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Am 23. Oktober 2011 habe ich
auf der EVP-Liste
für den Nationalrat kandidiert.
Mit den erreichten 14'914
persönlichen Stimmen bin ich sehr zufrieden und ich freue
mich, dass Marianne
Streiff wieder gewählt wurde - Danke für Ihre Unterstützung!
Auf dieser Seite finden Sie Medien- und andere Beiträge
zu den eidg. Wahlen 2011.
Hier finden
Sie Medienberichte
zu den kantonalen Wahlen 2010.
Hier finden
Sie Medienberichte
zu den Wahlgängen 2006 und 2007.
Und hier finden
Sie Medienberichte
zu früheren Wahlen.
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Diese Punkte sind der EVP und
auch mir persönlich weiterhin wichtig:
- eine freie Schweiz >>> Religionsfreiheit
für alle
- eine familienfreundliche Schweiz >>> Weg
mit der Ehestrafe
- eine verantwortungsbewusste Schweiz >>>
Keine
Schulden dulden
- eine gesunde Schweiz >>>
Prämienwachstum stoppen
- eine nachhaltige Schweiz >>> Energieverbrauch
verringern
- eine solidarische Schweiz >>> Armut
weltweit halbieren
mein smartspider
/ mein smartvote-Porträt
Berner Zeitung 08.11.11
EVP unterstützt nur Luginbühl
Die Geschäftsleitung der EVP des Kantons Bern empfiehlt den Wählenden,
im zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen vom 20. November denjenigen
Kandidaten zu unterstützen, der am ehesten die politische Mitte
vertritt. Dies ist nach Einschätzung der EVP- Geschäftsleitung
der bisherige BDP-Ständerat Werner Luginbühl. pd)
Bund online 07.11.11
EVP unterstützt Luginbühl
Nach dem Scheitern ihrer eigenen Kandidatin Marianne Streiff
empfiehlt die Berner EVP den bisherigen BDP-Ständerat Werner Luginbühl
zur Wiederwahl.
Der erste Ständeratswahlgang habe «leider gezeigt, dass die
EVP-Kanidatur mit Marianne Streiff nicht mehrheitsfähig ist»,
schreibt die Partei in einer Medienmitteilung vom Montag. Man wolle
daher den Kandidaten unterstützen, der «am ehesten»
die politische Mitte vertrete. Nach Auffassung der EVP sei dies der
bisherige Ständerat und BDP-Kandidat WernerLuginbühl. (...)
(gbl)
EVP mit 100% Frauenvertretung im Nationalrat
Berner EVP-Zeitung 25.10.11 / Rückblick auf die Nationalratswahlen
vom 23. Oktober 2011
EVP-Sitze knapp gehalten
Wie in den Umfragen vorausgesagt und von den Printmedien kräftig
begünstigt, haben die neuen Parteien die Wahlen gewonnen. Die EVP
musste um die beiden Nationalratssitze von Marianne Streiff und Maja
Ingold hart kämpfen. Im
Kanton Bern unterstützten 4,17% oder rund 14'700 Wählende
die EVP - vor vier Jahren waren es noch 5,44% oder gut 17'000
Wahlberechtigte. Die Resultate aus einzelnen Gemeinden stimmen zuversichtlich.
Das Erfreulichste am Wahlwochenende ist aus EVP-Sicht der Erhalt der
beiden bisherigen Sitze. In Zürich wurde es ziemlich eng, während
Marianne Streiff die Wiederwahl sicher und mit einem sehr guten persönlichen
Ergebnis schaffte. In praktisch allen Kantonen flossen den neuen Parteien
kräftig Stimmen zu - leider auch in beträchtlicher Zahl von
ehemaligen EVP-Wählenden. Positiv daran ist die Tatsache, dass
spätestens in vier Jahren das Etikett „neu“ nicht mehr
ausreichen wird, um Wahlsiege zu feiern, nun müssen politische
Taten folgen.
Dass sich seit Kurzem zahlreiche Parteien in der (unabhängigen
und konstruktiven) Mitte zu positionieren versuchen, erschwerte es der
EVP zusätzlich, sich im Wahlkampf Gehör zu verschaffen. Auch
hier werden die nächsten Jahre zeigen, wie weit es sich nur um
wahltaktische Manöver und Lippenbekenntnisse handelte.
Die Detailresultate im Kanton Bern bestätigen das Resultat der
Grossratswahlen 2010: Gut ein Fünftel der bisherigen EVP-Stimmen
wechselte zur BDP. Dies deutet darauf hin, dass der EVP-Stimmenzuwachs
der letzten Jahre vor allem von unzufriedenen SVP-Wählenden stammte,
die nun ihre „alte BGB-Heimat“ wieder gefunden haben.
Zahlreiche EVP-Kandidierende sammelten eifrig Panaschierstimmen (Stimmen
von Wählenden anderer Parteien), was auf eine breite Akzeptanz
schliessen lässt. Ebenfalls positiv fällt auf, dass die EVP
in einzelnen Gemeinden trotz der neuen Konkurrenz sehr gut abgeschnitten
hat. Dies stimmt im Hinblick auf kommende Gemeindewahlen positiv und
zeigt, dass die EVP als wertorientierte Mittepartei nach wie vor gefragt
ist.
Ruedi Löffel, Wahlkoordinator, Grossrat.
Schweizer Fernsehen 23.10.11
Hochrechnung Stimmenanteil ganze Schweiz

Tönt gut, aber leider hat da jemand irgend welche Zahlen durcheinander
gebracht...
Berner Zeitung online 20.10.11
Wo die Parteien am Sonntag die Wahlen verfolgen
Am Sonntag ist die Berner Altstadt im Wahlfieber: Die Kandidaten
und ihre Parteifreunde versammeln sich in den Lokalen rund um das Rathaus,
um gemeinsam die Resultate zu verfolgen. Wir zeigen, wer wo mitfiebert.
(...) Gewiss scheint, dass Marianne Streiff den EVP-Sitz verteidigt.
Die EVP im eigenen Zuhause
Doch nicht alle Parteien gehen aus. Die Mitglieder der
EVP verbringen den Wahlsonntag im eigenen Sekretariat an der Nägelistrasse.
Der Geschäftsführer der EVP Kanton Bern, Gallus Tannheimer,
meint gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet: «Das ist einfach
am Praktischsten.» (...)
