Hier
finden Sie den Text des EVP-Vorstosses, der im Bernischen Grossen Rat im Dezember 09 eingereicht wurde.
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SF Tagesschau online 14.09.12

Bund setzt 2 Millionen Franken gegen Zwangsheiraten ein

Der Bundesrat will bis 2018 schweizweit «Netzwerke gegen Zwangsheiraten» realisieren, die junge Frauen sensibilisieren. Zudem können Opfer künftig auf Plätze in Frauenhäusern zählen.
Das Programm «Bekämpfung Zwangsheirat» kostet für die Jahre 2013 bis 2018 insgesamt 2 Millionen Franken. Laut dem Bundesrat stammt das Geld aus den bestehenden Krediten des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements (EJPD). In den Netzwerken sollen Lehrpersonen, Berufsleute und Beratungsstellen in den Bereichen häusliche Gewalt und Integration zusammenarbeiten und sich regelmässig austauschen. (...)

 

Bund online 09.08.12

Zwangsheirat soll als häusliche Gewalt gelten

Rund 1400 junge Frauen werden jährlich in der Schweiz puncto Hochzeit, Scheidung oder Liebesbeziehung unter Druck gesetzt. Dies zeigt eine aktuelle Studie. Sie fordert das Problem auf eine neue Art anzugehen.
(...) Diese Zahlen sind Schätzungen, welche die Universität Neuenburg im Auftrag des Bundesamts für Migration (BFM) gemacht hat. Justizministerin Simonetta Sommaruga stellte die Ergebnisse heute vor den Medien in Bern vor. Die Forscherinnen um Janine Dahinden und Anna Neubauer machten drei Typen von Situationen aus, in denen junge Frauen von ihrer Umgebung zu Handlungen forciert werden.
Sie fanden 348 Fälle von Zwangsheiraten, in denen also eine Person unter Druck gesetzt wurde, eine ungewollte Heirat zu akzeptieren. In 384 Fällen wurde gemäss der Studie eine junge Frau unter Druck gesetzt, eine selbst gewählte Liebesbeziehung zu beenden. Und in 659 Fällen ging es darum, dass eine junge Frau auf ihr Scheidungsbegehren verzichten musste.

Betroffen sind 18- und 25-jährige Frauen
Die ersten beiden Typen, die Zwangsheirat und die verbotene Liebesbeziehung, betreffen vor allem junge Frauen ausländischer Herkunft zwischen 18 und 25 Jahren. Die meisten stammten aus den Balkanländern, aus der Türkei und aus Sri Lanka, heisst es in der Mitteilung der Universität Neuenburg.
Die Kategorie des Scheidungsverzichts betrifft vor allem über 25- jährige, im Ausland geborene Frauen, die wirtschaftlich von ihrem Ehemann abhängig sind und deren Aufenthaltsstatus unsicher ist.
Um den Frauen zu helfen, empfiehlt die Studie eine neue Herangehensweise an das Problem der Zwangsheiraten: Alle diese Zwangssituationen sollten künftig als Formen der häuslichen Gewalt behandelt werden, schreiben die Forscherinnen. (wid/sda)

 

