstag die
Initiative «Für ein liberales Rauchergesetz» lanciert.
Ziel ist es, sämtliche gesetzliche Rauchverbote aufzuheben. (...)
Der Schutz des Personals vor Passivrauch ist für die Rauchverbots-
Gegner dagegen kein Thema. Ein grosser Teil des Personals rauche ohnehin
selber, argumentierten sie. Es sei schliesslich auch niemand gezwungen,
in einem Raucherlokal zu arbeiten. Für die
Schädlichkeit des Passivrauchens gebe es ohnehin keinen Beweis,
sagte Mitinitiant Patrick Lohri. (...) (alles
lesen)
20 Minuten online 23.02.2010
Das Rauchverbot soll weichen
Es soll wieder gequalmt werden. Das finden die Initianten der neuen Volksinitiative
«für ein liberales Rauchergesetz». Künftig soll
alleine der Eigentümer entscheiden, ob in seinem Restaurant geraucht
werden darf oder nicht. (weiterlesen)
TeleBärn News 22.02.2010
Wegen Fumoirs: Weitere Hausverbote für Rickenbacher und Löffel
Viele Beizer im Kanton Bern haben einen Groll gegen die Initianten des
Rauchverbots. Andreas Rickenbacher und Ruedi Löffel haben in immer
mehr Beizen Hausverbot. Die beiden nehmen es gelassen.
Link /
Link2
20 Minuten 19.02.2010
Wirte gründen IG gegen Rauchverbot
Die Stadträte Jimy Hofer, Peter Bühler und Martin Schneider
haben diese Woche die Interessengemeinschaft Freies Entscheiden und Handeln
gegründet.
Ihr erstes Ziel: das kantonale Rauchverbot aufzuheben und dieses durch
die weniger strenge eidgenössische Lösung zu ersetzen. Kleinbetriebe
bis 80 Quadratmeter könnten so wieder selbst entscheiden, ob sie
Raucher- oder Nichtraucherbetriebe sein wollen – heute sind reine
Raucherbetriebe im Kanton Bern tabu. «Bis gestern hatten wir schon
60 Mitglieder», sagt Wirt Peter Bühler. Die IG wolle eine kantonale
Initiative vorbereiten, falls der Grosse Rat nicht bereit sei, das Rauchverbot
durch die nationale Lösung zu ersetzen. Vielleicht wird aber auch
dieses bald massiv verschärft: Die Lungenliga und 50 weitere Organisationen
haben nämlich eine entsprechende eidgenössische Volksinitiative
lanciert und schon 100 000 Unterschriften gesammelt. sah
20 Minuten 18.02.2010 / Berner Fasnacht
Von Bärenpark und Rauchverbot
(...) Das neue Rauchverbot hat im letzten Jahr nicht
nur die Wirte stark beschäftigt. So dichten Die drei Musketiere:
«Vor dr Beiz eis rouke Lüt, das isch gfährlech wine Moore,
as entzündet d Blase, d Lunge und eine sig schins scho erfrohre.
Äs tünkt mi bald, i wett fasch meine, das Gsetz sig ds sträng
bemässe. Lang geits nümm, u d Roucherwurtscht muesch ufem Trottoir
uss ga frässe!»
Blick am Abend 05.02.2010
Hausverbot wegen Rauchverbot für Grossrat
UNERWÜNSCHT - Weil Ruedi Löffel das «Anker»-Personal
provozierte, wird er nicht mehr bedient.
(...) Blick am Abend interviewte Löff el im Dezember im
Anker- Fumoir zum Thema Rauchverbot. Am späteren Abend soll Löffel
auf die Frage, ob er noch etwas bestellen wolle, mit «ja, frische
Luft», geantwortet haben. (...) (Link)
Berner Zeitung 05.02.2010 (auch BaZ > Link)
«Anker»-Wirt greift durch: Lokalverbot für Kantonspolitiker
Als Ruedi Löffel, EVP-Grossrat und geistiger Vater des Rauchverbots,
im Fumoir des «Ankers» frische Luft verlangte, ist dem Wirt
Beat Bill der Kragen geplatzt: Löffel wird im «Anker»
nicht mehr bedient.
Link
Wegen Rauchverbot:
SP-Regierungsrat Andreas Rickenbacher und EVP-Grossrat Ruedi Löffel
werden im «Anker» nicht mehr bedient.
Es war wohl als Provokation gedacht, als «Blick am Abend»
Ruedi Löffel ins Fumoir des Restaurants Anker zum Interview bat.
Nun ist der EVP-Grossrat und geistige Vater des Rauchverbots im Kanton
Bern im «Anker» nicht mehr erwünscht. Dies, weil er laut
Wirt Beat Bill auf die Frage, ob er etwas bestellen wolle, nach frischer
Luft verlangt habe. Im Gastgewerbe liegen allein schon wegen der Wirtschaftskrise
die Nerven blank. Was von Löffel als Scherz gedacht war, kam bei
Bill schlecht an. Erst schade er den Beizen mit dem Rauchverbot, und dann
müsse man sich noch solche Sprüche anhören, enerviert sich
Bill. «Mir langts – Ruedi Löffel wird hier nicht mehr
bedient.» Nach dem Motto «mitgegangen – mitgehangen»
hat Bill das Lokalverbot gleich auf Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher
(SP) ausgedehnt.
