Die folgenden Fragen habe ich für die Fragestunde vom 12.06.12 eingereicht.

Die Medienreaktionen dazu finden Sie hier.

 

Platzprobleme am Seeland Gymnasium?

Auf Beginn des nächsten Schuljahres wird der Standort Linde des Seeland Gymnasiums Biel aufgegeben. Nach den Sommerferien wird deshalb am Standort Strandboden eine beträchtliche Anzahl zusätzliche Schülerinnen und Schüler zu unterrichten sein.

Dazu meine Fragen an den Regierungsrat:
1. Stimmt es, dass sich am Standort Strandboden der notwendige Bau von Schulraum-Provisorien verzögert?
2. Welche Massnahmen sind vorgesehen, um nach den Sommerferien einen geregelten Schulbetrieb sicher zu stellen?
3. Ist es aus Sicht des Regierungsrates Schülerinnen und Schülern mit einem mehr als einstündigen Schulweg zumutbar, am Abend bis 18.30 Uhr und am anderen Morgen bereits um 07.30 Uhr Unterricht zu besuchen?

Ruedi Löffel, Grossrat EVP

Hier die mündliche Antwort von Erziehungsdirektor Pulver:

Die Antwort auf die erste Frage: Ja. Aufgrund der Einsprachen des Heimatschutzes und desNetzwerks Bielersee können die Provisorien nicht wie vorgesehen im August bezogen werden. Dies verzögert sich um die für die Einspracheverfahren notwendige Zeit. Mit den Einsprechenden wurde über einen alternativen Standort für die Provisorien gesprochen, auf welchem frühestens per Ende Jahr Provisorien bereitgestellt werden könnten.
Ein Bezug der Provisorien auf den Spätsommer hin wäre somit nur bei einem sofortigen Rückzug der Einsprachen möglich. Ich kenne den neusten Stand der Einsprachen nicht. Worauf sich der Rückzug, der zum Teil zur Diskussion steht, bezieht, kann ich im Moment nicht sagen, da ich dies in den letzten 24 Stunden nicht mehr abklären konnte. Zu Frage 2.
Es wurden zahlreiche Massnahmen getroffen. Das Gymnasium kannRäume in der Schule für Gestaltung nutzen. Es wird Halbklassenunterricht gestrichen. Sitzungs- und Arbeitszimmer wurden zu Unterrichtsräumen umfunktioniert. Die Belegung der Schulzimmer wurde in Zusammenarbeit mit dem Gymnase français verdichtet. Das Zeitfenster für den Unterricht wurde bis 18.30 Uhr verlängert. Diese Massnahmen sind kurzfristig vertretbar, würden aber mittelfristig die Schulanlage Strandboden und die beiden Gymnasien, welche diese nutzen, enorm belasten.
Zu Frage 3.
Der Schulbeginn der Gymnasien auf dem Strandboden ist seit langem 7.30 Uhr. Für Schülerinnen und Schüler, die so früh beginnen, wird die letzte Lektion am gleichen Tag nicht belegt, um übermässig lange Arbeitstage zu verhindern. Im Vergleich zu anderen Lernenden auf der Sekundarstufe II scheint es dem Regierungsrat für eine befristete Zeit zumutbar, an einzelnen Tag bis 18.30 Uhr Unterricht zu haben und am nächsten Tag wieder um 07.30 Uhr zu beginnen. Die neusten Informationen kann ich Ihnen nicht geben. Es ist mir nicht möglich, aus Zeitungen zu informieren. Ich müsste dann wissen, was effektiv Sache ist. Und, wie gesagt, bin ich in den letzten 24 Stunden nicht dazu gekommen, Zeitung zu lesen. In der Zeitung steht offenbar, dass die Einsprache gegenüber den Provisorien immer noch gleich ist.

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