Bund 08.08.11 / Zwangsheirat

Im Sommer ist die Angst am grössten

In den langen Sommerferien ist „Hochzeit“ für Zwangsverheiratungen.
Die Anzahl der Betroffenen von Zwangsheiraten ist vor und nach den Sommerferien höher als üblich, sagt Anu Sivaganesan, Kampagnenleiterin beim Aufklärungsprogramm Zwangsheirat.ch. «Im Moment erhalten wir bis zu neun Meldungen wöchentlich, das sind mehr als doppelt so viele wie sonst.»
Man spricht von Zwangsheirat, wenn Braut oder Bräutigam keine Möglichkeit sehen, die Ehe abzulehnen. Die meisten Fälle von Zwangsheirat betreffen laut Sivaganesan kosovarische, türkische, kurdische und tamilische Familien. Betroffen seien Frauen und Männer.
Es gibt verschiedene Wege aus der Zwangssituation. Man dürfe nicht vergessen, dass viele migrierte Eltern auch von ihren Kindern abhängig seien, sagt Sivaganesan. Dies lasse sich oft ausnutzen. «Wir machen gute Erfahrungen damit, dass von den Kindern eine Entwicklung eingeleitet werden kann, die zu mehr Freiheit und Selbstbestimmung führt.» In extremen Situationen sei die Trennung von zu Hause die einzige Lösung. Wie viele Opfer von Zwangsheirat es im Kanton Bern oder in der Schweiz gibt, weiss niemand genau. Die Zahl der bei Zwangsheirat.ch gemeldeten Fälle habe zugenommen, bestätigt Sivaganesan. Allerdings führt sie das auch auf die Zunahme der öffentlichen Sensibilisierung zurück.
In Bern etwa wurde im Juni – also kurz vor Ferienbeginn – ein neuer Flyer lanciert, der betroffene Jugendliche informiert. Zudem hat das Kompetenzzentrum Integration ein Merkblatt für Personen, die Betroffene unterstützen wollen, zusammengestellt.

Weitere Infos
www.zwangsheirat.ch und Berner Interventionsstelle, Kramgasse 20, 3011 Bern, [email protected]

 

BZ 16.06.11

Mit Faltprospekt gegen Zwangsheirat

PARTNERWAHL Die 19-jährige A. will in den Sommerferien Nicht mit der Familie in die Heimat reisen .Denn dort droht ihre eine Zwangsheirat. Mit einem Informationsblatt will der Kanton Bern nun dafür sorgen, dass Betroffene wie A. Hilfe erhalten.
«Du entscheidest, ob, wen und wann du heiratest!», schreibt die Berner Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt in ihrem Faltblatt, das sie gestern veröffentlicht hat. «Hast du Angst, gegen deinen Willen verheiratet zu werden? Hol dir Unterstützung!», werden Jugendliche und junge Erwachsene aufgefordert.
Letztes Jahr verlangten die beiden Grossräte Daniel Steiner-Brütsch (EVP, Langenthal) und Ruedi Löffel (EVP, Münchenbuchsee) mit einer Motion vom Regierungsrat, dass er Massnahmen ergreift zur Verhinderung von Zwangsheiraten. Es ist kein Zufall, dass der Kanton Bern sein neues Informationsblatt zu diesem Thema kurz von den Sommerferien herausgibt: Viele ausländische Familie reisen demnächst zu den Verwandten ins Heimatland – und einige von ihnen haben dort bereits eine Hochzeit arrangiert. (…)

Faltblatt «Zwangsheirat» erhältlich bei: Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt des Kantons Bern, Kramgasse 20, 3011 Bern, 031 633 50 33. [email protected]

 

drs.ch 23.02.11

Zwangsheiraten strenger bestrafen

Zwangsheiraten sollen in der Schweiz ausdrücklich bestraft werden, und zwar unabhängig davon, wo geheiratet wurde.
Als Strafe sieht der Bundesrat für Zwangsheiraten maximal fünf Jahre Freiheitsentzug oder Busse vor. Das geht aus der Botschaft des Bundesrates ans Parlament hervor. Ursprünglich hatte die Landesregierung eine Strafandrohung von höchstens drei Jahren vorgesehen.
Und: Eheschliessungen mit Minderjährigen will der Bundesrat nicht mehr tolerieren - auch nicht bei Ausländerinnen und Ausländern.

 

Langenthaler Tagblatt / MLZ 10.06.10

Zwangsheiraten wie bekämpfen?