Berner Zeitung 19.10.11
Noch viermal schlafen: Zeit, im Kaffeesatz zu lesen
Die Prognose sei gewagt: Bei den Nationalratswahlen im Kanton
Bern halten SVP und SP ihre Sitzzahl – die Neulinge Fuchs und
Pardini bleiben aber auf der Strecke. Die BDP besorgt sich ihre zwei
zusätzlichen Sitze bei der FDP. Und CVP-Mann Hochreutener kann
seine Haut schon wieder retten. Vielleicht...
(...) Gewiss scheint, dass Marianne Streiff den EVP-Sitz verteidigt.
Die Grünliberalen dürften gemessen am Ergebnis der kantonalen
Wahlen ebenfalls 1 Sitz holen; wir tippen auf den Berner Stadtrat Michael
Köpfli, der von seiner Bekanntheit in der Stadt Bern, dem «Hotspot»
der GLP, profitiert. Am letzten Sitz vermag sich nach unserer Prognose
erneut Norbert Hochreutener von der CVP festzuklammern: Er kann auf
die Listenverbindung mit EVP und GLP hoffen, während Andreas Brönnimann
den EDU-Sitz im Alleingang halten müsste. Interne Konkurrenz muss
Hochreutener nicht fürchten, da er als Einziger seiner Liste vorkumuliert
ist.
Zuletzt noch eine zuverlässigere Prognose: Dies ist das letzte
Mal, dass Bern 26 Nationalratsmitglieder wählt. Wegen des unterdurchschnittlichen
Bevölkerungswachstums werden es 2015 nur noch 25 sein.
Langenthaler Tagblatt 15.10.11 / Abstimmungsbilanz
So nah politisieren Berns Parteien am Volk
Wie nah am Volk politisieren die bernischen Parteien? Ein Gradmesser
dafür sind die Abstimmungen der letzten vier Jahre. Als Entscheidehilfe
für die National- und Ständeratswahlen vom 23. Oktober hat
das az Langenthaler Tagblatt die Fakten zusammengetragen – Abstimmungsempfehlungen
(Parolen) und Resultate. Wie haben sich die Kantonalparteien von SVP,
SP, BDP, FDP, Grüne, EVP, CVP, EDU und GLP im Vorfeld der Abstimmungen
positioniert? – Und: Wie entschied schliesslich die Mehrheit der
Bernerinnen und Berner?
Bei den nationalen Abstimmungsvorlagen der ablaufenden Legislatur schwingt
die CVP schweizweit wie auch im Kanton Bern klar obenaus. Im Bernbiet
jedoch sind die Christlich-Demokraten keine Macht. Daher darf die FDP
für sich in Anspruch nehmen, kantonal am nächsten beim Volk
zu politisieren. Nur ein Abstimmungssieg weniger können SVP und
Grünliberale (GLP) vorweisen; obwohl Letztere erst während
der Legislatur gegründet wurden. Überraschend liegt auch die
SP nur eine Stimmfreigabe dahinter, ihrerseits dicht gefolgt von den
Grünen und der EVP. Als Mittepartei – welche wie die CVP
in einem solchen Ranking theoretisch gut abschneiden sollte –
zählte die EVP bei nationalen (wie auch bei kantonalen Vorlagen)
in Bern selten zu den Gewinnern. (...)
Im bürgerlich dominierten Kanton überraschend nah beim Volk
politisiert dagegen die SP: Sechs Mal zählten die Genossen im Bernbiet
zu den Abstimmungssiegern (plus eine Stimmfreigabe). Je ein Mal öfter
als die Verbündeten von den Grünen und die Mittepartei EVP.
Zum Vergleich die erfolgreichsten Mutterparteien bei nationalen Vorlagen:
CVP (21 Punkte), FDP und GLP (je 18), SVP, EDU und BDP (je 15), EVP(13,5),
SP (12,5) und Grüne (11,5).
Bund 11.10.11 / Leserbriefe
Die EVP – am nächsten beim Volkswillen
Politik Eidgenössische Wahlen vom 23. Oktober
Obschon die EVP zu den kleinen Parteien zählt, heisst das nicht,
dass sie unbedeutend wäre. Laut Umfrage im «Beobachter»
politisiert die EVP am nächsten beim Volkswillen. Nicht das Parteibuch
ist ihr wichtig, sondern das Suchen nach guten Lösungen, ohne an
den ständigen Links-rechts-Kämpfen teilzunehmen. Dabei werden
die christlichen Werte hochgehalten, die für die Zukunft unseres
Landes und das Zusammenleben immer wichtiger sind.
Weil sie nicht grosse Schlagzeilen liefert, ist sie aber für die
Presse kein gefundenes Fressen und wird oft links oder rechts liegen
gelassen. Wer gut hinschaut, merkt, dass die einzige Frau für den
Ständerat aus der EVP kommt. Oder denken
wir an unsere vom Rauch befreiten Restaurants, der grösste
Kämpfer dafür kommt aus der EVP. Alle, die glücklich
darüber sind, sollen ihm doch an der Urne mal Danke sagen.
Hanspeter Steiner, Boll
Langenthaler Tagblatt 10.10.11 / Leserbriefe
Ein starker Grund für Marianne Streiff
Ausgabe vom 7.10.: Umwelt-Rating der Berner Nationalratsmitglieder
Von den Bisherigen wird EVP-Nationalrätin Marianne Streiff im Rating
der Umweltverbände als 100 Prozent umweltfreundlich taxiert.
Dies ist ein starker Grund mehr, Marianne Streiff in den Ständerat
zu wählen.
Ruedi Löffel, Grossrat EVP, Münchenbuchsee
Bieler Tagblatt Front 05.10.11
Endspurt im Wahlkampf

Bald in jedem Haushalt:
Das Wahlmaterial ist unterwegs zu den Stimmberechtigten.
Auf dem Zentralplatz stehen die Plakate bereits. Bild: as
Berner Zeitung online 05.10.11
“Klein, aber nahe beim Volk”
Die EVP wird zu den kleinen Parteien gezählt – mit Recht.
