M O T I O N
Der notwendige Ausstieg aus der Atomenergie bedingt rigoroses Sparen
Der Regierungsrat leitet angemessene Massnahmen in die Wege um den Gesamtenergieverbrauch
im Kanton Bern massiv zu reduzieren.
Begründung:
Unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe in Japan und dem daraus folgenden
riesigen menschlichen Elend, ertönt der Ruf nach dem sofortigen Ausstieg
aus der Kernenergie verständlicherweise lauter als je zuvor.
Bei der ganzen Diskussion geht aber gerne vergessen, dass das Gelingen
massgeblich von der Bereitschaft zu einer grundlegenden Verhaltensänderung
abhängig ist.
Wenn die Abschaltung des AKW Mühleberg gefordert wird ist es unerlässlich,
der Bevölkerung klar zu machen, dass unser Gesamtenergieverbrauch
ganz massiv gesenkt werden muss. Es wäre in höchstem Mass unethisch
und verwerflich, die durch die Stilllegung von Mühleberg entstehende
Minderproduktion mit Importen aus dem Ausland oder durch die Nutzung von
fossiler Energie zu kompensieren.
Die Regierung soll deshalb verpflichtet werden, Massnahmen in die Wege
zu leiten die dazu geeignet sind, den Gesamtenergieverbrauch im Kanton
Bern massiv zu senken. Dies kann beispielsweise mit Lenkungsmassnahmen,
über Kontingentierung oder durch eine Steuerreform geschehen.
Begründung der Dringlichkeit.
Die emotionale Diskussion um den Ausstieg aus der Atomenergie muss im
Bewusstsein geführt werden, dass einschneidende Massnahmen resp.
Verhaltensänderungen zwingend nötig sind.
Münchenbuchsee/Oberburg, 19.03.11
Ruedi Löffel, EVP / Josef Jenni EVP
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