Grosser Rat: Regierung muss nun Massnahmen ergreifen
«Da das Problem tendenziell wohl zunehmen wird, müssen wir jetzt handeln, nicht später», sagte Ruedi Löffel (Münchenbuchsee) gestern namens der EVP im Grossen Rat. Sein Langenthaler Parteikollege Daniel Steiner-Brütsch verlangte per Motion Massnahmen gegen Zwangsheiraten. Dies, nachdem ihm Ende 2009 in der Fragestunde von Polizeidirektor Hans-Jürg Käser «offiziell» beschieden wurde, nein, ihm seien keine Zwangsheirats-Fälle im Kanton Bern bekannt. Da dennoch Zahlen zur Thematik bekannt sind – etwa jene, dass die Stadt Bern vor fünf Jahren in über 80 Fällen ausländerrechtliche Verfahren wegen Zwangsheiraten einleitete – wollte Steiner nun «Nägel mit Köpfen.»
Die Regierung hätte Massnahmen in einem ersten Schritt lieber nur geprüft; das Parlament überwies die Motion jedoch deutlich mit 131 zu 5 Stimmen (3 Enthaltungen). Wenig überrascht mahnte Käser: «Auch dies ist ein Problem der Schweiz und verwandt mit dem der Sans-Papiers.» Es gebe eine «hohe Dunkelziffer»; und seine Direktion verfüge nicht über unbeschränkte Mittel. (sat)

 

20 Minuten 10.06.10

(…) Überraschend deutlich Ja sagte der Grosse Rat jedoch zu einem Vorstoss aus den Reihen der EVP: Der Regierungsrat muss nun geeignete Massnahmen zur Verhinderung von Zwangsehen ergreifen. Die Regierung hatte indes nur prüfen wollen, ob dies nötig ist. «Information und Sensibilisierung von potenziell Betroffenen ist ganz wichtig, aber auch Anweisungen für Fachstellen, die mit Betroffenen in Kontakt kommen», so Motionär Ruedi Löffel. (sah)

 

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 9.6.2010, 12.03 Uhr, DRS 1

Die Berner Regierung soll ihre Anstrengungen verstärken, um Zwangsehen im Kanton Bern zu verhindern. Das Kantonsparlament hat heute einen entsprechenden Vorstoss der EVP deutlich angenommen. Die Behörden sollen Massnahmen ergreifen, um Zwangsehen besser feststellen und die Opfer besser schützen zu können.

 

Bund 04.05.10 von Rahel Bucher

«Wir tolerieren Zwangsheirat hier nicht»

Laut Beratungsstellen und Fremdenpolizei nehmen die Fälle von Zwangsheirat in Bern zu.
So könnte sich ein Fall von Zwangsheirat abspielen: Eine junge, in Bern geborene Tamilin hat hier einen Freund. Als sie mit ihren Eltern nach Sri Lanka in die Ferien fährt, wird sie gegen ihren Willen mit ihrem Cousin verheiratet. Handelt es sich um eine Zwangsheirat oder um eine arrangierte Ehe? «Wir gehen bei der Definitionsfrage von der individuellen Ebene aus», sagt Wiebke Döring, Fachfrau Gender-based violence bei der Organisation Terre des Femmes. «Wenn sich jemand unter Druck gesetzt fühlt, kann man von Zwang sprechen.» Zwangsehen verletzen laut Terre des Femmes fundamentale Rechte der Betroffenen: das Recht auf Selbstbestimmung, Freiheit, körperliche und psychische Unversehrtheit und Bildung.
Das Phänomen Zwangsheirat gibt es auch in Bern. Nicht alle Verwaltungsstellen, die mit dem Thema konfrontiert sind, schätzen die Situation gleich ein. Florian Düblin, Vorsteher Migrationsdienst Kanton Bern, sagt: «Wir sind im Moment nicht gehäuft mit der Thematik konfrontiert. Trotzdem nehmen wir sie ernst.» Etwas anders sieht das Alexander Ott, Leiter Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei der Stadt Bern: «Wir beobachten mehr Fälle als früher.» Jährlich werden in der Stadt Bern in über 80 Fällen vertiefte Abklärungen wegen des Verdachts der rechtsmissbräuchlichen Eheschliessung vorgenommen, bestätigt er.
Auch vonseiten der Beratungsstellen lässt sich laut Döring eine Zunahme feststellen. Wie viele Fälle von Zwangsheirat es im Kanton Bern gibt, weiss niemand genau. Da es kein eigener Straftatbestand ist, sondern unter Nötigung abgehandelt wird, gibt es keine statistischen Zahlen. «Dementsprechend hoch ist die Dunkelziffer», sagt Döring. Sie führt die Zunahme der Fälle vor allem darauf zurück, dass sich immer mehr Frauen trauen, ihre Situation anzusprechen. Zudem sei Zwangsheirat in der Öffentlichkeit kein Tabuthema mehr.