Allerdings heisst das nicht, dass sie unbedeutend wäre. Eine Umfrage,
die der “Beobachter” veröffentlicht hat, zeigte, dass
die EVP am Nächsten beim Volkswillen politisiert. Das verwundert
nicht: Die EVP kümmert sich als Wertepartei um christliche Werte,
die sie in der Bevölkerungspolitik (ältere Generation, Generationen-Transfer,
Besteuerung sehr grosser Erbschaften zu gunsten der AHV und der Kantone)
einbringen. Dabei hat sie nie an dem Kampfgetümmel teilgenommen,
das von linken und rechten Kräften im Parteienspektrum angezettelt
wird. Es ist einfach auffällig, dass sie in den Medien selten erwähnt
wird. Dabei sind auf ihren Wahllisten Marianne Streiff für den
Nationalrat und den Ständerat, Ruedi Löffel, Marc Jost, Matthias
Stürmer und viele andere gute Köpfe für den Nationalrat
zu finden.
Werner Ninck, Bern
Langenthaler Tagblatt / MLZ 28.09.11
275 Tonnen Prospekte unterwegs

Am kommenden Montag ist es so weit: Zumindest im Wahlkreis Oberaargau
gehen die Listen der 28 Parteien sowie die Prospekte mit den 545 Kandidatinnen
und Kandidaten für die Nationalratswahlen in den Versand. Selbstverständlich
liegen dem offiziellen Wahlcouvert auch die Unterlagen der neun Männer
und Marianne Streiff bei, die in den Ständerat gewählt werden
wollen. (...)
Namenliste statt Ausseramtliche
Als einzige ist «Parteifrei.ch» sowohl für den Nationalrat
wie auch für den Ständerat nicht mit Werbematerial vertreten.
Lediglich auf der offiziellen Namenliste erscheint das Konterfei ihres
Kandidaten Josef Rothenfluh aus Lengnau. Die Namenliste ist übrigens
neu: Sie ersetzt die früher bei SVP und FDP einerseits und SP und
Grünen andererseits bei Ständerats- und Regierungsratswahlen
beliebten ausseramtlichen Wahlzettel. Kurz nach den letzten eidgenössischen
Wahlen, im November 2007, überwies der Grosse Rat eine EVP/EDU-Motion
mit diesem Ziel. Dies mit der Begründung, ausseramtliche Wahlzettel
widersprächen dem Grundsatz von Persönlichkeitswahlen, wonach
die kandidierenden Personen und nicht die Parteien im Vordergrund stehen
sollten. (...)
Berner Oberländer / Thuner Tagblatt 24.09.11
93 wollen auf den Zug nach Bern aufspringen
93 Frauen und Männer aus dem Oberland kandidieren für
den Nationalrat. So unterschiedlich die Ziele der Parteien auch sind:
Alle verbreiten Zuversicht, diese am 23. Oktober zu erreichen.
(...)
EVP: «Christliche Werte.
Menschliche Politik» Die EVP will im Kanton Bern zwei Sitze gewinnen;
dies nachdem sie 2007 in der Listenverbindung mit der CVP knapp den
zweiten Sitz verpasste. Die Partei engagiert sich dafür, dass familieninterne
Kinderbetreuung aufgewertet wird; zudem will sie die AHV mit einer Volksinitiative
stabilisieren. Die Frage nach besonderen Engagements in Themen, die
das Oberland betreffen, beantwortet Geschäftsführer Ruedi
Löffel wie folgt: «Alle Gebiete sind aufeinander angewiesen
und können die Herausforderungen nur gemeinsam meistern.»
Ihren Wahlkampf finanziert die Partei vor allem über Spenden; insgesamt
beträgt das Budget 130'000 Franken. (...)
Die CVP strebt zusammen mit der Liste der Liberalsozialen einen Nationalratssitz
an. Heute arbeitet die Partei im Bundeshaus mit der EVP und der GLP
zusammen. «Durch die Bündelung der Kräfte der Mitte
haben wir Durchschlagskraft», sagt Rahel Sameli. Neben der Energiepolitik
unter Federführung von CVP-Umweltministerin Doris Leuthard nennt
die Partei Familie, Wirtschaft und Sicherheit als Schwerpunkte. Lokal
engagiert sie sich für eine engere Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen
sowie nachhaltige Raumplanung Stadt-Land unter dem Stichwort «Schwerpunkte
statt Zersiedelung». (...)
20 Minuten 23.09.11
Frage der Woche
Soll das Investment-Banking zumindest für die Grossbanken
UBS und CS verboten werden?
Auch wenn der aktuelle Nationalrat davon ncihts wissen will: Unter den
Kandidaten auf Politnetz.ch
ist das Thema heiss umstritten. Für Christoph Blocher (SVP) etwa
bleibt ncihts anderes als ein Verbot (...). Und Ruedi Löffel (EVP)
meint «Gefährliche Spielzeuge nehmen wir unseren Kindern
auch weg.» (...)
Langenthaler Tagblatt / MLZ 19.09.11
EVP: Massiver Rückgang der Spenden
Als einzige Berner Partei einen grossen Spenden-Rückgang vermeldet
die EVP. Ruedi Löffel sagt, seit dem Jahreswechsel 2009/2010 leide
die Kantonalpartei unter einem «unerwarteten und massiven Spendeneinbruch».
Das Wahlkampf-Budget 2011 sei daher «massiv gekürzt»
worden. Konkret: Um einen Drittel auf noch 130000 Franken (vgl. az Langenthaler
Tagblatt von letztem Montag). (...)
Langenthaler Tagblatt / MLZ 12.09.11 / Nationalratswahlen
«Ich will Kindern eine intakte Welt hinterlassen»
EVP Kanton Bern lanciert in Oberburg den Wahlkampf:
Die christlich orientierte Mittepartei stellt Nachhaltigkeit in allen
Belangen in den Fokus.
Marianne Streiff und Gerhard Baumgartner lancieren Wahl-Kampagne.
Die politischen Parteien sind im Wahlkampffieber. Fünf Wochen
vor dem 23. Oktober jagt ein Anlass den nächsten. Die Evangelische
Volkspartei ist da keine Ausnahme. Quasi zum Kampagnenstart lud die
EVPKanton Bern am Samstag zur Besichtigung der Firma Jenni Energietechnik
in Oberburg ein.
Im Zentrum des Interesses standen aber längst nicht nur energiespendende
Zellen auf Hausdächern. So nutzte etwa EVP-Nationalrätin und
Ständeratskandidatin Marianne Streiff die Gunst der Stunde und
rührte die Werbetrommel. Sie versicherte, dass ihr vor allem Umwelt-
und Familienthemen sehr am Herzen lägen: «Im Gegensatz zu
vielen anderen Politikern habe ich schon lange vor der Katastrophe in
Japan einen Ausstieg aus der Atomenergie gefordert. Nachhaltigkeit ist
bei jedem meiner politischen Engagements sehr zentral. Ich
will meinen Kindern und Grosskindern eine lebenswerte und intakte Welt
hinterlassen.» In Bezug auf den Ausstieg aus der Atomenergie
fordert Streiff eine klare Haltung seitens des National- und Ständerates.