Weisung ans Personal
Das war vor gut zwei Wochen. Seither hängt am Anschlagbrett gegenüber
dem Buffet die entsprechende Weisung ans Servicepersonal: Unter den Bildern
von Löffel und Rickenbacher schreibt Bill, dass «diese beiden
Personen nicht erwünscht» seien und somit nicht bedient würden.
Auf das Beizenverbot angesprochen, muss Löffel zwar erst schmunzeln.
Denn Anfeindungen von Wirten sind ihm nicht neu: Ende letzten Jahres sprachen
Wirte in einem anonymen Schreiben gegen ihn und Rickenbacher ein Hausverbot
in bernischen Restaurants aus. Anfang Jahr distanzierte sich Gastrobern
von dem Schreiben (wir berichteten).
«Am Volk vorbei»
Löffel bedauert das Quasi-Lokalverbot im «Anker». «Während
der Session esse ich hin und wieder gerne Rösti im ‹Anker›.»
Wirte wie Bill würden vorschnell Sündenböcke ausmachen,
so Löffel weiter. «Laut Gastrosuisse besteht im Gastgewerbe
ein Überangebot von 30 Prozent. Dies und die Wirtschaftskrise schaden
den Beizen mehr als das Rauchverbot.»
Gelassen die Reaktion von Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher:
Während des Wahlkampfs seien Bilder in der Öffentlichkeit eine
gute Sache, findet er. Mit seiner Haltung politisiere der «Anker»-Wirt
allerdings am Volk vorbei: «In anderen Kantonen sprach sich die
Mehrheit der Bevölkerung für den Schutz vor Passivrauch aus.»
Zudem, so Rickenbacher, seien Boykott und Gesprächsverweigerung bei
der Lösungssuche wenig hilfreich. Löffel hingegen signalisiert
Gesprächsbereitschaft. «Ich treffe mich gerne mit den ‹Anker›-Verantwortlichen
zum Gespräch. Wenns sein muss, sogar im Fumoir.»
TeleBärn Info 04.02.2010
«Anker»-Wirt greift durch: Lokalverbot für Kantonspolitiker
Zwei Politiker haben Lokalverbot. Sie werden im "Anker" nicht
mehr bedient.
Link / Link2
20 Minuten 03.02.2010
Rauchverbot und die Kälte: Nun wollen viele aufhören
BERN. Vielen Berner Rauchern stinkts: Weil sie diesen Winter erstmals
in der Kälte qualmen müssen, wollen viele jetzt weg vom blauen
Dunst.
Auf einen Termin bei Handaufleger und Rauchstopp-Helfer Walter Wiedmer
in Rüegsauschachen muss man lange warten: «Ich bin bis Juli
ausgebucht.» Auch Tom Wallimann, der in Spiez Raucher mit Hypnose
und Laser-Akupunktur vom Glimmstängel wegbringen will, ist sehr gefragt:
«Ich habe eine Warteliste von rund einem Monat.» Für
ihn ist klar: Der grosse Andrang geht auf das am 1. Juli eingeführte
Rauchverbot zurück. «Wenn Raucher trotz Eiseskälte draussen
stehen und rauchen, während alle anderen im Restaurant sitzen, wird
ihre Schwäche für alle sichtbar», weiss der Experte.
Den aktuellen Trend, vom Qualm wegzukommen, spüren auch die Apotheken:
«Viele Kunden decken sich mit Nikotinkaugummis ein», so eine
Mitarbeiterin der City-Apotheke in Bern. Auch die Naturprodukte der Berner
Bollwerk-Apotheke sind begehrt.
Wer den Absprung allein nicht schafft, kann sich bei der Berner Gesundheit
gratis Hilfe holen. Noch sind in den Entwöhnungsgruppen Plätze
frei. Doch auch hier bemerkt man die Wende: «Durch die räumliche
Einschränkung ist das Rauchen in diesem Winter viel unattraktiver
als vor einem Jahr», so Berater Heinz Lengacher.
Berner Zeitung / Thuner Tagblatt / Berner Oberländer 20.01.2010
/ Leserbriefe
Frech
Für mein Empfinden ist es ausserordentlich unverschämt und
frech, wenn ein Politiker, der gewöhnlich mehr Ruhe und Ordnung fordert,
einen demokratisch gefällten Mehrheitsentscheid des Kantonsparlamentes
einfach ignoriert und sich sein eigenes «Recht» bastelt.
Ruedi Löffel, EVP-Grossrat
Berner Zeitung 19.01.2010
Jimy Hofer stellt sich quer
Nicht alle Wirte in der Stadt Bern halten sich ans Rauchverbot.
In der Rössli-Bar der Reithalle und in der Broncos-Loge von Stadtrat
Jimy Hofer wird noch munter gepafft. Der Gewerbepolizei fehlen die Mittel
für bessere Kontrollen. Andrea Sommer
Seit dem 1.Juli 2009 ist im Kanton Bern das Rauchverbot in Kraft.