Die Politik ist gefordert
Spätestens seit der Motion von Daniel Steiner-Brütsch muss sich auch die Politik mit dem Thema auseinandersetzen. Der EVP-Grossrat verlangt vom Regierungsrat geeignete Massnahmen zur Erkennung und zum Schutz von Opfern von Zwangsheirat sowie zur Verhinderung von Zwangsheirat. In der Antwort schreibt der Regierungsrat, dass zusätzliche Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zur Aufdeckung weiterer Fälle hilfreich sei. Zudem will er die in diesem Bereich tätigen Verwaltungsstellen und Hilfsinstitutionen stärker vernetzen – ein Anliegen, das diese teilen. «Die verbesserte Vernetzung und Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen könnte förderlich sein», sagt etwa Düblin. Ein Schritt in diese Richtung ist die soeben aufgeschaltete neue Website von Terre des Femmes Schweiz (siehe unten). Döring fände es zudem wichtig, dass es spezielle Beratungsstellen gäbe. (...)

Zwangsheirat: Schweizweite Massnahmen
Die Organisation Terre des Femmes hat soeben eine Website zur Zwangsheirat in der Schweiz lanciert: www.gegen-zwangshei¬rat.ch. Sie dient dem Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Projektpartnern und informiert Betroffene, Interessierte sowie Fachstellen. Auch auf Bundesebene sollen Schritte gegen die Zwangsheirat eingeleitet werden. Aufgrund verschiedener politischer Vorstösse hat der Bundesrat im November 2008 ein Vernehmlassungsverfahren zu Massnahmen gegen Zwangsheiraten eröffnet. Der Bundesrat möchte mit einer Änderung des Zivilgesetzbuches, des Bundesgesetzes über das internationale Privatrecht und des Partnerschaftsgesetzes den Schutz vor Zwangs¬heiraten erhöhen. Als Folge der mehrheitlich positiven Antworten soll auf Bundesebene bis Ende 2010 eine Botschaft ausgearbeitet und eine Verstärkung des strafrechtlichen Schutzes vorgesehen werden. (reh)

 

Berner Zeitung 27.04.10 / KANTON BERN

Gegen Zwangsheiraten

«Der Regierungsrat des Kantons Bern verurteilt jegliche Form des Zwangs bei der Schliessung von Ehen, sei er nun physischer oder psychischer Art», schreibt die Regierung in der Antwort auf eine Motion der EVP. Zusätzliche Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zur Aufdeckung weiterer Fälle sei hilfreich. Zudem sollte eine Vernetzung der in diesem Bereich tätigen Verwaltungsstellen und Hilfsinstitutionen angestrebt werden. Geeignete Massnahmen seien zu prüfen. Die Regierung ist bereit, den Vorstoss als unverbindlichen Prüfauftrag (Postulat) anzunehmen. Der Grosse Rat entscheidet im Juni. drh

 

20 Minuten 27.04.10

Kampf gegen Zwangsehen

BERN. Der Regierungsrat will geeignete Massnahmen gegen Zwangsehen im Kanton Bern prüfen und gegebenenfalls auch umsetzen. Dies hat er gestern in einer Antwort auf einen Vorstoss von EVP-Grossräten mitgeteilt. Mit den Massnahmen sollen der Schutz der Opfer verbessert sowie Zwangsheiraten im Kanton verhindert werden. Weiter soll eine Vernetzung der Verwaltungsstellen und Hilfsinstitutionen angestrebt werden.