Werde die Ausstiegs-Forderung verwässert, gebe es für die
Wirtschaft nur ungenügend Anreize in nachhaltige, aber eben teurere
Energieträger zu investieren.
«Fühle mich ernst genommen»
Seit einem Jahr sitzt die langjährige Grossrätin und Könizer
Gemeinderätin für die EVP im Nationalrat. «Mir gefällt
diese Arbeit wirklich sehr. Ich fühle mich ernst genommen. Auf
alle Fälle in den Kommissionen und im Rat. Bei den Medien ist das
eine andere Sache. Hier zählt nur die Grösse der Partei.»
Leider könne man sich nur mithilfe der Medien wirklich Gehör
verschaffen. Dass sie Berns einzige weibliche Ständeratskandidatin
ist, stelle für sie kein Problem dar. Im Gegenteil: Es sei eine
grosse Chance. Dennoch habe sie den Sitz keineswegs auf sicher. Aus
Sicht der Frauen bedauert Marianne Streiff, dass es keine weiteren Kandidatinnen
gibt.
Gerhard Baumgartner, Präsident der EVP Kanton, sieht den Wahlen
mit gemischten Gefühlen entgegen: «Bisher waren EVP und CVP
praktisch alleine im Bereich der Mitte. Nun sind einige, wenn zum Teil
auch kleine Parteien dazugekommen. Wir haben ein komplett anderes politisches
Umfeld als noch vor vier Jahren.» Der Kampf um einen Sitz im National-
oder Ständerat sei nicht nur für die EVP, sondern für
alle «eine Spur härter» geworden. Das Kampagnenbudget
beträgt laut EVP-Angaben knapp 130000 Franken.
Ziel: Zweiter Nationalratssitz
Ziel der EVP ist es, zwei Sitze im Nationalrat zu ergattern. Baumgartner
verspricht der Wählerschaft Verlässlichkeit in allen Belangen
und betont, die EVP sei eine Familienpartei. Für diesen Wahlkampf
ist die christlich orientierte Partei Listenverbindungen mit den Grünliberalen,
der CVP und der Tierpartei eingegangen (az LT berichtete). Wem die Listenverbindung
am meisten bringe, sei schwer sagen. Jeder hoffe, sich vom Kuchen ein
Scheibchen abschneiden zu können.
DRS1 Regionaljournal Bern 17.08.11
Im Kanton Bern sind Listenverbindungen wichtig
Rund 3,5 Prozent Stimmen braucht es im Kanton Bern für
einen Nationalratssitz. Deshalb gehen viele Parteien Listenverbindungen
ein. Im Hinblick auf die Wahlen im Herbst sind nicht mehr ideologische
Gründe wichtig für eine Listenverbindung, sondern taktische.
Jedes Stimmenprozent kann im Herbst darüber entscheiden,
ob eine Partei einen Nationalratssitz mehr gewinnt. Die meisten Parteien
verbinden sich mit kleinen Parteien, weil deren Kandidaten kaum gewählt
werden. Die Stimmen der kleinen Parteien fallen dann der grössten
Partei auf der Liste zu.
Die SVP Kanton Bern verbindet sich unter anderem mit dem Alpenparlament,
die SP mit der Partei der Arbeit (PdA) und die Evanglische Volkspartei
(EVP) mit der Tierpartei. Die Listenpartner wurden eher aus taktischen
Gründen gewählt als aus ideologischen, sagen SVP, SP und EVP.
Beim politischen Programm viele Gemeinsamkeiten zu haben, ist also nicht
mehr gleich wichtig, wie noch bei den letzten Wahlen. (widc)
Beitrag
/ hören
20 Minuten Bern 12.08.11
Farbattacke auf den EVP-Bus
Gestern Morgen machte EVP-Grossrat Ruedi Löffel eine üble
Entdeckung. Unbekannte hatten den parkierten Bus der Mutterpartei versprayt.
«Religion tötet» stand da auf dem Gefährt. Daneben
prangte das Anarchisten-Emblem. «Hier mangelt es jemandem offenbar
an Toleranz», so Löffel. Bei der christlichen Partei hat
man kein Verständnis für die Sachbeschädigung und reicht
Anzeige gegen unbekannt ein.
Leserbrief zum Leserbrief im Bund vom 20.05.11: "51% nicht vertreten"
51% sind vertreten!
Da ging wohl in der Hitze des Gefechts unter, dass EVP-Nationalrätin
Marianne Streiff für den Ständerat kandidiert. Als Könizerin
ist sie stadtnah, als Frau vertritt sie die Hälfte der Bevölkerung
und als Mittepolitikerin ist sie wählbar für viele. Frau Amsler,
Marianne Streiff freut sich auf Ihre Unterstützung.
Mirja Zimmermann-Oswald, Nationalratskandidatin EVP
20 Minuten online 18.05.11
«Ich bin nicht perfekt»
Ricardo Lumengo ist kein Wahlfälscher, entschied das Berner
Obergericht. Lumengo räumte in seiner Reaktion Fehler ein aber
keine strafbaren Handlungen.
Die Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichts Biel hat sich für
Ricardo Lumengo gelohnt. Das Berner Obergericht hat den vorinstanzlichen
Entscheid korrigiert und den parteilosen Nationalrat am Mittwoch vom
Vorwurf der Wahlbetrugs freigesprochen.
«Ich bin vollständig freigesprochen worden», jubelte
Lumengo. Und weiter: «Ich bin nicht perfekt und gestehe meine
Fehler ein». Er wies aber darauf hin, dass er keine strafbaren
Handlungen begangen habe. (...)
Keinen Platz auf der SP-Liste
Lumengos damalige Partei, die SP, hatte ihn nach der erstinstanzlichen
Verurteilung zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Lumengo kam
dieser Forderung aber nicht nach und trat stattdessen aus der SP aus.