Der Berner Mundartrocker Polo Hofer scherte sich letzten September nicht
drum und rauchte im Restaurant Lorenzini trotzdem. Tags darauf rief Hofer
im «Blick am Abend» öffentlich zum zivilen Ungehorsam
auf: «Wenn möglichst viele Leute meinem Beispiel folgen, gerät
die Situation ausser Kontrolle.» (...)
Ebenfalls nicht ans Rauchverbot hält sich der parteilose Stadtrat
Jimy Hofer. In seiner Broncos-Loge in der Matte wird tüchtig weitergequalmt.
(...) Der Stadtrat, der sich gern als Law&Order-Politiker gibt, der
öffentlich die «chaotischen, anarchischen und nicht tolerierbaren
Zustände in der Reithalle» anprangert und fordert, dass für
alle die gleichen Regeln zu gelten hätten, hat hier eine eigene Auffassung
von Recht. «Ich habe schon immer gegen unsinnige Gesetze verstossen»,
sagt Hofer. (...)
(den
ganzen Beitrag lesen)
Blick am Abend 11.01.2010
Friedenspfeife mit Löffel
RAUCHER-KNATSCH
Der Wirteverband erachtet den Boykottaufruf gegen Ruedi Löffel als
niveaulos.
Darf in Beizen bedient werden Grossrat Ruedi Löffel.
Viele Restaurants leiden wegen des Rauchverbots unter Umsatzrückgang.
Wirte machen Volkswirtschaftsdirektor Andreas
Rickenbacher (SP) und den «Vater» des Berner Rauchverbots,
EVP-Grossrat Ruedi Löffel, dafür verantwortlich. «Diese
zwei Egoisten sollten im ganzen Kanton in keinem Restaurant mehr bedient
werden», riefen unbekannte Wirte im Dezember in einem Flyer
ihre Kollegen auf. Nun hat der Wirteverband «GastroBern» reagiert.
«Der Verband distanziert sich ganz klar von dieser Kampagne»,
schreibt «GastroBern» in einem Versöhnungsbrief an Rickenbacher
und Löffel. «GastroBern» habe mit diesem Boykottaufruf
in keiner Weise etwas zu tun und halte ihn für deplatziert und niveaulos.
Trotzdem wolle sich der Verband in den branchenrelevanten politischen
Geschäften weiter für die Wirte einsetzen. «Vielleicht
lädt mich der Verband mal in ein Fumoir ein, um die Friedenspfeife
zu rauchen», sagt Ruedi Löffel zur Affäre. ehi
Berner Zeitung online 11.01.2010
Ärger wegen Rauchern am Barstreet-Festival
Von wegen rauchfrei: bernerzeitung.ch-Leser ärgerten sich
am Freitag über einen verqualmten Barstreet-Auftakt. Die Veranstalter
kennen das Problem, sprechen von Anfangsschwierigkeiten und geloben Besserung.
(...) «Es ist eine Frechheit! Von wegen separate Raucherlounges!
Im Vorraum der Toiletten wurde gequalmt was das Zeug hält»,
schreibt der Nichtraucher in einer Mail. Der Bereich bei den Toiletten
neben der Bühne sei zudem gleich offiziell als Raucherlounge erklärt
worden. «Man muss diese Raucherlounges durchqueren wenn man auf
die Toilette will.» Weil die Räume nicht abgetrennt sind, verbreite
sich der Dunst zudem ungehindert in der Festhalle. Sobald keine Security
mehr in Sichtweite sei, werde gequalmt. (...) (den
ganzen Beitrag lesen)
Langenthaler Tagblatt / MZ 09.01.2010 / Rauchverbot
Excusez von GastroBern
Wieder willkommen
Anfang Dezember kursierte bei Beizern im Kanton Bern das Mail «Rauchzeichen
aus Belp». Darin forderten die Absender ihre Kollegen zum Bedien-Boykott
von Grossrat Ruedi Löffel ( EVP ) und Volkswirtschaftsdirektor Andreas
Rickenbacher (SP) auf. Der «Vater» des kantonalen Rauchverbots
und der für dessen Umsetzung verantwortliche Regierungsrat seien
in ihren Gaststätten nicht mehr willkommen (wir berichteten). Jetzt
hat sich der Wirteverband GastroBern bei den beiden schriftlich entschuldigt.
«Wir halten den Boykottaufruf für deplatziert und niveaulos»,
schreibt GastroBern. Löffel: «Für
die EVP sind Friede und Versöhnung tragende Werte, deshalb freut
mich der Brief.» (uz)
Berner Zeitung 09.01.2010
NAMEN
Den Berner Beizern sind unbequeme Gäste offenbar doch lieber als
gar keine. EVP-Grossrat Ruedi Löffel (Münchenbuchsee) und Regierungsrat
Andres Rickenbacher (SP), denen in einem anonymen Schreiben aus Wirtekreisen
vor Monatsfrist quasi ein Hausverbot in bernischen Restaurants auferlegt
worden ist, weil sie das RAuchverbot unterstützten, sollen wieder
willkommen sein. Casimir Platzer, Präsident von Gastrobern, distanziert
sich in einem Brief an Rickenbacher und Löffel von der Kampagne einiger
Verbandsmitglieder: "Gastrobern hat mit diesem Boykottaufruf
in keiner Weise etwas zu tun und hält ihn für deplatziert
und niveaulos."
