Die Motion wurde am 15.06.2011 vom Grossen Rat
mit 96:48 Stimmen (3 Enthaltungen) gutgeheissen.

Die Medienbeiträge zu dieser Thematik finden Sie hier.

 

M O T I O N  

Der notwendige Ausstieg aus der Atomenergie bedingt rigoroses Sparen

Der Regierungsrat leitet angemessene Massnahmen in die Wege um den Gesamtenergieverbrauch im Kanton Bern massiv zu reduzieren.

Begründung:

Unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe in Japan und dem daraus folgenden riesigen menschlichen Elend, ertönt der Ruf nach dem sofortigen Ausstieg aus der Kernenergie verständlicherweise lauter als je zuvor.
Bei der ganzen Diskussion geht aber gerne vergessen, dass das Gelingen massgeblich von der Bereitschaft zu einer grundlegenden Verhaltensänderung abhängig ist.
Wenn die Abschaltung des AKW Mühleberg gefordert wird ist es unerlässlich, der Bevölkerung klar zu machen, dass unser Gesamtenergieverbrauch ganz massiv gesenkt werden muss. Es wäre in höchstem Mass unethisch und verwerflich, die durch die Stilllegung von Mühleberg entstehende Minderproduktion mit Importen aus dem Ausland oder durch die Nutzung von fossiler Energie zu kompensieren.
Die Regierung soll deshalb verpflichtet werden, Massnahmen in die Wege zu leiten die dazu geeignet sind, den Gesamtenergieverbrauch im Kanton Bern massiv zu senken. Dies kann beispielsweise mit Lenkungsmassnahmen, über Kontingentierung oder durch eine Steuerreform geschehen.

Begründung der Dringlichkeit.
Die emotionale Diskussion um den Ausstieg aus der Atomenergie muss im Bewusstsein geführt werden, dass einschneidende Massnahmen resp. Verhaltensänderungen zwingend nötig sind.

Münchenbuchsee/Oberburg, 19.03.11
Ruedi Löffel, EVP / Josef Jenni EVP

7 Mitunterzeichnende

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