| Die Motion wurde vom Grossen
Rat am 13.9.05
nach angeregter Diskussion
und gegen den Willen der Regierung
mit 94 JA zu 60 Nein - Stimmen klar angenommen.
aber leider in einer zweiten Abstimmung mit
81
JA zu 69 Nein (5 Enth.) als erfüllt abgeschrieben.
Anm.: Nachdem er in der Debatte erklärt hatte, der Kanton habe
seinen Handlungsspielraum ausgeschöpft, hat sich der zuständige
Regierungsrat am Tag danach persönlich nach einer von mir vorgeschlagenen
Verbesserungsmöglichkeit erkundigt...
Die Medienreaktionen dazu finden Sie hier.
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M O T I O N
Mit vergessenen Freizügigkeitsguthaben das Gemeinwesen entlasten
Der Regierungsrat fördert geeignete Massnahmen, damit vergessene
Pensionskassenguthaben und Freizügigkeitsleistungen aufgespürt
und den rechtmässigen Besitzer/innen zugeführt werden.
Begründung:
Eine beträchtliche Anzahl von Pensionskassen-Versicherten nimmt nach
Stellenwechsel, nach Arbeitslosigkeit oder bei Pensionierung mangels Information
und/oder aus Unwissenheit ihre Interessen ungenügend wahr. Schätzungen
gehen davon aus, dass bei den Vorsorgeeinrichtungen der zweiten Säule
hohe Millionbeträge liegen, ohne dass die Besitzer/innen ihren Anspruch
auf das Geld anmelden. Die Zentralstelle 2. Säule und die Zentrale
Ausgleichskasse in Genf (ZAS) versuchen, die Begünstigten (Destinatär/innen)
aufzufinden. Dieses Rückführsystem ist jedoch unvollständig,
so dass ein Teil der „Holguthaben“ im Depot von zahlreichen
Vorsorgeeinrichtungen verbleibt.
Bei gezielten Nachforschungen in einer bernischen Gemeinde mit knapp 7’000
Einwohner/innen konnten innerhalb eines Jahres über 500'000.- Franken
vergessene Guthaben gefunden und den rechtmässigen Besitzer/innen
zugeführt werden.
Da anzunehmen ist, dass nicht zuletzt bei Bezüger/innen von Fürsorge-
und Ergänzungsleistungen Guthaben aufzuspüren wären, könnte
der Kanton dadurch finanziell entlastet werden.
Mögliche Massnahmen wären zum Beispiel systematische und regelmässige
Information sowie Vertiefung des Themas in der Ausbildung von Mitarbeitenden
im Sozialwesen und auf den AHV-Zweigstellen.
Münchenbuchsee, 23.2.05
Ruedi Löffel, EVP
36 Mitunterzeichnende:
13 Grossräte der SVP, 9 GFL, 7 EVP, 3 GBJA,
3 SD und 1 EDU.
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