Blick am Abend 08.01.2010
Rauchen ist nun mal tödlich
KONFLIKT
- Ruedi Löffel und David Herzig im Gespräch über das Rauchverbot
in den Beizen.
Markus Ehinger und Jean-Claude Galli
Ruedi Löffel, Sie gelten als «Vater» des
Rauchverbots in den Berner Beizen. Sind Sie mit der Umsetzung zufrieden?
Ich habe sehr viele positive Rückmeldungen erhalten – von Gästen
und vom Personal. Besonders Leute mit Atemwegsbeschwerden sind dankbar,
dass sie jetzt wieder in den Ausgang können.
David Herzig, Sie sind Präsident der IG Freie Schweizer
Wirte und sammeln Unterschriften für eine Initiative gegen das Verbot.
Warum?
Ich habe viel Kontakt zu Wirten und fast alle klagen über grosse
Umsatzrückgänge und bangen um die Existenz der Betriebe. Vor
allem Landbeizen, Clubs, Bars und Discos leiden unter dem Rauchverbot.
Wir fordern, dass der Wirt selber entscheiden kann, ob er in seinem Lokal
Rauchen toleriert oder nicht.
Löffel: Die Nichtraucher waren jahrzehntelang
nicht willkommen. Man kann nicht erwarten, dass sie jetzt nach wenigen
Monaten die Beizen überschwemmen.
Herzig: Die Nichtraucher haben sich in den Landbeizen
nicht von den Rauchern gestört gefühlt. Jetzt bleiben die Gäste
aus. Der Stammtisch ist tot. Das ist eine Tatsache.
Löffel: Die Mehrheit hat entschieden. Schauen
wir vorwärts, statt nur zu jammern! Die Wirte sollen sich nun auf
die neue Kundschaft einstellen.
Immerhin darf man ja in Fumoirs noch rauchen. Genügt
das nicht?
Löffel: Die Berner Lösung ist eine
Kompromisslösung. Richtig wäre es, wenn in Fumoirs nicht bedient
werden dürfte.
Herzig: Betriebe, die ein Fumoir vermögen,
haben eines installiert. Das ist unfair. Wer einen Fumoir-Bau nicht vermag,
steht mit leeren Händen da. Wenn man dauernd raus muss zum Rauchen,
geht die Gemütlichkeit verloren. Man sitzt dann nicht mehr beisammen.
Löffel: Das ist doch wie wenn man aufs
WC muss. Schnell raus, Sache erledigen und wieder in die Beiz. Ein Fumoir
ist nicht gedacht für einen langen Aufenthalt während eines
ganzen Abends.
Herzig: Das stimmt so nicht. In vielen Lokalen
drängen sich alle in die Fumoirs und die restliche Beiz ist leer.
Viele, die im Gastrobereich arbeiten, sind selber Raucher. Das ist wie
auf dem Bau. Da kann einem auch ein Stein auf den Kopf fallen, das ist
Berufsrisiko.
Löffel: Dieser Vergleich hinkt. Passivrauchen
ist sehr schädlich und lässt sich verhindern. Würde man
Tabak erst heute auf den Markt bringen wollen, würde er sicher nicht
bewilligt. Ich war selber auch Genussraucher und habe dann aber aufgehört,
weil ich meinen Töchtern kein schlechtes Vorbild sein wollte.
Warum führt der Kanton Bern nicht das eidgenössische
Gesetz ein?
Löffel: Das nationale Gesetz taugt nichts.
Rauchen und Passivrauchen sind nun mal tödlich.
Herzig: Es kommt doch immer auf die Menge an.
Der Missbrauch ist sicher tödlich.
Löffel: Nichtrauchen ist normal. Wer rauchen
will oder muss, soll damit nicht andere belästigen. Die Mehrheit
will das so, das ist das demokratische Prinzip.
Herzig: Und ich plädiere für eine
freie Wirtschaft. Wenn die Nachfrage nach Nichtraucherlokalen wirklich
vorhanden wäre, gäbe es sie schon längst.
Thuner Tagblatt 08.01.2010
Rauchverbot: Wirtepräsidentin zieht erste Bilanz
Ein halbes Jahr nach Einführung des Rauchverbots in Gaststätten
zieht Wirtepräsidentin Daniela Liebi eine durchzogene Bilanz. Sauer
stossen ihr vor allem die unklaren Regeln betreffend Kontrollen und Sanktionen
auf. Marco Zysset
«Die Branche geht daran nicht zugrunde», sagt Daniela Liebi.
(...) So gebe es in der Region Thun Restaurants, die laut eigenen Angaben
seit dem 1. Juli, der Einführung des Rauchverbots, sogar leichte
Umsatzsteigerungen verbuchen. (...)
Dass die bernische Gesetzgebung zum Schutz der Passivraucher allerdings
die vielerorts beschworene dringend nötige Flurbereinigung in der
Gastronomie einleitet – je nach Ansatz sagen Studien, dass es in
der Schweiz bis zu einem Drittel zu viele Gastgewerbe-Betriebe
gebe – glaubt Liebi nicht. «Die Gastronomie ist in ihrer Gesamtheit
ein grosser und wichtiger Wirtschaftszweig», antwortet sie auf die
entsprechende Frage. (...)
