Die Motion wurde im Februar 2014 eingereicht.
Am 19. November 2014 wurde sie vom Grossen Rat mit 83 zu 63 Stimmen abgelehnt.

Die Medienbeiträge zu dieser Thematik finden Sie hier.

 

M O T I O N  

Lehrplan 21: Der Grosse Rat muss entscheiden können.

Der Regierungsrat wird beauftragt,

  • die Einführung des Lehrplans 21 (inkl. die kantonalen Ergänzungen),
  • den Zeitpunkt der Einführung des Lehrplans 21,
  • die Kosten zur Einführung des Lehrplans 21

dem Grossen Rat zum Entscheid vorzulegen und dazu nötigenfalls die gesetzlichen Grundlagen anzupassen.

Begründung:

Voraussichtlich im Herbst 2014 wird der überarbeitete Lehrplan 21 von der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK) zur Einführung in den Kantonen freigegeben. Anschliessend entscheidet jeder Kanton gemäss den eigenen Rechtsgrundlagen über die Ein-führung des Lehrplans 21.
Im Kanton Bern obliegt es dem Regierungsrat, über die Einführung und Umsetzung des neuen Lehrplans zu entscheiden. Für das Kantonsparlament ist keine direkte Einflussnahme auf Lehrplanfragen vorgesehen. Diese Kompetenzaufteilung mag für die bisherigen kantonalen Lehrpläne gerechtfertigt gewesen sein. Beim Lehrplan 21 handelt es sich aber um ein überkantonales bildungspolitisches Projekt von ganz anderer Dimension mit bedeutenden Auswirkungen auf die inhaltliche und organisatorische Schulentwicklung des Kantons Bern. Damit einhergehend ist auch mit erheblichen Kostenfolgen für die Einführung des neuen Lehrplans zu rechnen.
Angesichts der Tragweite und der Bedeutung des Lehrplans 21 für die kantonale Schulorganisation sowie für die künftige Ausbildung der Schüler/-innen und zwecks einer politischen Legitimation soll der Grosse Rat über die Einführung, den Einführungszeitpunkt und die Kosten zur Einführung des Lehrplans 21 im Kanton Bern befinden.

Langenthal / Münchenbuchsee, Februar 2014
Daniel Steiner, Ruedi Löffel, EVP

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