Seither sitzt er als Parteiloser im Parlament. Selbst wenn der 49-Jährige
der SP wieder beitreten würde, könnte er im Herbst nicht auf
der SP-Liste kandidieren. Denn dafür ist es bereits zu spät,
wie der Berner SP-Präsident Roland Näf auf Anfrage von 20
Minuten Online sagt: «Sämtliche Listenplätze sind bereits
vergeben.»
Nicht nur bei der SP, auch bei anderen Parteien dürfte Lumengo
kaum Zuflucht finden. Bei der EVP, mit der er nach dem Bruch mit der
SP schon einmal in Kontakt stand, sind die Türen geschlossen. «Ich
freue mich für Lumengo, aber auf der EVP-Liste können wir
ihm keinen Platz sichern», sagt Ruedi Löffel, Co-Geschäftsführer
der bernischen EVP. Einzige Möglichkeit für eine Zusammenarbeit
mit dem parteilosen Nationalrat sieht Löffel in einer Listenverbindung.
Lumengo hatte im vergangenen November gegenüber 20 Minuten verlauten
lassen, eine eigene Partei zu gründen und somit auch mit einer
eigenen Liste für die Wahlen zu kandidieren. «Ich bin mir
aber sicher, dass seine Chancen für eine Wiederwahl gleich Null
sind», sagt Löffel. (sda/rn/jep)
Langenthaler Tagblatt / MLZ 31.03.11
Marianne Streiff will Ständerätin werden

Letzten Herbst rückte EVP-GrossrätinMarianne Streiff (EVP)
in den Nationalrat nach; kommenden Oktober will die Könizerin nun
in den Ständerat wechseln. Auf Anfrage sagte sie gestern: «Ich
bin bereit für diesen Wahlkampf.» Noch Anfang Jahr lehnte
sie eine Ersatzkandidatur für die in den Bundesrat gewählte
Simonetta Sommaruga (SP) ab. Marc Jost, Thuner EVP-Grossrat, der im
Februar kandidierte, sagte gestern: «Tritt Marianne Streiff an,
verzichte ich.» Als Nationalratskandidat dagegen werde er bald
nachnominiert. Da Jost bei der ordentlichen Nomination noch im Ständerats-Ersatzwahlkampf
steckte, fehlt sein Name bislang auf den EVP-Listen. Zusammen mit drei
weiteren Personen soll der Kantonalvorstand seine Nachnomination Anfang
April vornehmen. (sat)
Beobachter Ausgabe 7/11 März 2011 «Puls 2011»-Umfrage
zu Parteien
Wer politisiert am nächsten beim Volk?

Nur eine Partei politisiert so stark am Volk vorbei wie die elitäre
FDP: die SVP. Das zumindest legen die Ergebnisse der grossen Beobachter-Umfrage
nahe.
Vergleicht man die Positionen, die die Mehrheit der Leserinnen und Leser
in zentralen Fragen der Schweizer Politik einnimmt, mit jenen der Parteipräsidenten,
zeigt sich: Bloss FDP-Chef Fulvio Pelli stimmt so selten mit der Mehrheitsmeinung
überein wie SVP-Präsident Toni Brunner.
Die wahre Volkspartei ist dagegen eine,
der das Volk fehlt: die EVP, die bei den letzten Nationalratswahlen
bloss 2,4% der Wähler hinter sich scharte. Als bürgerlich-soziale
Partei stimmt sie am häufigsten mit der Mehrheitsmeinung überein.
(weiter)
Berner Zeitung 08.03.11
Die Bürgerlichen sind sich uneinig
Bei den Ständeratswahlen im Herbst müssen die Bürgerlichen
des Kantons Bern zusammenstehen. Gehen sie keine Allianzen ein, dürfte
die bürgerliche Mehrheit nach wenigen Monaten zu Ende sein. Die
SP könnte dann wieder in den Ständerat einziehen.
(...) Und die EVP? Sie dürfte im Herbst ebenfalls zu den Ständeratswahlen
antreten. Grossrat Marc Jost (Thun), der im ersten Wahlgang klar gescheitert
war, beurteilt eine neuerliche Kandidatur eher skeptisch.
Blick 14.02.11
Amstutz siegt, aber er muss vor Wyss zittern
Gestern Nachmittag zeigte sich SVP-Nationalrat Adrian Amstutz skeptisch,
was seine Chancen in einem zweiten Wahlgang um den Ständeratssitz
der in den Bundesrat gewählten Simonetta Sommaruga (SP) anging.
Gegen Abend, als er auch nach Auszählung der Städte Bern und
Biel klar vorne lag, war Amstutz weit gelöster. « Das ist
eine gute Voraussetzung für den zweiten Wahlgang», sagte
er zu BLICK. Aber: «Gewonnen ist nichts. Wichtig ist, dass meine
Wähler nochmals an die Urne gehen.» Amstutz hat den ersten
Wahlgang um den Ständeratssitz klar gewonnen: Er kam auf 136 522
Stimmen, verfehlte das absolute Mehr aber deutlich. SP-Nationalrätin
Ursula Wyss erhielt als Zweite 117 835 Stimmen. So wird am 6. März
ein zweiter Wahlgang entscheiden, wer den Kanton neben Werner Luginbühl
(BDP) im Ständerat vertritt. Keine Rolle wird da FDP-Nationalrätin
Christa Markwalder spielen. Sie schnitt gestern mit 69 303 Stimmen enttäuschend
ab. Die EU-Befürworterin wurde zwischen den Blöcken aufgerieben.
Einen Achtungserfolg erzielte mit 27 553 Stimmen
EVP-Mann Marc Jost. (...)
SF TV 13.02.11

Sooooo schlimm...
TeleBärn 13.02.11
Wie Marc Jost den Wahltag erlebte
Link
zum TeleBärn-Beitrag.
Berner Zeitung 05.02.11 / STÄNDERATSWAHL MARC JOST
Kampf um Sommaruga-Nachfolge strapaziert Parteikassen zusätzlich
SVP, SP, FDP und EVP lassen sich die Berner Ständeratsersatzwahl
vom 13. Februar zusammen über 400'000 Franken kosten. Kommt es
zu einem zweiten Wahlgang, verschärft sich die finanzielle Situation
der Parteien zusätzlich. Urs Egli

Kostspieliege Sache: Die vier Ständeratskandidaten,
hier Marc Jost und Christa Markwalder,
greifen für den Wahlkampf tief ins Portemonnaie. Bild: Keystone
(...) «Für den ersten Wahlgang stehen uns 120'000 Franken
zur Verfügung», sagt SVP-Geschäftsführerin Aliki
Panayides. Ein Teil davon stamme aus einem Spendenaufruf bei Mitgliedern
und Sympathisanten. Allein der Druck der den Wahlcouverts beigelegten
gut 700'000 Flyer hat 30'000 Franken gekostet. Die Inserate in Zeitungen
und der Druck der Wahlplakate für Ständeratskandidat Adrian
Amstutz verschlangen den Rest. (...) Amstutz habe, verrät Panayides,
gut 20'000 Franken aus der Privatschatulle an den Wahlkampf beigesteuert.