Berner Zeitung online 07.01.2010
Rauchverbot senkt Herzinfarkte um 20 Prozent
Die Einführung des Rauchverbots ist politisch heftig umstritten.
Eine Bündner Studie liefert nun eindrückliche Zahlen und Fakten.
Seit der Einführung des Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden
ist die Zahl der Herzinfarkte in Graubünden um gut einen Fünftel
zurückgegangen. Gemäss einer am Donnerstag veröffentlichten
Studie des Bündner Kantonsspitals war diese Abnahme in erster Linie
durch eine Verminderung der Infarkte bei Nichtrauchern bedingt. (...)
Dass die Einführung eines Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden
mit einer Verminderung des Herzinfarktrisikos einhergeht, wurde bereits
in Untersuchungen in verschiedenen Ländern gezeigt. Erstmals konnte
jetzt auch in der Schweiz ein signifikanter Rückgang nach der Einführung
eines Rauchverbots dokumentiert werden. (vin/ddp) (den
ganzen Beitrag lesen)
Berner Zeitung online 07.01.2010
Barstreet-Festival startet rauchfrei mit YB-Event
Heute Abend öffnet auf der Berner Allmend das Barstreet-Festival
seine Türen. Für die Raucher wurden zwei beheizte Zelte aufgebaut
(...). (weiterlesen)
20 Minuten online / sda 07.01.2010
Raucher zahlen bis 1000 Franken Busse
Wenn die Polizei ab 1. Mai in einem Zürcher Restaurant einen Raucher
erwischt, muss dieser mit einer Busse von 80 Franken rechnen. Falls es
zu einer Anzeige kommt, kann dies den Liebhaber von Glimmstengeln gar
bis 1000 Franken kosten. (...)
Anders als der Bund, der Raucherbetriebe bis zu einer Grösse von
80 Quadratmetern zulässt, sind im Kanton Zürich nur noch abgetrennte
Fumoirs erlaubt. (weiterlesen)
Berner Zeitung online 23.12.2009 / Bundesgerichtsentscheid
Rauchverbot ist für Wirte zumutbar
Das Rauchverbot im Kanton Bern ist nach Ansicht des Bundesgerichts
für Wirte zumutbar. Das geht aus der Urteilsbegründung im Fall
der beiden Beschwerden hervor, die das Bundesgericht im November abgewiesen
hat.
Eingereicht hatten die Beschwerden im Frühling dieses Jahres
GastroBern, der Wirteverband des Kantons Bern, und die Betreiber einer
Thuner Bar. GastroBern machte in der Beschwerde gegen die Ausführungsbestimmungen
des Kantons zum Gesetz über den Schutz vor Passivrauchen geltend,
diese seien unverhältnismässig. (weiterlesen)
NZZ am Sonntag 13.12.2009
Classe politique
Ruedi Löffel, Nichtraucher, muss sich warm anziehen.
Der Berner EVP-Grossrat und beherzte Kämpfer für rauchfreie
Zonen. ist Opfer eines Boykottaufrufs geworden. Die anonymen Verfasser
des Flyers rufen dazu auf, Löffel "im ganzen Kanton in keinem
Restaurant" mehr zu bedienen - und nächstes Jahr natürlich
auch nicht mehr wiederzuwählen. Immerhin lassen die Verfasser Löffel
nicht alleine vor verschlossenen Türen stehen. Der Aufruf zum Hausverbot
gilt nämlich auch SP-Regierungsrat Andreas Rickenbacher. So haben
sie wenigstens die Möglichkeit, sich gegenseitig zu bewirten. Auch
Wirte haben ein Herz.
Berner Zeitung / Thuner Tagblatt / Berner Oberländer 9.12.2009
Wirte sollen Löffel und Rickenbacher meiden
In Wirtekreisen kursiert ein Boykottschreiben: Regierungsrat
Rickenbacher und Grossrat Löffel sollen nicht mehr bedient werden.
Das Rauchverbot im Kanton Bern schlägt nach wie vor hohe Wellen.
«Ob grüner Grossrat Löffel oder roter Regierungsrat Rickenbacher
– bei uns ist keiner von beiden willkommen», heisst es in
einem anonymen Schreiben aus Wirtekreisen, das dieser Zeitung vorliegt.
Und weiter: «Diese zwei Egoisten sollten im ganzen Kanton in keinem
Restaurant mehr bedient werden.» Andreas Rickenbacher (SP) ist als
Volkswirtschaftsdirektor zuständig für das Dossier, EVP-Grossrat
Ruedi Löffel (Münchenbuchsee) gilt als Vater des bernischen
Rauchverbots. (weiterlesen
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TeleBärn News 01.12.09 ab 18.00 Uhr im Stundentakt
Link
SF TV 14.07.2009 / 10 vor 10
Erweitertes Rauchverbot
In sechs Kantonen gilt das Rauchverbot in Gaststätten: seit dem
1. Juli auch in den Kantonen Wallis, Freiburg und Bern. Im Kanton Bern
drohen fehlbaren Wirten Bussen von bis zu 20' 000
Franken. Einige schreckt das nicht ab: Sie erlauben das Rauchen
in ihren Gaststätten weiterhin. (Link)
Bund 01.07.09
«Bald spricht niemand mehr davon»
Heute tritt im Kanton Bern das Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen
in Kraft. Fünf Jahre lang hat der EVP-Grossrat Ruedi Löffel
als treibende Kraft für dieses Rauchverbot in Restaurants gekämpt.
