Die folgenden Fragen habe ich für die Fragestunde vom 23.03.10 eingereicht. Die Medienbeiträge zu dieser Thematik finden Sie hier.
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Notfallaufnahme der Spitäler entlasten?In der Stadt Zürich werden „Alkoholleichen“ neuerdings
in eine Zentrale Ausnüchterungsstelle (ZAS) gebracht. Die Kosten
in der Höhe von 600 bis 950 Franken gehen zu Lasten der Patienten.Sind
diese minderjährig, werden die Eltern zum Abholen ihrer Sprösslinge
in die ZAS bestellt, wo auch ein Gespräch mit Mitarbeitenden des
Sozialdepartementes auf sie wartet. Der Regierungsrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten: 1. Welche rechtlichen Grundlagen sind vorhanden, um auch in Bern, eine ZAS einzurichten? 2. Welchen Beitrag könnte eine ZAS in Bern zur Entlastung der Notfallaufnahmen, namentlich derjenigen des Inselspitals leisten? 3. Wie stellt sich die Regierung grundsätzlich zur Idee, die Eltern zum Abholen von ausgenüchterten Sprösslingen und zu einem Gespräch zu bestellen? Ruedi Löffel, Grossrat EVP
Hier die mündliche Antwort des RegierungsratesHans-Jürg Käser, Polizei- und Militärdirektor: Frage 2: Im Jahr 2007 wurden am Inselspital 373
medizinische Notfallpatienten aufgrund von Alkoholvergiftungen behandelt.
Das entspricht 3,3% aller Notfallpatienten. Das Inselspital steht der
Idee einer zentralen Ausnüchterungsstation grundsätzlich Frage 3: Die Idee, ausgenüchterte Jugendliche von ihren Eltern abholen zu lassen und dabei Elterngespräche zu führen, erachtet die Regierung als prüfenswert. Die Problematik von Intoxikationen muss in einem Gesamtkontext betrachtet werden. Ein Auftrag zur Ausarbeitung entsprechender Massnahmen für den Kanton Bern ist Anfang Jahr erteilt worden. Gerhard Fischer, Meiringen (SVP), Vizepräsident: Ruedi Löffel, Münchenbuchsee (EVP): Ich danke für die interessanten Antworten. Wenn man die Kosten weiterverrechnen wollte, haben Sie da schon geprüft, wo man Anpassungen machen müsste, und wären Sie bereit, diese Anpassungen zu machen? Hans-Jürg Käser, Polizei- und Militärdirektor: Hier kann ich jetzt die Antwort geben – ich kann sie nicht geben, wenn mich die Medien anrufen, es sei zu dieser Sache eine Frage eingereicht worden. Dies als Vorbemerkung. Ich habe in der POM den Auftrag erteilt, solche Varianten zu prüfen und mir vorzulegen, welche Möglichkeiten bestehen. |