(...)
Loch bei der EVP
«Für den ersten Wahlgang haben wir ein Budget von etwa 100'000
Franken», sagt Stefan Nobs, Geschäftsführer der FDP
Kanton Bern. Wie viel Geld die FDP für den allfälligen zweiten
Wahlgang aufwenden könne, sei noch nicht festgelegt. FDP-Kandidatin
Christa Markwalder beteiligt sich mit 10'000 Franken am Wahlkampf. Dies
sei bei den letzten Ständeratswahlen auch so gewesen. Von den 100'000
Franken hat die FDP alleine für den Druck des offiziellen Wahlmaterials
und dessen Verteilung rund 300'00 Franken ausgegeben. (...)
Mit einem bescheidenen Wahlbudget von 10'000 Franken
muss EVP-Wahlkampfleiter Ruedi Löffel auskommen. Dies sei
auch der primäre Grund, weshalb den über 700'000 Wahlcouverts
kein Flyer von Kandidat Marc Jost habe beigelegt werden können.
Denn: Bei den Regierungsratswahlen 2010 schlug allein der Druck des
EVP-Wahlflyers mit 12'500 Franken zu Buche. Die kantonalen Wahlen hätten
insgesamt, so Löffel, ein grosses Loch in der Kasse hinterlassen.
Dank einem Spendenaufruf seien dann gegen 100'000 Franken zusammengekommen.
Bei der Werbung für die Ständeratsersatzwahl setzt die EVP
nebst einigen Inseraten auf grossformatige Plakate, jedoch in kleiner
Auflage. In grösserer Zahl wurden dagegen Plakate im Format A3
an Parteimitglieder und Sympathisanten verschickt. Dass die wilde Plakatiererei
bei der SVP so gut funktioniert, lässt EVP-Wahlkampfleiter Löffel
fast etwas neidisch werden: «Bei privaten Plakatstellen hätten
wir ganz sicher noch Potenzial.» Im Gegensatz zur Praxis bei der
FDP verzichtet die EVP auf eine bestimmte finanzielle Beteiligung von
Kandidat Jost.
Gleiches gilt bei der SP Kanton Bern: Kandidatin Ursula Wyss ist nicht
verpflichtet, einen Beitrag in die Wahlkampfkasse der SP einzuzahlen.
(...) Für den ersten und den allfälligen zweiten Wahlgang
der Ständeratsersatzwahl hat die bernische SP 180'000 Franken budgetiert.
60'000 Franken haben allein die Erstellung, der Druck und der Vertrieb
des Wahlprospekts für Wyss in beiden Amtssprachen gekostet.
Berner Zeitung 01.02.11 / STÄNDERATSWAHL MARC JOST
"Ich habe Erfahrung im Bundeshaus"
Das Portrait
in der BZ.

Marc Jost im Ständeratssaal. «Politik
auf nationaler Ebene ist mein Ziel,
jetzt bietet sich die Gelegenheit dazu.»
20 Minuten 19.01.11
Vierte Geige oder Zünglein an der Waage?
Ungleiche Spiesse im Ständeratswahlkampf: Marc Jost (EVP)
nimmt bloss als Zaungast am Rennen um den Sitz teil
Marc Jost (EVP).
«Alle Kandidaten sollen gleich behandelt werden», sagt EVP-Politiker
Marc Jost. Der ehemalige Pfarrer kämpft nebst Adrian Amstutz (SVP),
Christa Markwalder (FDP) und Ursula Wyss (SP) um Simonetta Sommarugas
Ständeratssitz. Doch Jost spielt im Wahlkampf nur die «vierte
Geige»: In der SF-»Arena» wurde er als Zweitklasskandidat
auf die hinteren Ränge verwiesen, zu Podien wird der Thuner erst
gar nicht eingeladen. Weil Amstutz und Wyss deshalb abgesagt haben,
ist am Montag sogar ein Anlass geplatzt.
«Historisch konnte bei Personenwahlen noch kein EVP-Mann den grossen
Parteien einen Sitz stehlen», sagt Politexperte Hans Hirter. Ist
Josts Kandidatur also nur ein Witz? Hirter: «Garantiert nicht.
Aber seine Partei profitiert mehr als er.» So könne sich
die EVP bereits jetzt für die Nationalratswahlen positionieren.
Dabei könnte der Politiker der Kleinpartei wahlentscheidend sein.
«Wenn er sich im zweiten Wahlgang nicht zurückzieht, kann
er Adrian Amstutz zum entscheidenden Sieg verhelfen», prognostiziert
Hirter. (Link)
Berner Zeitung 14.01.11 Leserbriefe
In keiner Art ausgewogen
Die Redaktion Ihrer Zeitung ist der Meinung, dass die Kandidatur von
Marc Jost, EVP, völlig chancenlos, ja sogar missbräuchlich
sei und hat ihn deshalb an das geplante Podiumsgespräch der Kandidatinnen
und Kandidaten nicht eingeladen.
Man kann über die Wahlchancen eines Aussenseiters immer geteilter
Meinung sein. Dass sich aber die Redaktion einer Zeitung, die in einem
Kanton praktisch ein Monopol hat, anmasst, den Wahlausgang zu manipulieren,
indem sie einen Kandidaten quasi als nicht existent erklären will,
entspricht in keiner Art ausgewogener Berichterstattung.
Zum Glück haben Ursula Wyss und Adrian Amstutz diese Ungerechtigkeit
realisiert und die Teilnahme am BZ-Podium abgesagt. Ich hoffe im Interesse
der BZ-Leserinnen und -Leser, dass Chefredaktor Michael Hug dieser Demokratie-Lektion
etwas Positives abgewinnen kann.