Nun geniesst er das «gute Gefühl», fast am Ziel zu sein.
(Link)
Dölf Barben

Die Kioskaushänger in seinem Büro beim Blauen Kreuz in Bern
zeigen, wofür
Präventionsfachmann Ruedi Löffel einsteht. (Adrian Moser)
Berner Zeitung 26.06.2009
«Ich bin gerne der Antirauchpapst»
Ab dem 1.Juli müssen Raucher ins Freie oder ins Fumoir,
wenn sie sich eine Zigarette anzünden wollen. Das haben sie EVP-Grossrat
und Suchtberater Ruedi Löffel zu verdanken. (Link)
Initiant des kantonalen Rauchverbots: Ruedi Löffel. Bild:
Urs Baumann
DRS Regionaljournal BE FR VS 17.02.2009, 17.30 Uhr
Umsetzung des Rauchverbots im Kanton Bern wird konkreter
(2:14).
Zum Beispiel darf die Gaststube nicht ein Fumoir sein. (Link).
BZ-Talk auf TeleBärn 12.6.08 ab 19.30 Uhr im Stundentakt
Nichtraucherschutz: Der Streit ums Rauchverbot
Berner Zeitung + Bieler Tagblatt 22.11.07 Kanton / Rauchverbot in Restaurants
Bern gibt nach und wartet ab
Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher hat sich durchgesetzt:
Der Kanton Bern erlässt noch kein Rauchverbot in Restaurants. Er
wartet ab, welche Regelung der Bund beschliesst. Dies hat der Grosse Rat
entschieden.
Dass der Regierungsrat und eine klare Mehrheit des Grossen Rats ein scharfes
Rauchverbot in öffentlichen Räumen und Restaurants wollen, steht
schon länger fest. Gestern ging es nur um die Frage des Tempos. Unterlegen
sind jene Kreise, die es besonders eilig haben: SP, Grüne, EVP und
EDU wollten erreichen, dass der umstrittene Artikel bereits jetzt im Gastgewerbegesetz
verankert wird, obwohl auf Bundesebene ebenfalls eine gesetzliche Regelung
in Arbeit ist. Damit verloren sie gestern die entscheidende Abstimmung
im Grossen Rat mit 70 gegen 77 Stimmen bei 4 Enthaltungen. (...).

Waren sich gar nicht einig: Regierungsrat Andreas Rickenbacher
(links) und Grossrat Ruedi Löffel.
«Löchriger als Käse»
(...) Auf der Gegenseite plädierte Patric Bhend (SP, Thun) für
eine schnelle Lösung: «Wir wollen nicht auf den Bund warten.»
Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee) – so was wie der Vater
des bernischen Rauchverbots – bezeichnete die Variante des Nationalrats
als «löchriger als ein ausgereifter Emmentaler». Er widersprach
den Juristen des Kantons und gab sich überzeugt, dass der Kanton
eine Regelung beschliessen könne, die über das Bundesgesetz
hinausgehe. Zudem warnte Löffel eindringlich, es könnten Jahre
vergehen, bis das Bundesgesetz in Kraft trete. Dem widersprach Rickenbacher:
Er sei überzeugt, dass National- und Ständerat relativ rasch
vorgehen würden. Es sei besser, wenn der Kanton jetzt «drei,
vier Monate» abwarte und erst dann eine allfällige Gesetzesrevision
beschliesse. So könnte das Gesetz an die Bundesregelung angepasst
werden.
(...) Zuletzt ging die Revision des Gastgewerbegesetzes ohne den Antirauchartikel
glatt durch: mit 104 gegen 23 Stimmen bei 14 Enthaltungen. Eine zweite
Lesung findet nicht statt – damit ist die Revision definitiv. Sie
betrifft insbesondere Saufpartys und die Überzeitregelung. fab
Berner Zeitung 22.11.07 O-TON
"Machen wir jetzt keine Rückwärtspirouette."
Schon gar nicht mit einer Zigarette im Mund.
Rauchverbots-Verfechter Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee)
DRS Regionaljournal BE FR VS 21.11.2007, 17.30 Uhr
Kein bernisches Sonderzüglein beim Kampf gegen Passivrauchen
(7:25)
Eine knappe Mehrheit des Rates verzichtet auf ein kantonales Sonderzüglein
beim Kampf gegen Passivrauchen und zieht es vor, auf die einheitliche
Bundesregelung zu warten. Grossrat Ruedi Löffel,
der Motor des Kampfes wider den blauen Dunst, wurde gebremst. (Link).
BZ 6.3.07 Front + Bern
Rauchverbot für Gaststätten
Mit Ausnahme von Fumoirs sollen Gastgewerbebetriebe und öffentliche
Räume im Kanton Bern rauchfrei werden. Die Volkswirtschaftsdirektion
hat gestern die gesetzliche Regelung dazu in die Vernehmlassung geschickt.
(...)