 

20 Minuten 07.01.10

Zwangsehen: Politiker machen Druck auf Bund

Der Vorwurf, der Bund kämpfe zu wenig oder gar nicht gegen Zwangsehen, wird immer lauter. Politiker aus allen Lagern wollen dem EJPD nun Beine machen. Felix Burch
Geschätzte 17'000 Zwangsehen gibt es in der Schweiz. Obwohl in der Öffentlichkeit seit Jahren ein Konsens besteht, dass dies nicht toleriert werden darf, fehlt den Gerichten noch immer eine eindeutige gesetzliche Handhabe. Der Zürcher Richter und Jugendexperte Luca Cirigliano (SP), der das Thema untersucht und den Bund heftig kritisiert hat, erhält von Politikern aus allen Lagern Unterstützung. Karin Keller-Sutter (FDP), St. Galler Justiz- und Polizeidirektorin: «Ich möchte nicht einfach kritisieren, stelle aber fest, dass das Problem in Bern offenbar keine Priorität geniesst.» Und: «Wir müssen als Gesellschaft klarstellen, dass Zwangsehen unter Androhung von Strafe verboten sind.» (...)
Laut dem Verein Katamaran gegen Zwangsheirat hinkt die Schweiz im Kampf gegen Zwangsehen Ländern wie England und sogar der Türkei weit hinterher. «Wir wünschen uns ein überparteiliches Bündnis gegen Zwangsehen. Nebst strafrechtlichen Massnahmen braucht es Verbesserungen im Ausländergesetz und aktive Präventions- und Integrationsmassnahmen», so Anusooya Sivaganesan von Katamaran.

 

20 Minuten online 23.12.09

16-Jähriger musste 12-jährige Cousine heiraten

Zwangsheirat der ganz brutalen Art: In Grossbritannien ist ein Mann verurteilt worden, der seinen 16-jährigen Sohn dazu zwang, eine 12-jährige Cousine zu vergewaltigen.
Der 54-Jährige organisierte im März 2008 bei sich zuhause in Woolwich im Südwesten von London eine muslimische Zeremonie, bei der er seinen damals 16-jährigen Sohn mit dem Mädchen «verheiratete». Dies berichtet der britische Fernsehsender BBC auf seinem Online-Portal.Die Zwangsheirat sei ans Licht gekommen, weil die Mutter des Mädchens, die nicht damit einverstanden war, sich an die Polizei wandte, teilt die BBC mit. Im Zuge der Ermittlungen sei dann klar geworden, dass mehrere Verwandte den Jungen dazu gedrängt hatten, seine 12-jährige Cousine zu vergewaltigen.

Drei Jahre Haft
Die Väter des Jungen und des Mädchens wurden nun beide zu drei Jahren Haft wegen Anstiftung eines Kindes zu sexueller Aktivität im Gefolge einer illegalen Ehe verurteilt. Der beteiligte Junge erhielt eine 18-monatige Jugendstrafe wegen Vergewaltigung. Seine Mutter (54) wurde für ihre Beihilfe zu 12 Monaten Haft auf Bewährung und 200 Stunden gemeinnütziger Tätigkeit verurteilt. Die Mutter des Mädchens erklärte gegenüber der Presse: «Was meiner Tochter passiert ist, ist ein Alptraum. Diese Schuldsprüche werden uns dabei helfen, davon wegzukommen.» (dhr)

 

Berner Zeitung 15.12.09

Was tun gegen Zwangsverheiratungen?

Im Kanton Bern kommt es noch immer zu Zwangsverheiratungen. Das Kompetenzzentrum Integration hat ein Merkblatt zu Zwangsverheiratung und Zwangsehe veröffentlicht.
Das Merkblatt umfasst Handlungsempfehlungen und Adressen von Fachstellen, die Beratung und Unterstützung bieten. Es richtet sich an Personen, die Betroffene unterstützen wollen. Zwangsverheiratete seien auf die Unterstützung von Personen aus dem eigenen Umfeld angewiesen.

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