Hier finden Sie die EVP-Motion zum Lehrplan 21.

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Berner Zeitung 20.11.14

Pulver bleibt zuständig

LEHRPLAN 21 Der Grosse Rat will über die Kosten des Lehrplans 21 informiert werden. Eine inhaltliche Diskussion und eine erneute Überarbeitung des Lehrplans lehnt er dagegen ab. Die Einführung des Lehrplans bleibt Sache der Regierung.
Das Kantonsparlament sprach sich gestern mit 83 zu 63 Stimmen dafür aus, die Einführung des Lehrplans 21 in der Kompetenz des Erziehungsdirektors zu belassen. Damit erteilte der Grosse Rat einem Vorstoss der EVP eine Absage.

Während der Debatte.

Einzig über die Folgekosten will der Rat informiert werden. Diesem Punkt stimmte er mit 91 zu 53 Stimmen zu. Gegen den ersten Punkt wehrte sich Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne). Dies mache keinen Sinn, zumal der Grosse Rat bei einer entsprechenden Gesetzesänderung auch künftig über jede auch noch so geringfügige Änderung des Lehrplans befinden müsse.
Mit der Vorlage der Kosten zeigte sich Pulver hingegen einverstanden, empfahl jedoch, diesen Punkt anzunehmen und gleichzeitig als erfüllt abzuschreiben. Denn in der Budgetdebatte vom November 2015 würden die Kosten der Lehrplaneinführung ohnehin ins Parlament kommen. Nur die SVP unterstützte das Anliegen der EVP. Chancenlos war auch ein Postulat von Sabina Geissbühler- Strupler (SVP, Herrenschwanden). Sie hatte eine nochmalige Überarbeitung des Lehrplans gefordert. as

 

Der Bund 09.09.14

Der Lehrplan 21 soll nicht vor das Kantonsparlament

Der Regierungsrat will nicht, dass der Grosse Rat über die Einführung des Lehrplans 21 entscheidet, wie dies zwei EVP-Grossräte fordern. Mireille Guggenbühler
Nein, zufrieden ist er nicht. EVP-Grossrat Daniel Steiner zeigt sich etwas enttäuscht über die regierungsrätliche Antwort zu seinem Vorstoss. Er und Parteikollege Ruedi Löffel forderten die Regierung in einer Motion auf, den Grossen Rat über die Einführung sowie den Zeitpunkt der Einführung des Lehrplans 21 entscheiden zu lassen. «Ich bin kein Gegner des Lehrplans 21», sagt der ausgebildete Lehrer Steiner. «Aber das Wichtigste ist, dass der Lehrplan 21 demokratisch legitimiert und breit abgestützt ist.» Der Lehrplan 21 sei ein interkantonales Projekt. «Gerade deshalb sollte er noch vom Kantonsparlament abgesegnet werden», findet Steiner.
Doch genau das ist eigentlich längstens erfolgt. Dies findet zumindest der Regierungsrat, wie er in seiner Antwort auf den Vorstoss zu verstehen gibt. Im Rahmen der Konsultation des Lehrplans 21 habe die Erziehungsdirektion sowohl die schulnahen Verbände, die Pädagogische Hochschule Bern, die politischen Parteien wie auch die Kirchen eingeladen, zum Entwurf Stellung zu nehmen. Aufbau und Konzept des Lehrplans 21, insbesondere der Grundsatz der Kompetenzorientierung, die Stufenorientierung und die Fächerauswahl, seien in den Konsultationsantworten begrüsst worden, heisst es in der Antwort.
Der Regierungsrat sei deshalb der Ansicht, dass die Erziehungsdirektion wie bis anhin über die Einführung und Umsetzung eines Lehrplans entscheiden solle. Eine Gesetzesänderung, welche dem Grossen Rat diese Kompetenz zuschreibe, sei aus Sicht der Regierung deshalb nicht nötig. Die Motion sei zudem eine Richtlinienmotion, die im abschliessenden Zuständigkeitsbereich des Regierungsrats liege.
Falls der Vorstoss überwiesen und es zu einer Diskussion um die Frage ?der Einführung des Lehrplans 21 kommen würde, dürften sich die Parteien wohl auch über die Inhalte des Lehrplans austauschen. Das schliesst Steiner zumindest nicht aus: «Es wäre aber sehr bedauerlich, wenn man am Ende nur noch über einzelne inhaltliche Punkte streiten und das Gesamtkonzept des Lehrplans vergessen würde», sagt Steiner.
Zumindest die SVP lässt durchblicken, dass sie gerne mehr Einfluss genommen hätte auf die Ausgestaltung des Lehrplans 21. «Wir finden, dass Änderungsvorschläge zu wenig berücksichtigt wurden», sagt SVP-Geschäftsführerin Aliki Panayides. Auch die SVP hofft deshalb, dass der Vorstoss überwiesen wird. Sollte dies nicht der Fall sein oder die Regierung den Vorstoss trotz Überweisung nicht diskutieren wollen, will die SVP überlegen, welche Mittel zu ergreifen wären, um doch noch eine Diskussion lancieren zu können. «Wir haben allerdings noch keine pfannenfertigen Ideen», so Panayides.

 

Der Bund online 11.04.14

Der Lehrplan 21 wird um ein Fünftel gekürzt

Zu umfangreich und zu detailliert: Die Erziehungsdirektorenen haben eine Überarbeitung des Lehrplans 21 beschlossen. Bei den Fremdsprachen sollen allerdings nur kleine Korrekturen vorgenommen werden.
Der Lehrplan 21 wird abgespeckt. Dies hat die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK) nach der Auswertung der Rückmeldungen in der Konsultation entschieden. Die Auswertung habe den ersten Eindruck bestätigt, dass der Entwurf des Lehrplans 21 mehrheitlich positiv aufgenommen werde, heisst es in einer Mitteilung. Es gab aber auch Kritik.
Diese betrifft vor allem den Umfang, den Detaillierungsgrad sowie die teilweise zu hohen Anforderungen an die Schüler. Die D-EDK lässt nun den Lehrplan 21 überarbeiten. Unter anderem soll er um 20 Prozent gekürzt werden. Weiter soll in einigen Fachbereichen der Aufbau der Kompetenzen weniger kleinschrittig beschrieben werden. (...)
Die überarbeitete Version soll im Herbst 2014 vorliegen und Ende 2014 von den Erziehungsdirektorinnen und -direktoren der Deutschschweiz zur Einführung in den Kantonen freigegeben werden. Die meisten Kantone planen die Einführung für das Schuljahr 2017/18, einzelne Kantone früher. (mw/sda)

 

Berner Zeitung 19.02.14 / LEHRPLAN 21

Parlament soll letztes Wort haben

Die EVP hat gestern eine Motion zum Lehrplan 21 eingereicht. Sie fordert darin, dass der geplante gemeinsame Lehrplan für sämtliche Deutschschweizer Kantone nicht vom Erziehungsdirektor, sondern vom Grossen Rat abgesegnet wird. Dies stärke dessen Akzeptanz. Das Parlament solle auch über kantonale Ergänzungen, den Zeitpunkt der Einführung und die Weiterbildung für die Lehrpersonen befinden. cab

 

Radio 32 News vom 03.02.14

BE: Grossrat soll über Lehrplan 21 befinden

Der bernische Grosse Rat soll beim Lehrplan 21 mitentscheiden können. Dies fordert der Langenthaler EVP-Grossrat Daniel Steiner in einem Vorstoss. Er findet es wichtig, dass der Regierungsrat den Lehrplan nicht alleine beschliessen kann.
Link (Beitrag ab 2:37)

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