Ruedi Löffel, EVP, kämpft für Nichtraucher
«Fast alles erreicht»
Herr Löffel, haben Sie mit dem Gesetz zum Schutz vor
dem Passivrauchen Ihr Ziel im Kampf gegen den Alkohol- und Tabakmissbrauch
erreicht?
Ruedi Löffel: Die Werbeverbote für Alkohol und Tabak sind in
Kraft, der Tabakverkauf an Minderjährige ist seit Anfang Jahr verboten.
Wenn jetzt das Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen und die Änderung
im Gastgewerbegesetz vom Grossen Rat so gutgeheissen werden, wie die Regierung
dies vorschlägt, habe ich weit gehend alles erreicht.
Jetzt müssen Sie nur noch die Mehrheit des Grossen Rates
vom neuen Gesetz überzeugen.
Der Inhalt des neuen Gesetzes entspricht dem Inhalt meiner gutgeheissenen
Motionen. Darum erwarte ich, dass der Grosse Rat gleich entscheiden wird.
Der Regierungsrat hat die Gegenargumente wie Ungleichbehandlung und Ungerechtigkeit
zwischen den Gastwirten sehr gut entkräftet. Wir haben jetzt eine
absolute Gleichbehandlung aller Gastwirtschaftsbetriebe.
Erreicht haben Sie den Schutz der Nichtraucher, aber gerade
bei kleinen Beizen werden Sie zum Arbeitsplatzkiller.
Das ist nicht ganz auszuschliessen. Bei allen Entscheiden von Regierung
und Grossem Rat weiss man nie hundertprozentig, was die Folge sein wird.
Für einzelne Betriebe mit einer bestimmten Kundschaft könnte
das Rauchverbot ein Problem werden. Aber: Wenn weniger Geld in den Konsum
von Raucherwaren fliesst, kommt das Geld einer anderen Branche zugute.
Untersuchungen zeigen, dass das Verbot kein Arbeitsplatzkiller ist. Interview:
ue
Berner Bär 11. Januar 2007 Front und Spezial
KOPF DES JAHRES: Bernerinnen und Berner lieben Doris
Die Bernerbär-Leserinnen und -Leser haben entschieden: Der Bernerbär-Kopf
des Jahres 2006 ist Doris Leuthard. Die Bundesrätin erreichte sowohl
im Gesamtranking (...) als auch in der Sparte "Politik" (...)
den ersten Rang. Zweiter wurde Anti-Rauch-Politiker
Ruedi Löffel. Dritter Polo Hofer.
BERNER des Jahres 2006: Doris ist die Siegerin!
Doris Leuthard ist Bernerin des Jahres. (...) Obwohl die Bundesrätin
eigentlich keine "richtige" Bernerin ist, gilt sie (...) für
viele Leserinnen und Leser als Bernerin. (...) Doris Leuthard schwingt
sowohl in der Gesamtwertung (mit 306 Stimmen) als auch in der Spartenwertung
(mit 492 Stimmen) obenauf, jeweils vor EVP-Grossrat
Ruedi Löffel, der mit seinem Anti-Rauch-in-der-Beiz-Vorstoss
der Polit-Shootingstar des Jahres 2006 ist. Dritter in der Gesamtwertung
und Sieger in der Sparte "Kultur" wird Polo Hofer.
Rangliste Gesamtsieger
1. Doris Leuthard (306 Stimmen)
2. Ruedi Löffel (245)
3. Polo Hofer (180)

Ruedi Löffel: Der Berner Anti-Rauch-Papst
darf sich auf eine ansehnliche Fangemeinde verlassen. Den EVP-Politiker
wählten 245 Bernerbär-Leserinnen und Leser, das reicht für
Platz zwei hinter seiner katholischen Politkollegin Doris Leuthard.
Mit Polo Hofer steht sozusagen der Antipode von
Ruedi Löffel auf dem Podest. 180 Bernerbär-Leserinnen
und -Leser wählten Polo National. Als Gesamtdritter und Spartenerster
darf Polo für sich verzeichnen, bei jeder Bernerbär-Wahl ganz
vorne dabei zu sein.
KATEGORIE "POLITIK"
RANG 1 Doris Leuthard
Die Frau kommt an! 492 Bernerbär-Leserinnen und -Leser entschieden
sich in der Sparte "Politik" für die CVP-Bundesrätin.
RANG 2 Ruedi Löffel
"Wo Rauch ist, ist auch Löffel"
sagen böse Mäuler. Nicht so 475 Bernerbär-Leserinnen und
-Leser, die den EVP-Grossrat für seinen Einsatz gegen Tabak und Alkohol
belohnen.
RANG 3 Werner Luginbühl
148 Bernerbär-Leserinnen und -Leser sind dafürverantwortlich,
dass der Regierungsrat auf dem dritten Rang glänzt (...).
Berner Bär 14.9.06 Flüstertüte
Löffels Gelassenheit
(...) anlässlich der Veranstaltung von GastroStadtBern im Kursaaal.
(...)