Demokratie und Konkordanz leben von der Vielfalt von Meinungen, aber
auch gegenseitigem Respekt. SVP und SP vertreten manchmal etwas “engstirnig”
die Parteilinie und hören den “Gegnern” nicht mehr
zu. Mitteparteien wie die EVP täten der Politik als Vermittler
gut und sind alles andere als “Wischiwaschi-Parteien”. Es
ist deshalb mehr als recht, wenn die EVP mit Marc Jost im Wahlkampf
wenigstens eine faire Chance bekommt.
Die Stimmbürger sollen am Wahlwochenende entscheiden, wer ins “Stöckli”
kommt und nicht die Redaktion der BZ.
Peter Baumann, Arbon
Berner Zeitung 09.01.11 Zeitpunkt / Jürg Steiner
Die Schlacht der scharfen Zungen
Bern startet unbernisch ins Wahljahr. Nicht abgeschliffene
Politroutiniers, sondern zuspitzende Rhetoriker der neuen Generation
kämpfen um Simonetta Sommarugas Ständeratssitz.
«Angst vor deutlichen Worten habe ich keine. Sorgen macht mir
einzig die zusätzliche zeitliche Belastung», sagt Christa
Markwalder (FDP). «Ich rede seit Jahren Klartext und scheue mich
nicht, auch heikle politische Bereiche offen anzusprechen», sagt
Adrian Amstutz (SVP). «Ich freue mich auf den Wahlkampf, weil
sich da die politischen Positionen klar herauskristallisieren. Ich fürchte
deutliche Worte nicht», sagt Ursula Wyss (SP). «Dieser Wahlkampf
ist eine Herausforderung für mich, und das suche ich. Ich drücke
mich gerne unmissverständlich aus», sagt Marc Jost (EVP).
So reden die vier Kandidatinnen und Kandidaten für den Berner Ständeratssitz
der in den Bundesrat gewählten Simonetta Sommaruga (SP). Und machen
damit deutlich: Das, was bis zum Wahlsonntag am 13.Februar und danach
bis zum fast sicheren zweiten Wahlgang am 6.März abgeht, ist kein
Berner Wahlkampf, wie wir ihn kennen.
Auseinandersetzung profilierter Persönlichkeiten
Keine wattierte Debatte konfliktscheuer Mehrheitspolitiker, die im Schosse
ihrer Partei seit Jahren auf den mehr oder weniger garantierten Karrierehöhepunkt,
einen der beiden Berner Sessel im Ständeratssaal, zusegeln. Sondern
es ist eine Auseinandersetzung sehr profilierter politischer Persönlichkeiten,
die bereit sind, ein hohes Risiko einzugehen. Keiner kann davon ausgehen,
gewählt zu werden. Alle müssen damit rechnen zu verlieren.
Der Thuner Pfarrer und Geschäftsführer Marc Jost (36) kann
sich als EVPler zwar kaum Hoffnungen machen, gewählt zu werden.
Als langjähriger Kantonspolitiker bestätigt er aber den Eindruck,
dass – unabhängig vom realen Alter der Kandidaten –
eine neue Generation von Berner Politikern am Werk sei. Auffallend findet
er, dass kein amtierender Regierungsrat kandidiert. Sondern Politikerinnen
und Politiker, die nicht mehr geprägt sind von der Erfahrung, dass
die einst fast allein herrschenden bürgerlichen Parteien Ständeräte
machten und die Wahl nur noch Formsache war.
Es sind Politikerinnen und Politiker, die deshalb scharf auf Medienpräsenz
sind. Gelegentlich gehen sie auf Distanz zur eigenen Partei und schärfen
ihr Profil mit knappen, pointierten, medienwirksamen Äusserungen.
Mitunter so sehr, wie Jost an den nun laufenden Wahlpodien im Kanton
beobachtet, dass sie bei Liveauftritten rhetorisch zurückrudern
müssen, weil sie ob des polarisierenden Effekts der eigenen Voten
erschrecken. (...)

«Dieser Wahlkampf ist eine Herausforderung für
mich,
und das suche ich. Ich drücke mich gerne unmissverständlich
aus.»
Marc Jost
Bund 03.01.11 Bern / Rudolf Burger
Das Resultatblatt der vier Ständeratskandidaten
Adrian Amstutz hat mit der SVP die stärkste Partei
hinter sich, liegt aber punkto Panaschierstimmen klar hinter Christa
Markwalder (FDP) und Ursula Wyss (SP) zurück. Marc Jost (EVP) ist
chancenlos. Das zeigt die Analyse der Ergebnisse der Nationalratswahlen
2007.
Alle vier Kandidierenden für die Ständeratsersatzwahl, Adrian
Amstutz (SVP), Marc Jost (EVP), Christa Markwalder (FDP) und Ursula
Wyss (SP), haben 2007 für den Nationalrat kandidiert, nur Jost
wurde nicht gewählt. Wie schlecht es um seine Wahlchancen am 13.
Februar bestellt ist, wird klar, wenn die vier anhand ihrer Resultate
bei diesen Wahlen verglichen werden. Der Kandidat der EVP liegt mit
12 119 Stimmen weit hinter Spitzenreiter Adrian Amstutz (124 869), Ursula
Wyss (88 710) und Christa Markwalder (86 199) zurück. (...)
Prognose: Amstutz vor Wyss
Adrian Amstutz liegt punkto Panaschierstimmen zwar hinter den beiden
Rivalinnen zurück, aber er kann doch auf die Unterstützung
der klar wählerstärksten Partei, der SVP, plus Zuzug vor allem
von der Wählerschaft von EDU, SD und sicher auch vieler BDP-Wähler
rechnen. Seine direkter und unzimperlicher Stil lässt ihn da und
dort anecken, aber es wäre doch eine Überraschung, wenn er
am 13. Februar nicht auf die höchste Stimmenzahl käme.
Auf den zweiten Platz schaff t es aller Voraussicht nach Ursula Wyss.
Sie kämpft zwar mit dem Ruf einer strengen Parteisoldatin, kann
aber auf die zweitstärkste Partei, die SP, und grosse Unterstützung
durch die Grünen bauen.
Christa Markwalder hat das Pech, dass ihre Partei, die FDP, off ensichtlich
in einer Krise steckt. Stimmen vor allem von BDP, CVP und GLP vermögen
diese Schwäche kaum zu kompensieren. Dazu kommt in Zeiten der Euro-Krise
das Stigma des «Euro-Turbos».
Marc Jost, der hier nicht aus Bosheit, sondern aus der Macht der Zahlen
heraus stiefmütterlich behandelt wurde, wird über den vierten
Platz nicht hinauskommen, aber doch seinen Bekanntheitsgrad wesentlich
steigern können.
Entscheid am 6. März
Das absolute Mehr – die Hälfte plus eine aller gültigen
Stimmen – wird im ersten Wahlgang wohl niemand erreichen. Bei
der Stichwahl am 6. März entfällt das absolute Mehr, es gewinnt,
wer am meisten Stimmen holt. Nach einem knappen Ergebnis am 13. Februar
müssten sich SVP und FDP auf eine gemeinsame Kandidatur einigen.
Wenn nicht, ist nicht ausgeschlossen, dass der Kanton Bern weiterhin
auch durch eine Sozialdemokratin im Ständerat vertreten sein wird.
Langenthaler Tagblatt / MLZ 14.12.10 Kanton Bern
Auch die EVP lockt der Wahlkampf
Ständerats-Ersatzwahl Kurz vor
Meldeschluss nominiert auch die EVP noch einen Kandidaten:
Grossrat Marc Jost soll die Mitte-Stimmen abholen. Samuel Thomi
Marc Jost will auch ins Stöckli. SAT
«Ich bin der einzige Oberländer Kandidat, der nicht aus Zürich
gesteuert wird. Ich will keinen EU-Beitritt, setze aber auf den bilateralen
Weg. Und die Armee will ich nicht abschaffen.»
Mit ungewohnt markigen Sätzen stellte der Thuner Grossrat Marc
Jost gestern seine Ständerats-Kandidatur vor. (...) Als «Mann
der Mitte» wolle er sich für starke Familien, eine verantwortungsvolle
Wirtschaft und intakte Umwelt einsetzen. Als Beispiel nannte Jost, er
sei beispielsweise – trotz gespaltener Haltung seiner Grossrats-Fraktion
– klar gegen neue AKW. (...)
Berner Zeitung 14.12.2010
EVP hofft auf die politische Mitte
Nach SVP, SP und FDP hat gestern auch die EVP ihren Kandidaten
für die Ständeratsersatzwahl vom nächsten Februar präsentiert.
Für die Partei geht Grossrat Marc Jost ins Rennen um den Ständeratssitz
von Simonetta Sommaruga. Andrea Sommer

Grossrat Marc Jost hat im Rennen um den freien Ständeratssitz
gewichtige Konkurrenz. Adriana Bella
Herr Jost, Sie treten am 13. Februar gegen Schwergewichte
wie Ursula Wyss, Adrian Amstutz und Christa Markwalder an – rechnen
Sie sich tatsächlich Chancen aus?
Marc Jost: Durchaus. Dies sind alles Personen, die stark polarisieren.
Sei es durch ihre Persönlichkeit oder ihre Politik. Wir sehen ein
grosses Wählerpotenzial in der politischen Mitte, also bei Wählern,
die genug davon haben, dass ständig polarisiert wird, und die auch
nicht gleich der EU beitreten wollen.
Trotzdem: Sie sind im Kanton Bern um einiges weniger bekannt
als die andern Kandidatinnen und Kandidaten.
Dies wird im Wahlkampf meine grosse Herausforderung sein, und hier werde
ich mich ins Zeug legen müssen. Die EVP kann nur beschränkt
Mittel in den Wahlkampf investieren. Deshalb will ich mich vor allem
als Brückenbauer und mit Sachpolitik profilieren.
Wie hoch ist das Budget der Partei, und wie viel werden
Sie persönlich in den Wahlkampf investieren?
Das werden insgesamt keine 10'000 Franken sein. Persönlich werde
ich etwa die Hälfte dieser Kosten tragen.
Offenbar ist auch Ihre Partei nicht von Ihren Wahlchancen
überzeugt – nur 70 Prozent der Delegierten haben sich für
Ihre Nomination ausgesprochen.
Grund dafür ist, dass wir erst den Ausgang der Thuner Wahlen, bei
denen ich als Gemeinderatskandidat antrat, abwarten wollten. Deshalb
wurden die Delegierten schriftlich um eine Stellungnahme gebeten. Der
Rücklauf war mit 63 von 90 Delegierten sehr hoch, fast höher
als die Präsenz bei einer Delegiertenversammlung. In den Thuner
Wahlen trat ich zwar nicht als Spitzenkandidat an, erzielte jedoch auf
unserer Liste das beste Wahlresultat.
Wofür wollen Sie sich als Ständerat einsetzen?
Für eine Familienpolitik , die den Familien finanziellen Handlungsspielraum
lässt. Auch für eine intakte Umwelt, was beispielsweise bedeutet,
langfristig zu denken. Deshalb will ich weder auf Erdöl noch auf
Uran setzen und bin also AKW-Gegner. Jeder Franken, der in ein neues
AKW geht, ist für erneuerbare Energie verloren. Als Ethikspezialist
ist mir auch eine verantwortungsvolle und gerechte Wirtschaft ein Anliegen.
Unternehmer müssen dazu angehalten werden, ihre soziale Verantwortung
wahrzunehmen. Transparenz in der Wirtschaft ist mir ein Anliegen. Zudem
will ich keine Politik unterstützen, die egoistische Gewinnmaximierung
ermöglicht.
Dann befürworten Sie die Abzocker-Initiative?
Ja, die Stossrichtung der Initiative unterstütze ich voll und ganz.
Für die Wahl vom 13.Februar suchen Sie nun die Unterstützung
von CVP und BDP.
Unser Präsident führt die Verhandlungen und hat bereits mit
der CVP gesprochen. Allerdings steht die Antwort noch aus.
Anders bei der BDP: Parteipräsident Urs Gasche hat
unlängst in einem Interview klargemacht, dass die BDP einen bürgerlichen
Sieg will. Mit Ihrer Einstellung passen Sie da nicht recht ins Bild.
Ein Mitte-Politiker hat immer Schnittmengen mit den Bürgerlichen
und mit der Linken. Ich sehe mich als wertkonservativen Politiker, etwa
in der Familienpolitik. Das wollen wir nun der BDP aufzeigen.
Wie geht es für Sie weiter, wenn es mit dem Einzug
in den Ständerat nicht klappt?
Der Sprung in die Bundespolitik ist schon lange mein Fernziel. Wenn
es in der Ständeratsersatzwahl im Februar nicht klappt, dann werde
ich nächsten Herbst zu den Nationalratswahlen antreten.
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