Der mutigste Politiker in der Kursaal-Arena war ohne Wenn und Aber Ruedi
Löffel. Manch einer der anwesenden Wirte hätte nämlich
dem Inititanten der Anti-Raucher-Motion im Berner Grossrat ein paar Löffel
um die Ohren verpasst. Der EVP-Politiker nahms gelassen, schliesslich
ist sein Rauchverbot in den Beizen nichts anderes als eine logische Folgerung
von Martin Luthers Weihrauch-Verbot in den Kirchen.
Bund 13.9.06 Front + Bern
Beizen werden rauchfrei
Der Grosse Rat des Kantons Bern sagt deutlich Ja zu einem Rauchverbot
in Restaurants. (...).
Vor gut einem Jahr hatte Grossratspräsident Thomas Koch
(sp) mit seinem Stichentscheid das Rauchverbot noch zu Fall gebracht.
Gestern war die Sache nun eindeutig: Mit 83 zu 58 Stimmen sagte der Grosse
Rat Ja zu einem generellen Rauchverbot in Gastgewerbebetrieben. Ausgenommen
werden sollen lediglich separate «Fumoirs» mit eigener Lüftung.
Eingebracht hatten die Forderung EVP-Grossrat Ruedi Löffel und drei
Mitunterzeichner.
«Ich habe nichts gegen Raucher», sagte Löffel, «es
darf aber nicht sein, dass Nichtraucher mitrauchen müssen.»
Die Freiheit des Einzelnen höre dort auf, wo
die Gesundheit der anderen beeinträchtigt werde. Dass Passivrauchen
schädlich sei, werde heute nicht mehr bestritten. (...).

EVP-Grossrat Ruedi Löffel hat gut lachen: Mit Hartnäckigkeit
und
Unterstützung von links hat er sein Ziel erreicht. Adrian Moser
Berner Zeitung + Bieler Tagblatt 12.9.06 Front + Kanton
GROSSER RAT DISKUTIERT RAUCHVERBOT IN RESTAURANTS
Verbot zeichnet sich ab
Der Grosse Rat dürfte heute ein Rauchverbot für Restaurants
beschliessen. In der gestrigen Debatte deutete alles darauf hin.
(...).
Ruedi Löffel erklärt seinen Kritikern, wie einfach
ein Rauchverbot in den Restaurants
umgesetz werden könne: mit einem Verbotsschild, das in allen Sprachen
verstanden wird.
O-TON
"Es gibt weltweit keine einzige Studie, die Umsatzeinbussen durch
ein Rauchverbot belegen - ausser solchen, die von der Tabakindustrie gesponsert
wurden."
Motionär Ruedi Löffel (EVP) zum Vorwurf, die Gäste blieben
aus, wenn in Restaurants nicht mehr geraucht werden dürfe.
"Mit meiner Motion setze ich mich für die Freiheit der Nichtrauchenden
ein, nicht mitrauchen zu müssen."
Nochmals Motionär Ruedi Löffel im Wissen darum, dass seine Gegner
mit dem Ruf nach Freiheit kontern werden.
TeleBärn 12.9.06

Bern wird rauchfrei.
Bund 11.9.06
Löffels zweiter Versuch
Mit Stichentscheid durch Grossratspräsident Thomas Koch (sp) wurde
im Juni des letzten Jahres ein Rauchverbot in bernischen Restaurants abgelehnt.
Der entsprechende Vorstoss stammte von EVP-Grossrat Ruedi Löffel.
Diese Woche versucht er es im verkleinerten, neu zusammengesetzten Rat
erneut. Via Revision des kantonalen Gastgewerbegesetzes sollen öffentlich
zugängliche Innenräume von Gastwirtschaften rauchfrei werden.
Ausgenommen seien Fumoirs, abgetrennte und mit eigener Lüftung versehene
Räume.
Löffels zweiter Versuch wird gemäss einer «Bund»-Umfrage
eine Mehrheit finden: Grüne, allenfalls mit Enthaltungen, unterstützen
das Verbot mehrheitlich, die EVP einstimmig; und während die SP 2005
grössere Vorbehalte hatte, stimmt sie nun fast einhellig zu. (...)
20 Minuten 9.5.06
Neuer Anlauf für gesetzliches Rauchverbot in den Beizen
Darauf, dass die Beizer freiwillig ein Rauchverbot einführen,
wollen sich die Rauch-Gegner nicht verlassen. Sie stossen im neuen Parlament
nach: Das Verbot in Beizen soll gesetzlich verordnet werden.

«Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um noch einmal richtig Dampf
gegen den Qualm zu machen», sagt EVP-Grossrat Ruedi Löffel.
Exakt am 6. 6. 2006, wenn das neue Kantonsparlament vereidigt ist, reicht
er einen Vorstoss ein. Die Forderung: Das Rauchen in Berner Beizen soll
per Gesetz verboten werden.
Letztes Jahr ist Löffel mit diesem Vorschlag noch am Stichentscheid
des Präsidenten gescheitert: Das Parlament hat zwar für alle
anderen öffentlichen Gebäude ein Verbot beschlossen, Restaurants
aber ausgenommen. (...) Andrea Abbühl
Hier finden Sie Medienberichte
zu früheren Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (bis
Ende 2009).
Hier finden Sie Medienberichte
zu den Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab 2006).
Hier finden Sie Medienberichte
zu den Debatten über meine Passivrauch-Vorstösse (ab Mai 2004).
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